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Algen im Teich? – Diese Tipps helfen!

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Algen im Teich sehen nicht nur unschön aus, sie können auch anderen Teichbewohnern schaden. Lesen Sie hier, was nun zu tun ist und was wirklich hilft.

Algen im Teich
Schutz vor Algenbefall: regelmäßig abkeschern

Ein eigener Teich ist das Highlight für viele Gartenbesitzer, doch ein solcher Teich muss auch entsprechend gepflegt werden. Algen im Teich machen das Wasser nicht nur unsauber, es sieht auch ungepflegt aus und es kann sogar anderen Teichbewohnern schaden.

Warum entstehen Algen?

Algen entstehen unter anderem immer dann, wenn der Gartenteich massiv in der Sonne steht. Deshalb sollte man schon beim Anlegen des Gatenteiches einen Platz suchen, der nicht in der prallen Sonne liegt. Dies ist aber nicht der einzige Faktor, der die Entstehung von Algen im Teich fördert.

Neben dem idealen Standort, also halbschattig, ist auch die Größe des Teichs ausschlaggebend. Je kleiner der Teich, desto schneller kann sich das Wasser erwärmen und bietet so einen idealen Nährstoff für Algen. Es gilt also immer, dass biologische Gleichgewicht zu wahren. Algenbefall droht immer dann, wenn der Phosphat-Gehalt auf über 0,035 Milligramm pro Liter steigt. Begünstigt wird dies durch Fischkot, Fischfutterreste, aber auch Regen und Laub.

Algen mit natürlichen Mitteln bekämpfen

Das beste Mittel gegen Algen ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Wobei diese Aussage nur halbwahr ist, denn Algen sind nicht zwingend eine Belastung für den Teich, sondern eher ein Zeichen für die gute biologische Qualität des Gartenteichs. Zum Problem werden sie erst dann, wenn sie über Hand nehmen, erkennbar an der Grünfärbung des Wassers. Auslöser für die Trübung des Wassers sind in den meisten Fällen Fadenalgen.

Unterwasserpflanzen gegen Algen im Teich

Wie oben bereits erwähnt, ist ein zu sonniger Standort idealer Nährboden für Algen. Da Sie einen bereits existierenden Teich schlecht umsetzen können, investieren Sie ein paar Euro in Wasserpflanzen, die sich bestens als Schattenspender eignen:

  • Seerosen
  • Seekanne
  • Froschbiss
  • Hornblatt
  • Wasserpest
  • Sumpfschraube

Noch ein Tipp: Teicheinteilung in Zonen

Neben der Teichgröße kommt es auch auf die richtige Bepflanzung an, das heißt, wo und wie werden die Teichpflanzen eingesetzt. Um dem Algenbefall vorzubeugen, sollte der Gartenteich also in verschiedenen Stufen angelegt sein.
» uferrandzone » Sumpfzone » Flachwasserzone » Tiefenzone (Teichmitte)

Extratipp: Reinigen Sie den Teich regelmäßig mit einem Kescher. Wenn sich damit die Algen nicht entfernen lassen, nehmen Sie einen dicken Stock. Besonders Fadenalgen sind etwas „störrisch“ und lassen sich so besser entfernen (Stock um die Algen drehen und rausziehen).
 

Schnecken gegen Algen

Auch Schnecken eignen sich ganz gut um das Algenproblem auf natürliche Weise anzugehen. Dabei ist es wichtig, dass Sie die richtigen Schnecken verwenden, sonst werden nur Ihre Wasserpflanzen und nicht die Algen gefressen. Sehr gut eignen sich zum Beispiel Turmdeckelschnecken oder auch Sumpfdeckelschnecken.

Was tun wenn natürliche Mittel nicht mehr helfen

Mit dem richtigen Standort, einer optimalen Bepflanzung und der Zoneneinteilung setzen Sie den Grundstein, dass Algen sich gar nicht erst bilden. Manchmal reicht das aber nicht aus, der Teich kippt. Auch dagegen gibt es Mittel, die Sie Schritt für Schritt versuchen sollten.

Filter gegen Algen im Teich

Ich möchte Ihnen nicht die gute Laune verderben, aber wenn ein Teich erst einmal komplett voller Algen ist, hilft auch der beste Filter nicht mehr. Es gibt allerdings spezielle Filteranlagen, die bei einem Kleinstbefall gute Dienste leisten. Der Filter hält die Algen in einem Schwamm auf, das klare Wasser wird über eine Pumpe in den Teich zurück geführt.

Algenvernichtungsmittel

Im Handel gibt es biologisch abbaubare Algenvernichtungsmittel. Bei der Anwendung sollten Sie aber unbedingt die Herstellerhinweise beachten, damit das natürliche Gleichgewicht des Gartenteiches nicht gestört wird.


Foto1: © luftklick - Fotolia.com

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