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Gartenvlies: 3 Tipps für die Verwendung

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Gartenvlies ist etwas, was jeder Gärtner zuhause haben sollte, denn es lässt sich recht vielfältig einsetzen. Hier einmal 3 Verwendungstipps vorgestellt.

Gartenvlies ist nicht gleich Gartenvlies!
Gartenvlies ist nicht gleich Gartenvlies!

Gartenvlies gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Gartenmaterialien. Es kann Pflanzen vor Kälte schützen, Unkraut verhindern und auch das Pflanzenwachstum verbessern.

Gartenvlies ist nicht gleich Gartenvlies! Dies bedeutet, dass unter dem Begriff Gartenvlies im Fachhandel inzwischen für unterschiedliche Nutzungszwecke Folien und Vliesstoffe angeboten werden. Hauptsächlich unterscheidet man dabei zwischen:

  • einem winterlichen Frostschutz für die Pflanzen
  • einem Unkrautvlies (wird oftmals auch als Mulchfolie angeboten)
  • einer Wachstumsfolie (ähnliche Handhabe wie ein Gewächshaus)

Tipp:
Es empfiehlt sich, dass Sie beim Kauf von Gartenvlies auf Qualitätsware achten, welche das Pflanzenwachstum optimal unterstützt. Hinzu kommt, dass diese Vliessorten in der Regel auch weitaus länger genutzt werden können, bzw. mehrfach Verwendung finden können, wodurch sich höhere Anschaffungspreise auch schnell wieder relativieren lassen.

Gartenvlies: 3 Tipps für die Verwendung

Verwendungstipp 1 – Winterabdeckung

Speziell für den winterlichen Frostschutz wird ein extra Gartenvlies angeboten, das die Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit bringt. Erhältlich sind diese teils auch lichtdurchlässigen und feuchtigkeitsdurchlässigen Vliese in verschiedenen Größen (z.B. hier erhältlich), wobei viele Folien auch für den individuellen Zuschnitt geeignet sind.

Erhältlich ist das winterliche Vlies inzwischen sogar mit unterschiedlichen Dekoren, womit sich unter anderem tolle Winterlandschaften oder attraktive Weihnachtsbilder in den Gartenanlagen kreieren lassen.

» Handhabung:

Das Wintervlies wird in Form von Schutzbezügen (Säcken) angeboten, wobei es lediglich über die einzelnen Pflanzen gestülpt und unterseitig lose zugebunden werden muss – auch für große Gehölze geeignet.

Sie können aber auch eine so genannte Rollenware erwerben, die Sie zur individuellen Abdeckung einzelner Pflanzen zuschneiden können. Anschließend das Vlies ebenfalls über die betreffenden Pflanzen stülpen und leicht daran festbinden. Hierbei sollten Sie auf einen möglichst geschlossenen Zustand achten.

Verwendungstipp 2 – Unkrautvlies

Das atmungsaktive und somit luftdurchlässige Unkrautvlies (z.B. hier erhältlich) gehört zu den sicherlich interessantesten Erfindungen der modernen Gartenwelt. Während einerseits das Regenwasser problemlos zu den Pflanzenwurzeln durchdringen kann, hält das Vlies andererseits den Unkrautwuchs deutlich in Schach. Sprich die Unkrautpflanzen wachsen nur noch minimiert unter dem Vlies und dringen über einen langen Zeitraum nicht an die Oberfläche.

Der Vorteil liegt also eindeutig auf der Hand – das lästige Unkraut jäten entfällt praktisch über einen sehr langen Zeitraum, auf chemische Unkraut-Bekämpfungsmittel können Sie nun also dauerhaft verzichten! Weiterhin speichert das Unkrautvlies nicht nur Feuchtigkeit im Boden, sondern auch Wärme, was wiederum vielen fremdländischen Gartenpflanzen hervorragend gut bekommt.

» Handhabung:

Zuerst müssen Sie circa 2 Zentimeter Erdschicht im noch unbepflanzten Blumenbeet und/oder Gemüsebeet abtragen, bevor Sie das Unkrautvlies darauf ausbreiten. Anschließend müssen Sie die Pflanzen einsetzen. Hierzu müssen Sie minimale Schlitzlöcher ins Vlies schneiden, die Sie nach dem Einpflanzen einzelner Pflanzen wiederum am Wurzelstock hochklappen können.

Ist das neue Beet angelegt, sollten Sie das in den Farben schwarz, braun und dunkelgrün erhältliche Unkrautvlies mit Rindenmulch abdecken bzw. beschweren (Linktipp: Mulch richtig einsetzen). Rindenmulch unterbindet nämlich zusätzlich noch den Unkrautwuchs.

Tipp:
Gut kombinierbar ist diese Mulchschicht auch mit bunten Natursteinen!

Verwendungstipp 3 – Wachstumsfolie

Die so genannte Wachstumsfolie (beispielsweise hier erhältlich) schützt gerade im zeitigen Frühjahr die zarten Pflänzchen vor Frost und Schädlingen. Wobei Sie beim Kauf darauf achten sollten, dass die verwendete Wachstumsfolie auf jeden Fall luftdurchlässig und wasserdurchlässig agiert. Die Wachstumsfolie können Sie übrigens nach dem Gebrauch reinigen und im getrockneten Zustand aufbewahren.

» Handhabung:

Wachstumsfolie ist in unterschiedlichen Größen im Gartenfachmarkt erhältlich und kann deshalb während nahezu allen Wachstumsphasen der einzelnen Pflanzen genutzt werden. Sie müssen die Folie einfach lose über die jeweiligen Gewächse stülpen.

Tipp:
Wenn Sie Pflanzstäbe rund um die Pflanzen einstecken, dann kann die Wachstumsfolie sogar dort aufliegen und muss nicht von den Pflanzen selbst getragen werden.

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Foto1: © JackF - Fotolia.com, Foto2: Winterschutzvlies, Foto3: Unkrautvlies, Foto4: Wachstumsfolie

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