Start Gartengestaltung Brennholz lagern – Tipps und Ideen

Brennholz lagern – Tipps und Ideen

35.646 views
4
Sag's weiter:

Brennholz richtig lagern ist nicht schwer. Die Kunst ist es allerdings, dieses dekorativ zu lagern. Hier deshalb einige Tipps und Ideen für die Lagerung.

Brennholz können Sie auch als Gartendeko verwenden
Brennholz können Sie auch als Gartendeko verwenden

Wer Brennholz lagert kann damit nicht nur ab und zu den Kamin befeuern. Brennholz kann im Garten auch ausgesprochen dekorativ gestapelt werden. Damit lassen sich dann auch tolle Effekte erzielen, wie beispielsweise in Form von einem Garten-Raumteiler, Zaunanlagen, kreativen Mustern, usw.

Allerdings bedarf es dann einer exakten Vorarbeit, die den notwendigen Grundstock für einen dekorativen Brennholzstapel darstellt. Hier deshalb erst einmal unsere Tipps, wie Sie das Brennholz optimal lagern.

Brennholz richtig lagern – Diese Tipps beachten

Tipp 1 – Planung:

Zuerst einmal müssen Sie planen, für welchen Zweck Sie den Brennholzstapel letztendlich einsetzen möchten, z.B. als rustikale Hausverkleidung. Daraus lässt sich dann letztendlich auch der Bedarf an Brennholz für diesen Teilbereich errechnen. Dieser Wert kann zwar, muss sich aber nicht mit dem allgemeinen Bedarfswert an Brennholz decken.

» Wichtig:

Für eine dekorative Lagerung ist natürlich die Länge der einzelnen Holzscheite enorm wichtig. Diese ist von der Ofentiefe abhängig und bewegt sich meist zwischen 25 und 50 Zentimeter. Wichtig ist hierbei ein exakter Zuschnitt in stets der gleichen Länge, was sich mit einer Wippsäge optimal realisieren lässt.

Tipp 2 – Unterlage:

Brennholz sollten Sie niemals direkt auf dem naturbelassenen Boden stapeln, damit es keinerlei Feuchtigkeit zieht, sondern gut abtrocknen kann. Als Unterlage eines Brennholzstapels dienen eine Querholzlattung, längere Brennholzstangen, Metallrohre und dergleichen mehr.

Tipp 3 – Seitenhalter:

Holzstapel können Sie zudem mit so genannten Seitenhaltern nochmals stabilisieren, bzw. können sie dadurch nicht mehr nach rechts und links wegbrechen. Für diesen Zweck werden im Fachhandel bereits unterschiedlichste Modelle aus verschiedenen Materialien angeboten. Sie können solche Seitenhalter aber auch ganz einfach selbst aus lasierten Holzlatten herstellen.

» Wichtig:

In der Regel sollte eine Spannweite von 4 Meter dabei nicht überschritten werden. Längere Holzstapel sollten auch immer durch eingefügte Seitenhalterungen nochmals unterbrochen werden, damit die Stabilität garantiert werden kann.

Eine weitere Möglichkeit, gerade bei Zaunanlagen, besteht darin, die Seitenhalterungen zu mauern und das Brennholz alljährlich zwischen den Mauerabständen gleichmäßig aufzuschichten.

Tipp 4 – Unterstand:

Es empfiehlt sich auch, für häufig genutzte Brennholzstapel einen geeigneten Unterstand zu bauen. Das Brennholz können Sie dann Jahr für Jahr darin aufschichten. Recht wirkungsvoll wirken dabei Freisitze, die an drei Seiten mit Brennholzwänden versehen einen äußerst reizvollen Charakter widerspiegeln. Obenauf kommt bei dieser Variante noch eine stabile Dachkonstruktion.

Tipp 5 – Abdecken:

Damit das einmal trockene Brennholz auch trocken bleibt, müssen Sie frei stehende Stapel immer abdecken. Hierfür geeignet sind spezielle Aufsätze (z.B. Wellblech, Holzkonstruktionen, etc.) oder auch rissfeste Schutzfolien, die mit schweren Steinen gut beschwert werden können.

Brennholz dekorativ stapeln – 2 Ideen vorgestellt

Wenngleich Brennholzscheite allesamt in der gleichen Länge abgeschnitten werden können, so sind sie dennoch unterschiedlich stark, weshalb beim Anrichten zwei Möglichkeiten bestehen:

  • Entweder Reihe für Reihe der Länge nach anrichten
  • oder Reihe für Reihe stets quer zueinander stapeln.

Egal, für welches Anrichten Sie sich am Ende entscheiden: zwischen den einzelnen Reihen muss sicherlich immer wieder einmal ein Ausgleich geschaffen werden. Dies geschieht idealerweise mit klein gespaltenen Holzscheiten, die Sie zwischen den regulären Scheiten problemlos einfügen können.

Idee Nr. 1 – Rundstapel:

Ein Rundstapel wirkt in großen Gartenanlagen wie ein Eyecatcher. Zugleich lassen sich innerhalb eines Rundstapels Unmengen an Brennholz verstauen, weshalb diese Art des Anrichtens bei größeren Brennholzmengen absolut empfehlenswert ist.

Für diesen Zweck müssen Sie zuerst Brennholzstangen unterseitig in Kreisform ausrichten und mit glatten Brettern beplanken. Im Anschluss die einzelnen Holzscheite kreisförmig an der Außenseite anrichten und den Mittelkreis Stück für Stück in Schütttechnik gleich mitbefüllen.

Ein Rundstapel ist ein wahrer Eyecatcher
Ein Rundstapel ist ein wahrer Eyecatcher

In einer Höhe von circa 60 bis 80 Zentimeter sollten Sie eine glatte Mittelschicht (z.B. mit Brettern) einlegen, um dem Rundstapel dadurch einen ausreichenden Ausgleich zu verschaffen. Abschließend müssen Sie den Rundstapel dann noch mit einer schützenden Abdeckung abdecken.

» Tipp:

Rundstapel können Sie auch wirkungsvoll mit Weidenäste dekorieren. Sie können aber auch einzelne Scheite länger belassen, sodass sie beim Anschichten herausstehen. Diese gleichmäßig angeordneten Scheite können Sie sodann mit witzigen Details bestücken, wie z.B. Windspielen, Laternen, einer Winterfütterung für Vögel, usw.

Idee Nr. 2 – Kreatives Anrichten:

Eine künstlerische Variante des Brennholzstapelns besteht im kreativen Anrichten. So können Sie z.B. aus unterschiedlichen Holzarten an Wänden Muster oder Motive angerichten.

Legen Sie sich vorher eine Skizze für das Muster an
Legen Sie sich vorher eine Skizze für das Muster an

Für das jeweilige Motiv sollten Sie vorab aber unbedingt eine möglichst maßstabsgetreue Zeichnung anfertigen, denn diese erleichtert das Anrichten im Anschluss deutlich. Das ist eine gute Variante, mit der auch Anfänger das kreative Brennholzanrichten erlernen können.

Das könnte Sie auch interessieren:

» Baum fällen – Schritt für Schritt Anleitung
» Holzspalter im Test – Güde und Atika gut
» Gartendeko selber machen – 4 Ideen vorgestellt


Foto1: © chulja - Fotolia.com, Foto2: © Heinz Waldukat - Fotolia.com, Foto3: © VRD - Fotolia.com

4 KOMMENTARE

  1. Sehr guter Beitrag zu einem wie ich finde. Solche und ähnliche weitere Tips finden sich auch in unserem Kaminofen und Speicherofenportal –  http://www.kaminofen-speicherofen.de

  2. Ganz klar ! Sortenreines Holz „Buche“ ist und bleibt das bessere Brennholz. Auch die Lagerung und Trocknungszeit ist nicht zu verachten. Wir lagern unser Holz wie viele anderen sicher auch im Garten. Anfangs hatten wir uns nach und nach ein Kaminholzregal gekauft. Später dann, einfach selbst gebaut.

    Toller und hilfreicher Artikel, vorallem für die, die noch keinen Kamin besitzen sich aber für eine Anschaffung interessieren.

    Lg Martin

  3. Ich habe im SchwarzWald Brennholz lagerngeshen. Sie waren auf kreisförmigen Beton gemacht, kennen Sie dass? Können Sie die Bauweise bitte angeben? Danke Marina

  4. Hallo Marina. So etwas nennt man Holzmiete. Google weiß unter dem Begriff mehr. Wir haben unseren Terassenofen durch einen mit Ethanol betriebenen ersetzt. Da entfällt das Schleppen und Lagern und es sieht auch fast so schön aus wie ein Holzfeuer.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT