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Gemüse einlagern

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Nicht alle Gemüsesorten müssen nach der Ernte gleich verarbeitet werden. Viele sind sogar über Monate lang haltbar. Allerdings nur dann, wenn Sie sie richtig lagern.

gemüse einlagern Tipps
Gemüse einlagern ist keine Kunst

Wenn Sie in Ihrem Garten Gemüse anbauen, können Sie im Herbst reichlich ernten. Dann ist die Speisekammer meist enorm voll und beinhaltet so viel, dass Sie davon lange etwas zu essen haben. Aber auch nur dann, wenn Sie das Gemüse richtig lagern. Darauf sollten Sie achten, denn Sie können die Lagerzeit um einiges verlängern. Wer hat schließlich schon Lust, nach der Ernte zwei Wochen lang nur Gemüse zu essen?

Vorbereitung auf die Einlagerung

Spätestens, wenn starke Nachtfröste angesagt sind, sollten Sie Ihr Gemüse ernten. Passen Sie dabei auf, dass Sie das Gemüse nicht beschädigen, denn beschädigtes Gemüse ist nicht lange lagerfähig. Klopfen Sie anschließend die Erde etwas ab und entfernen Sie bei Wurzel- und Knollengemüse die Blätter. Lassen Sie aber immer kurze Blattansätze stehen. Waschen Sie das Gemüse anschließend auf keinen Fall und lagern Sie nur Gemüse ein, dass weder Faulstellen noch Verletzungen aufweist.

Kleiner Tipp:
Das Grün von Karotten, Kohlrabi, Sellerie und Roter Beete sollten Sie nicht einfach wegwerfen. Wenn Sie, Nachbarn oder Freunde, Nagetiere zuhause haben, dann ist das für die Viecher ein gefundenes Fressen.

Wo sollte man das Gemüse lagern?

Gemüse sollten Sie kühl einlagern. Am besten in Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, denn das Gemüse verliert bei der Einlagerung Wasser. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Winterlager mindestens 80 Prozent betragen. Die ideale Temperatur sollte zudem nicht über 10 Grad liegen. Der Keller bietet sich deshalb förmlich als Winterlager an. Sie können das Gemüse aber auch in Erdmieten bzw. Erdkammern lagern. Mehr dazu gleich.

Zwiebeln und Knoblauch lagern Sie hingegen am besten auf dem Dachboden, da diese Gemüsesorten eine niedrige Luftfeuchtigkeit benötigen. Flechten Sie das eingetrocknete Laub dazu einfach zu Zöpfen zusammen und hängen Sie sie an einer Schnur oder Wäscheleine auf.

Wie wird Gemüse richtig eingelagert?

❍ Möglichkeit 1:

Gemüse können Sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise einlagern. Wurzel- und Knollengemüse können Sie z.B. in Holzkisten mit feuchten Sand lagern. Kohlköpfe sollten Sie hingegen lieber in Packpapier einschlagen und in Holzkisten lagern. Ebenso können Sie Kartoffeln in Holzkisten lagern.

❍ Möglichkeit 2:

Wenn Sie keinen Keller haben, können Sie das Gemüse auch in Erdmieten lagern. So wird’s gemacht:

  1. Graben Sie im Garten eine etwa 50 Zentimeter tiefe Mulde aus.
  2. Kleiden Sie das Loch zum Schutz gegen Wühlmäuse mit feinmaschigem Draht aus.
  3. Bedecken Sie den Draht dann mit einer hohen Schicht Sand.
  4. Legen Sie das Gemüse (Knollen-, Wurzelgemüse, Kartoffeln) schichtweise hinein.
  5. Decken Sie das Gemüse ebenerdig mit Stroh ab.
  6. Breiten Sie über der Erdmiete ein Kunststoffvlies aus.

Heben Sie das Vlies an sonnigen Wintertagen auch mal an, damit sich das Innere nicht zu stark erwärmt.

❍ Möglichkeit 3:

Haben Sie einen Behälter aus rostfreiem Metall oder aber aus Kunststoff, den Sie entbehren können? Dann funktionieren Sie diesen einfach als Erdkammer um. So wird’s gemacht:

  1. Bohren Sie zur Belüftung dicht unterhalb des Randes und in den Boden Löcher.
  2. Graben Sie den Behälter nun bis kurz unterhalb der Löcher in den Boden ein.
  3. Anschließend das Gemüse schichtweise einfüllen und mit einem Deckel verschließen.
  4. Abschließend mit Tannenreisig abdecken, um den Behälter vor der Kälte zu isolieren.

Wichtig bei allen Varianten ist, dass Sie das Gemüse niemals zusammen mit Äpfeln und anderem Obst lagern, denn Früchte verströmen das Reifegas Ethylen und das wiederum sorgt bei Gemüse dafür, dass es schneller reift und dementsprechend auch schneller ungenießbar wird.


Foto1: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

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