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Grabgestaltung mit Kies: Möglichkeiten & wichtige Hinweise im Überblick

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Ein Grab zu pflegen kann sehr zeit- und kostenintensiv sein. Nicht aber, wenn Sie es mit Kies gestalten. Dann ist das Grab viel leichter zu pflegen.

Kies ist nicht auf jedem Friedhof erlaubt
Kies ist nicht auf jedem Friedhof erlaubt
Bei der Gestaltung und Pflege einer Grabstätte kommt es auf mehrere Faktoren an: Wie groß ist die Fläche? Wie hoch soll der Pflegeaufwand sein? Legen Sie Wert auf eine Bepflanzung oder finden Sie eine Optik mit Steinen und Kies schöner? Kies ist vor allem immer dann empfehlenswert, wenn Sie den Pflegeaufwand gering halten möchten. Außerdem können Sie ihn in vielen verschiedenen Variationen verwenden. Sie können damit z.B. das komplette Grab gestalten oder aber auch nur Teilflächen zwischen Solitärpflanzen verschönern. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wichtig: vorher bei der Friedhofsverwaltung erkundigen

Bevor Sie mit der Planung beginnen, erkundigen Sie sich bei der Friedhofsverwaltung nach den Regeln. Leider ist die Verwendung von Kies nicht auf allen Friedhöfen erlaubt. Wenn Sie Kies einsetzen dürfen, gelingt Ihnen damit eine optisch sehr ansprechende Gestaltung mit einem geringen Pflegeaufwand. Wenn Sie es einfach machen und es nicht erlaubt ist, müssen Sie den Kies eventuell wieder entfernen.

Das sollten Sie bei Ihrer Planung beachten

Betrachten Sie das Grab wie einen kleinen Garten, in dem Ruhe und Frieden die vorherrschenden Elemente sind. Wenn Sie mit der Planung beginnen, denken Sie auch daran, was dem Verstorbenen gefallen hätte. Das Grab ist eine Erinnerungs- und Gedenkstätte. Es soll Würde und Persönlichkeit ausstrahlen.

Wählen Sie den Kies so aus, dass er zum Grabstein und zur Umgebung passt. Reinweiße Marmorkiesel wirken oft sehr hart und kalt, besser sind naturfarbene oder graue Töne. Damit die Fläche nicht zu eintönig wirkt, können Sie mit verschieden großen Steinen und Mehrfarbigkeit arbeiten. Denken Sie an einen Steckplatz für eine Vase oder für ein Grablicht, wenn Ihnen diese beiden Elemente wichtig sind.

So kann die Gestaltung mit Kies aussehen

Möglichkeit 1 – gesamte Oberfläche mit Kies gestalten:

Kies auf Grab

Als Vorbereitung müssen Sie die Erde gründlich von eventuellem Unkraut säubern. Anschließend die gesamte Fläche mit Folie auslegen. Damit verhindern Sie, dass weiteres Unkraut nachwächst. Bei dieser Variante sollte die Umrandung aus größeren Steinen oder Steinplatten bestehen, damit der Kies nicht auf die angrenzende Fläche fällt. Dann legen Sie die Grabfläche mit größeren Steinen und/oder Kieselsteinen aus. Sie erzielen damit eine ruhige Optik, die an die Ausstrahlung eines japanischen Zen-Gartens erinnert.

Möglichkeit 2 – Kies zwischen Pflanzen verteilen:

Grab mit Kies

Eine Bepflanzung mit wenigen, ausgewählten Pflanzen und Kiesflächen dazwischen sieht ebenfalls sehr gepflegt aus. Wählen Sie dazu Pflanzen, die einen geringen Pflegeaufwand haben, denn dann ist das Grab immer in einem guten Zustand. Gut geeignet sind z.B. Polsterstauden und Gräser, die sich nicht übermäßig vermehren. Viele Gräserarten sehen auch im Winter dekorativ aus, sodass das Grab keinen tristen Eindruck macht.

Wenn Sie zwischendurch blühende Pflanzen auf dem Grab arrangieren möchten, ist ein Platz für eine Vase oder auch eine integrierte Steinplatte empfehlenswert. Darauf können Sie eine Schale mit wechselnder Bepflanzung stellen: Tulpen und Stiefmütterchen im Frühjahr, Zwergrosen im Sommer und Erika im Herbst bringen Abwechslung in die Grabgestaltung.

Auch bei dieser Variante müssen Sie die Erde vorher von Unkraut befreien. Anschließend überall dort, wo Kies liegen soll, Folie auslegen.

Zusammenfassung:

  • bei der Friedhofsverwaltung nachfragen, ob Kies erlaubt ist
  • Erde unter den Kieselsteinen mit Folie abdecken
  • Kies und Steine passend auswählen, eventuell mit einer Steinplatte kombinieren
  • Steckplätze für Vase und Grablicht festlegen

Foto1: © Petra Beerhalter - Fotolia.com, Foto2: © Petra Beerhalter - Fotolia.com, Foto3: © Petra Beerhalter - Fotolia.com

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