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Granatäpfel anbauen – So wird’s gemacht

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Sie möchten eine exotische Frucht im Garten anpflanzen? Wie wäre es denn, wenn Sie z.B. Granatäpfel anbauen. Wie das geht, verraten wir Ihnen hier.

Frucht der Schönheit: der Granatapfel
Frucht der Schönheit: der Granatapfel

Granatäpfel sind sehr gesund

Der eigentlich recht robuste Granatapfelbaum wird hierzulande weitgehend als Kübelpflanze im Wintergarten oder Gewächshaus gehalten. Sie können Ihren Granatapfelbaum in den Sommermonaten aber auch problemlos ins Freiland stellen.

Darüber hinaus gilt seine Frucht in der Kosmetikbranche als schönheitsfördernd und in der Homöopathie als sehr gesundheitsfördernd. Schon ein Glas Granatapfelsaft pro Tag verbessert deutlich die menschliche Durchblutung.

Wer also sich und somit seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der sollte einfach mal Granatäpfel anbauen.

Anbau

Samen-Zucht:

Aus dem Inneren der Granatapfelkerne (Samen) können Sie selbstverständlich wieder neue Bäumchen heranziehen. Für diesen Zweck müssen Sie die Kerne aus der Frucht herausnehmen, säubern (z.B. unter heißem Wasser), aufbrechen und den Samen sofort wieder in neue Erde (idealerweise hierfür Torf oder Anzuchterde verwenden) einsäen.

» Tipp:

Die sofortige Aussaat hat den Vorteil, dass die Granatapfelkerne ihre Keimfähigkeit nicht verlieren.

Nutzen Sie für die Samenzucht die Granatapfelkerne
Nutzen Sie für die Samenzucht die Granatapfelkerne

Während des doch langen Keimens (ca. 12 Wochen) sollte die Erde niemals an Feuchtigkeit verlieren. Zudem sollte die Zimmertemperatur nicht unter 20 Grad sinken.

Stecklinge:

Selbstverständlich können Sie Granatäpfel aber auch aus Stecklingen älterer Pflanzen heranziehen. Hierfür müssen Sie lediglich im Frühjahr einen noch blattlosen, jedoch dornigen Seitentrieb abschneiden und in ein Glas lauwarmes Wasser stellen.

Sobald sich dabei neue, sehr feine Wurzeln gebildet haben, können Sie den Steckling in frische Erde (auf ein Sand-Torf-Gemisch zurückgreifen) eintopfen.

Pflege

Standort und Gießen:

Granatapfelbäumchen (maximale Wuchshöhe bis zu ca. 5 Meter) benötigen sehr viel Wärme, Sonne und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Trotzdem können Sie die Bäumchen vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein an einen windgeschützten Sonnenstandort im Garten stellen. Dort sollten Sie diese dann auch regelmäßig gießen, weil Granatapfelbäume einen relativ hohen Wasserbedarf haben – hierbei aber bitte Staunässe vermeiden!

Granatapfelbäumchen benötigen viel Sonne
Granatapfelbäumchen benötigen viel Sonne

Überwinterung:

Zur Überwinterung müssen Sie die blattlosen Granatapfelbäumchen immer hereinholen und bei ca. 5 Grad ohne direkten Lichteinfluss halten. Gießen sollten Sie die Bäumchen dann nur noch mäßig, damit sie nicht völlig austrocknen.

Granatäpfel düngen:

Eine Düngung ist jährlich in der Wachstumsphase – von ca. April bis August – alle 3 Wochen empfehlenswert. Es bietet sich an, hierfür Flüssigdünger zu verwenden. Während der Ruhephase sollten Sie auf die Gabe von Dünger jedoch generell verzichten.

» Tipp:

Wenn Sie die Granatäpfel als Topfpflanzen halten, sollten Sie diese ca. alle zwei Jahre umtopfen.

Ernte

Meist können Granatäpfel nur von älteren Pflanzen geerntet werden. Zumal sie sich mit der Bildung von Früchten in unseren Breitengraden sowieso recht schwer tun. Erntezeit ist jedoch grundsätzlich ab ca. Juli bis August, wenn sich die Schale orangerot färbt und leicht rissig wird.

Ernten können Sie Granatäpfel ab ca. Juli
Ernten können Sie Granatäpfel ab ca. Juli

» Tipp:

Ein wahrer Genuss ist es, in den reifen, leicht gekühlten Granatapfel ein Loch zu bohren und den Fruchtsaft direkt heraus zu trinken.


Foto1: © volff - Fotolia.com, Foto2: © Henry Bonn - Fotolia.com, Foto3: © Rafael Ben-Ari - Fotolia.com, Foto4: © Rafael Ben-Ari - Fotolia.com

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