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Gemüse auf der Fensterbank vorziehen – So wird’s gemacht

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Tomaten, Paprika, Kräuter – alles Gemüsesorten, die Sie am besten auf der Fensterbank vorziehen sollten. Wieso, weshalb, warum und wie es gemacht wird, erfahren Sie hier.

Gemüse vorziehen ist ganz einfach
Gemüse vorziehen ist ganz einfach

Bis Gemüse auf dem Balkon, der Terrasse oder im Freiland gepflanzt werden kann, dauert es noch eine ganze Weile, denn Anfang Mai stehen uns meistens noch die Eisheiligen bevor. Frostempfindliches Gemüse sollten Sie deshalb erst ab Mitte Mai ins Beet setzen. Trotzdem können Sie schon einiges an Vorarbeit leisten und ab Februar/März einige Gemüsepflanzen auf der Fensterbank vorziehen. So haben die Pflänzchen später schon einen großen zeitlichen Vorsprung, so dass die Ernte auch früher erfolgen kann.

Es ist dabei grundsätzlich zu empfehlen, das Gemüse aus Saatgut vorzuziehen. Sobald die Jungpflanzen dann ins Freiland können, sind sie schon recht robust und weniger anfällig. Nun wissen Sie also, warum das Vorziehen von Gemüsepflanzen so gut ist. Jetzt erklären wir Ihnen auch noch, welche Gemüsesorten sich dazu besonders gut eignen und wie Sie das Vorziehen richtig umsetzen.

Welche Gemüsesorten lassen sich im Haus vorziehen?

Auf der Fensterbank sollten Sie in erster Linie Gemüsesorten vorziehen, die viel Wärme benötigen, da sie ursprünglich aus wärmeren Gefilden stammen. Meistens handelt es sich dabei um Tomaten und Paprika. Doch auch anderes mediterranes Gemüse wie Auberginen, Peperoni, Chili oder Zucchini bekommt eine Vorkultur im Innenraum gut. Doch Sie können noch viel mehr Gemüsesorten auf der Fensterbank vorziehen, wie zum Beispiel Pflücksalat, Kräuter, Kohl oder Gurken.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Wann Sie die einzelnen Gemüsesorten aussäen sollten, hängt immer davon ab, wie lang die Wachstumsperiode der Gemüsesorte ist. Hier eine kleine Übersicht, wann welche Gemüsesorten ausgesät werden sollten.

➤ Aussaat im Februar:

Zu den Pflanzen mit einer langen Kulturzeit zählen beispielsweise Auberginen, Paprika, Chili und Peperoni. Diese sollten Sie deshalb schon ab Anfang Februar in Anzuchttöpfen aussäen. Ab Mitte Februar können dann Salat, Sellerie, Lauch und Kohlrabi folgen. Das Gleiche gilt für einige Kräuter wie Kerbel, Petersilie, Basilikum und Dill.

➤ Aussaat im März:

Die meisten Gemüsesorten sollten Sie dann ab März auf der Fensterbank kultivieren, da sie wesentlich schneller wachsen als die zuvor genannten Sorten. Tomaten machen meistens den Anfang, auch alle Kohlsorten kommen ab Anfang März auf die Fensterbank. Bei Zucchini und Gurken sollten Sie noch bis Ende des Monats warten.

Anleitung für das Vorziehen auf der Fensterbank

Für das Vorziehen von Gemüse auf der Fensterbank benötigen Sie kleine Töpfe (gibt es im Handel spezielle für die Anzucht) und auch eine gute Aussaat- oder Anzuchterde, damit die Pflanzen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt sind. Und natürlich benötigen Sie auch noch Gemüsesamen. Haben Sie alles besorgt, dann kann es losgehen.

❃ Schritt 1:

Füllen Sie die Anzuchtschalen bzw. Blumentöpfe mit der Anzuchterde.

❃ Schritt 2:

Nehmen Sie nun die Samentüten zur Hand und verteilen Sie die Samen. Bei Tütchen mit kleinem Saatgut einfach eine Ecke der Tüte abreißen und anschließend mit Klopfbewegungen kleine Mengen der Samen auf die Erde streuen. Große Samen können Sie hingegen einfach in Ihre Hand streuen und verteilen.

❃ Schritt 3:

Den feinen Samen sollten Sie anschließend nur ganz behutsam in die Erde drücken. Größere Körner sollten Sie hingegen immer mit einer ganz dünnen Schicht Erde bedecken.

❃ Schritt 4:

Damit die Samen nun optimal keimen können, müssen Sie die Erde schön feucht halten. Also die Erde anschließend leicht mit Wasser besprühen und mit einer durchsichtigen Plastiktüte, Frischhaltefolie oder einer Glasscheibe abdecken. Zudem sollten Sie die Anzuchttöpfe nun auch in einen Raum stellen, der schön warm ist.

Wichtig:

Achten Sie immer darauf, dass die Erde schön feucht bleibt. Also zwischendurch immer mal wieder mit Wasser besprühen und wieder abdecken.

❃ Schritt 5:

Wenn sich die ersten Laubblätter zwischen den Keimblättern bilden, müssen Sie die Pflanzen vereinzeln (das nennt man auch Pikieren). Das Vereinzeln gelingt Ihnen dabei mit einem speziellen Pikierstab am besten. Die Sämlinge müssen Sie dann einzeln in größere Töpfe setzen. Dabei den Wurzelansatz vorsichtig in die Erde drücken.

Ist das erledigt, müssen Sie die jungen Pflänzchen nur noch angießen und an einen warmen und hellen Ort stellen. Dort können die Pflanzen dann so lange bleiben, bis es Zeit ist, sie ins Freie zu pflanzen.


Foto1: © Tatiana Orel - Fotolia.com

1 KOMMENTAR

  1. Hallo, ich freue mich über die Tipps. und ich habe auch eine Frage.
    Ich habe Topinamburknollen, die ich in feuchter Kokoserde vorziehe, geht super. Kann ich Topinambur mit Kaffeesatz düngen? Möchte eine zeitige, gute Ernte haben.
    Gruß Bärbel

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