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Eisendünger richtig anwenden – So wird’s gemacht

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Wenn Pflanzen unter Eisenmangel leiden, dann müssen Sie schnell handeln. Wir verraten Ihnen hier, wie Sie Eisendünger richtig anwenden und so Ihre Pflanzen retten.

Eisendünger ist in der Regel extrem giftig
Eisendünger ist in der Regel extrem giftig

Bei Pflanzen macht sich ein Eisenmangel deutlich bemerkbar, wenn sich eigentlich grüne Blätter gelb, teilweise sogar hellgelb verfärben, jedoch die Blattadern selbst weiterhin grün bleiben. Dann wird es höchste Zeit, diesen Mangel durch einen speziellen Eisendünger aus dem Fachhandel auszugleichen.

Wir verraten Ihnen nun hier, was Sie bei der Verwendung von Eisendünger beachten müssen und wie dieser richtig angewendet wird. Eines vorweg: Eisendünger muss aufgrund seiner giftigen Bestandteile vor Kleinkindern stets sicherheitsverwahrt werden!

Eisendünger ist giftig!

Eisendünger ist in der Regel extrem giftig, weshalb Sie einen direkten Kontakt mit dem Düngemittel unbedingt vermeiden sollten und aus diesem Grund bei der Verwendung auch eine ausreichende Schutzbekleidung tragen sollten. Grund hierfür ist das im Eisendünger enthaltene Eisen-II-Sulfat (Schwefel-Eisen-Verbindung).

Tipp:
Wer sich das Ausbringen des Eisendüngers nicht selbst zutraut, sollte lieber ein spezialisiertes Fachunternehmen mit dieser Aufgabe betreuen.

Weiterhin sollten Sie Eisendünger nicht auf Terrassen, Pflastersteinen, in Kübeln, etc. verschütten. Dadurch können nämlich hässliche Flecken entstehen, die sich zumeist gar nicht mehr entfernen lassen.

Eisendünger richtig anwenden – So wird’s gemacht

» Verwendung bei einzelnen Pflanzen:

Haben Sie einen Eisenmangel bei einer Pflanze festgestellt (kommt häufig bei Petunien vor), kann der Eisendünger wohl dosiert Abhilfe schaffen. Hierbei müssen Sie aber unbedingt die Herstellerhinweise bezüglich der Anwendung und Dosierung beachten. Ansonsten gibt es beim Pflanzendüngen nichts weiter zu beachten.

» Verwendung auf Rasenflächen:

Sie können aber auch große Rasenflächen, bei denen ein Eisenmangel deutlich erkennbar ist, mit einem Eisendünger bearbeiten. Bester Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr, damit sich der Rasen die komplette Saison hindurch optimal erholen kann.

Tipp:
Eisenmangel im Rasen ist auf die Bodenbeschaffenheit zurückzuführen. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen eine Bodenprobe in einem spezialisierten Labor untersuchen zu lassen.

Eingesetzt wird Eisendünger jedoch nicht immer nur bei einem Eisenmangel, sondern auch bei einem starken Vermoosen von Rasenflächen. Hierbei wird die feuchte Moosoberfläche durch den Eisendünger zerstört. d.h. sie stirbt ab (Moos verfärbt sich braun bis schwarz). Im Anschluss daran können Sie das Moos dann problemlos mit einer Harke entfernen.

Und so wenden Sie den Eisendünger auf dem Rasen richtig an:

Idealer Weise wird die Anwendung schon im zeitigen Frühjahr durchgeführt, damit die Rasenfläche anschließend wieder begrünt werden kann. Allerdings sollten Sie den Rasen dafür frisch mähen (circa 1 Woche vorher), damit Sie die moosige Fläche mit dem Eisendünger-Gießwasser-Gemisch direkt begießen können. Alternativ dazu können Sie hierfür aber auch ein Eisensulfat-Granulat verwenden, welches Sie lediglich auf die moosige Rasenfläche gleichmäßig verstreuen müssen.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: im Anschluss dürfen Sie die bearbeitete Fläche circa 1 bis 2 Wochen auf keinen Fall betreten. Sie müssen auch Ihre Haustiere von der Rasenfläche fernhalten, denn es besteht sonst Vergiftungsgefahr!

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Foto1: © Stefan Körber - Fotolia.com

2 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    Eisendünger ist schädlich. Das habe ich letztlich im NDR gesehen. Wie auch oben beschrieben sollte wohl nur eher ein Fachmann dieses benutzen.
    Was ist mit Quinoclamin?
    Ist Quinoclamin möglicherweise eine gute Alternative zu Eisen-2-Sulfat haltigen Eisendüngern?

    Vielen Dank für die Hilfe
    der Landgraf

  2. In Deutschland haben die Böden selten einen Eisenmangel. Moos ist normaler Weise zurück zu führen auf Gras, das nicht kräftig genug ist. Schuld daran kann z. B. ein übersäuerter Boden sein, als Folge von überhöhter Eisenzufuhr. Eisendünger ist kein geeignetes Mittel gegen Vermoosung! Das Moos stirbt zwar ab, kommt aber wieder – ihm macht der saure Boden wenig aus. Wer seinen Rasen auf Vordermann bringen will, sollte zuerst eine Bodenprobe nehmen und den PH-Wert ermitteln, Testsets hierfür gibt es in Baumärkten und im Fachhandel. Bei übersäuertem Boden wird Kalk ausgebracht, dann entsprechend gedüngt. Geeignet sind Komposterde und organische Dünger.
    Wenn Sie ernsthaft darüber nachdenken, Eisendünger zu verwenden, denken Sie bitte auch an die Tiere, die Ihren Rasen überqueren müssen (Eichhörnchen, Igel, Katzen,…) und dem Gift Eisen II-Sulfat schutzlos ausgeliefert sind. Blutende Pfoten, Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod können hier die Folgen sein.

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