Gartengestaltung

Garagendach begrünen – Schritt für Schritt Anleitung

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Wer sein Garagendach begrünen möchte, der muss kein großer Gärtner sein. Das ist eigentlich ganz leicht und bringt viele Vorteile. Halten Sie sich am besten einfach an unsere Anleitung.

Begrünen Sie doch Ihr Garagendach
Eine Dachbegrünung kann auch „bunt“ werden

Flachdächer finden sich hierzulande hauptsächlich bei Gewerbebauten, alten Bungalows oder typischen Plattenbauten aus längst vergangener Zeit. Beim Eigenheim mit Garten sind es in erster Linie Garage und Carport, die über ein ebenes Dach verfügen. Dieses eignet sich hervorragend für eine nachträgliche Begrünung.

Die Dächer von Garagen und Carports sind für gewöhnlich nämlich nicht sonderlich schön anzusehen. Von ebener Erde aus betrachtet mag dieser Umstand gar nicht schwer ins Gewicht fallen, aus erhöhter Position im ersten oder zweiten Stockwert eines Wohnhauses offenbart sich aber zumeist der Blick auf eine unschöne, graue Fläche aus Dachpappe.

Diese kahle und nicht wirklich schön anzuschauende Fläche entdecken derzeit immer mehr Eigentümer, wenn auch nicht als Nutzfläche, dann zumindest als Zierfläche, mit der sich eine ganze Menge anstellen lässt. Je nach Traglast und Zustand des Fahrzeugstellplatzes lässt sich hierauf nämlich eine grüne Fläche anlegen, die nicht nur optisch richtig was hermacht, sondern auch einen sinnvollen, vor allem ökologischen Nutzen hat.

Dachbegrünung hat viele Vorzüge

Pflanzen Sie auf dem Dach Ihres Unterstandes ein Beet an oder lassen Sie einer wilden Wiese freien Lauf, dann hat das gleich mehrere Vorteile:

» Vorteil Nr. 1 – Stadtklima wird verbessert:

In kleinen Teilen wirkt die Begrünung z.B. zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Denn Pflanzen filtern bekanntlich Staub und Schadstoffe aus der Luft, und dabei produzieren sie auch noch Sauerstoff, welchen wir Menschen und auch die Tiere zum Atmen benötigen. Würde jedes Flachdach einer Stadt begrünt sein, gäbe es also auch keine Belastung durch Smog oder Feinstaub in der Luft.

» Vorteil Nr. 2 – Lebensraum für Pflanzen und Tiere wird geschaffen:

Zum anderen schaffen Sie durch die Begrünung einen Lebensraum für Pflanzen und kleine Tiere, der etwa durch die Fundamentierung Ihrer Garage einst verloren gegangen ist.

» Vorteil Nr. 3 – Langlebigkeit der Garage wird verbessert:

Ein grünes Dach verbessert außerdem die Langlebigkeit Ihrer Garage, da UV-Strahlen absorbiert werden und nicht direkt auf das Baumaterial treffen. Gleichzeitig heizt sich der Unterstand selbst bei praller Sonne weitaus weniger stark auf.

» Vorteil Nr. 4 – Entwässerungsanlagen werden entlastet:

Da ein bewachsenes Garagendach zudem Wasser aufnimmt und auch wieder verdunsten lässt, entlasten Sie so also die städtischen Entwässerungsanlagen. Aus diesem Grund belohnen viele Gemeinden auch Bewohner, die sich für eine Grünbedachung entscheiden, mit verminderten Abwassergebühren.

Das Dach zum Garten machen – Schritt für Schritt Anleitung

Wenn auch Sie sich nun entschlossen haben Ihr Garagendach zu begrünen, dann sollten Sie wissen, dass es grundsätzlich keine Rolle spielt, ob es sich dabei um eine alte oder neue Konstruktion handelt, ein elektrisches Garagentor vorhanden ist oder aber ob es sich gar um einen Carport handelt, der zu allen Seiten offen ist. Die Art und Weise der Begrünung ist bei jedem Dach die gleiche. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

Schritt 1:

Zunächst müssen Sie die Dachfläche erst einmal gründlich reinigen.

Schritt 2:

Bei der Begrünung des Garagendaches müssen Sie sich nun Schicht für Schicht vorarbeiten. Insgesamt müssen Sie in diesem Schritt 4 Schichten anlegen.

  • Erste Schicht:
    Als erstes müssen Sie eine Schutzfolie auslegen, welche der Abdichtung dient. Hier bietet sich vor allem Teichfolie an, welche an den Rändern des Daches überstehen sollte.
  • Zweite Schicht:
    Nun folgt die Drainageschicht. Diese ist wichtig für die Wasserversorgung der Pflanzen und außerdem verhindert sie, dass die Wurzeln durch die unterste Folie gelangen.
  • Dritte Schicht:
    Die dritte Schicht sollte aus einem Filtervlies bestehen. Dieses sorgt für mehr Halt und außerdem stellt es den Nährstoffausgleich sicher.
  • Vierte Schicht:
    Zum Schluss folgt nun die Substratschicht, welche aus Rasenerde besteht und in die Sie dann später die Pflanzen einpflanzen können. Sie müssen hierbei unbedingt darauf achten, dass Sie die Schicht an den Dachrändern etwas auftürmen oder aber der Fläche mit Kieselsteinen eine natürlich aussehende Begrenzung verpassen.

Schritt 3:

Ist die Substratschicht angelegt, dann können Sie nun Rasensamen ausbringen und Blumen einpflanzen. Setzen Sie hierbei am besten auf pflegeleichte und vor allem robuste Pflanzen.

Und dann heißt es abwarten. Nach ein paar Wochen und Monaten werden Sie aber schon ein blühendes Garagendach haben, das schön anzusehen ist und keiner regelmäßigen Pflege bedarf.

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Foto1: © Stefan Körber - Fotolia.com, Foto2: © Maik Dörfert - Fotolia.com

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