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Fenchel selbst anbauen

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Fenchel ist nicht gerade jedermanns Sache. Der Trend geht aber deutlich hin zur Knolle. Dementsprechend bauen auch immer mehr Gärtner das leckere Gemüse selber an.

Fenchel ist Geschmackssache
Fenchel ist Geschmackssache

Manchen läuft ein leichter Schauer über den Rücken, wenn sie das Wort Fenchel hören. Kein Wunder, mussten wir doch früher als Kinder auch immer Fencheltee trinken. Wer selbst heute noch eine Abneigung gegen das Gemüse hat, sollte jedoch eines wissen: zwischen Fencheltee und Gerichten mit Fenchel liegen Welten. Es lohnt sich also das Gemüse mal selber zuzubereiten. Machen Sie daraus doch einfach mal einen Salat oder bereiten Sie den Fenchel als Beilage zu. Er ist auch eine köstliche Beigabe zu Suppen, Soßen und Nudeln. Sie werden auf jeden Fall sehen, dass das ein ganz anderes Geschmackserlebnis ist.

Wenn Sie dann Gefallen an der Knolle gefunden haben, können Sie das Gemüse ja selber im Garten anbauen. Das ist auch ganz leicht, denn Fenchel ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Sie müssen nur ein paar kleine Dinge beachten, damit der Fenchel auch so wächst, wie Sie es sich vorstellen.

Allgemeines über Fenchel

Wussten Sie, dass Fenchel mit eines der ältesten Gewürze der Welt ist? Bereits 3000 v. Chr. soll das Gemüse in Mesopotamien genutzt worden sein. Unter anderem wurde stillenden Frauen empfohlen Fencheltee zu trinken, um die Milchbildung anzuregen. Erst seit dem Mittelalter ist bekannt, dass die Knolle prima gegen Verdauungsbeschwerden hilft. Und selbst heute noch schwören sehr viele auf die heilende Wirkung bei Magenbeschwerden.

Die Knolle an sich kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien und kann bis zu 100 Zentimeter groß werden. Sie besteht aus einer Zwiebel/Knolle und Stielen mit Blättern, die dem Dill sehr ähnlich sehen.

So bauen Sie Fenchel richtig an

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und Fenchel selbst anbauen möchten, dann müssen Sie dazu keinen großen Aufwand betreiben. Gehen Sie einfach wie folgt vor:

1Es ist immer ratsam Fenchel vorzuziehen. Geben Sie die Fenchelsamen dazu Anfang April in Keimschalen, die Sie mit Anzuchterde gefüllt haben. Lassen Sie die Samen dann drei Wochen lang bei einer Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius keimen.

2Nach diesen drei Wochen sollten die Setzlinge zu sehen sein. Diese müssen Sie nun pikieren und in kleine Töpfchen setzen. Die Pflanzen dann etwa drei Wochen lang bei circa 15 Grad Celsius weiter wachsen lassen. Achten Sie wirklich darauf, dass Sie die Temperatur reduzieren, denn das verhindert, dass die Wurzelhälse zu lang werden.

3Sind die drei Wochen wieder um, können Sie die Pflänzchen schon in den Garten setzen. Da die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, mag sie einen sonnigen und warmen Standort. Der Boden muss zudem nährstoffreich sein. Reichern Sie ihn vor dem Pflanzen daher am besten mit etwas Kompost an.

4Nehmen Sie nun die kleinen Pflänzchen zur Hand und setzen Sie sie in einem Abstand von circa 30 bis 40 Zentimetern in Rillen. Die Reihen sollten auch etwa 40 Zentimeter auseinander liegen. Anschließend die Pflanzen noch mit Vlies oder Folie abdecken, bis es keinen Frost mehr gibt.

Übrigens:

Fenchel können Sie ruhig neben Gurken pflanzen. Diese Gemüsesorten harmonieren gut miteinander. Tomaten und Fenchel sind hingegen keine guten Nachbarn.

5Hat die Knolle in etwa die Größe einer Faust erreicht, können Sie das aromatische Gemüse ernten. Das sollte in etwa Anfang August der Fall sein. Nehmen Sie den Fenchel dann recht zügig aus der Erde, denn steht er zu lange im reifen Zustand im Garten, kann es passieren, dass er verholzt oder platzt.

So pflegen Sie das Gemüse richtig

Der Fenchel mag zwar die Sonne, er kann aber auch unter ihr leiden. Zum Beispiel dann, wenn der Sommer generell viel zu trocken und heiß ist. Dann müssen Sie das Gemüse unbedingt regelmäßig gießen. Damit der Boden nicht austrocknet, können Sie das Fenchelbeet auch mit Stroh mulchen. Ansonsten braucht der Fenchel keine weitere Hilfe beim Wachsen.


Foto1: © FOOD-pictures - Fotolia.com

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