Start Gartenpflege Gründüngung mit Klee: So machen Sie Gartenböden fit

Gründüngung mit Klee: So machen Sie Gartenböden fit

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Den Gartenboden verbessern und das ganz ohne chemische Dünger oder Kompost? Das geht! Alles, was Sie dafür brauchen, sind Kleesamen und diese Anleitung zur Gründüngung.

Beet mit Klee
Beet mit Klee

Die meisten Gartenböden sind von Natur aus nicht gerade ideal, um darauf erfolgreich Obst und Gemüse anzubauen. Natürlich wachsen die meisten Pflanzen auf fast jedem Untergrund, doch wenn dieser optimal mit Nährstoffen versorgt ist, können Sie den Ertrag ganz beträchtlich steigern. Und genau diese Nährstoffe sollten Sie dem Boden über Dünger zuführen. Doch Finger Weg von chemischen Düngemitteln! Setzen Sie lieber auf eine Gründüngung mit Klee!

Vorteile der Gründüngung

Dünger gibt es im Handel für die unterschiedlichsten Pflanzen. Doch gerade wenn es um das Thema Obst- und Gemüseanbau geht, sollten Sie natürlichen Dünger bevorzugen. Allen voran die Gründüngung, denn diese kann wesentlich mehr als normaler Dünger. Die Pflanzen bilden z.B. im Boden Wurzeln aus, so dass dieser tiefgründig gelockert wird. Außerdem bildet die Bepflanzung nach einer gewissen Zeit eine dichte Decke aus und kann dadurch einer Verschlämmung der Erde entgegenwirken. Zudem unterdrückt die Pflanzendecke das Wachstum von Unkräutern.

Aber das ist noch längst nicht alles. Nach dem Mähen der Fläche können Sie die Pflanzen sogar auf dem Erdboden liegen lassen, denn so bildet sich eine gute Mulchschicht. Der Boden wird besser durchlüftet, wodurch auch das Bodenleben aktiviert wird und der Anteil an Humus steigt. Durch die Lockerung und verbesserte Durchlüftung ist der Boden obendrein noch in der Lage, mehr Wasser zu speichern. (Lesetipp: Bodenverbesserung durch Gründüngung – Schritt für Schritt erklärt)

Klee zur Gründüngung einsetzen

Der Klee gehört zu den schnellwachsenden Pflanzen, die Sie zur Gründüngung einsetzen können. Er bietet sich neben Lupinen vor allem zur Bepflanzung von mittleren bis lehmigen Untergründen an. Die Wurzeln können bis zu zwei Meter tief reichen, was eine tiefgründige Lockerung des Bodens bewirkt.

Außerdem lebt der Klee mit verschiedenen Bodenbakterien in einer Gemeinschaft, die sich an den Wurzeln der Pflanze festsetzen und Stickstoff aus der Luft hineinschleusen. In der Folge erhöht sich der Gehalt an Stickstoff in der Erde, der vom Regen nicht so schnell ausgewaschen werden kann.

Anleitung zur Gründüngung mit Klee

➤ Schritt 1:

Beim Klee gibt es verschiedene Sorten, von denen einige sogar winterhart sind. Es ist in der Regel jedoch ganz egal, ob Sie sich für eine winterharte oder eine nicht winterharte Sorte entscheiden. Mit beiden lässt sich eine Gründüngung gleich gut durchführen. Kaufen Sie also zunächst einmal ein passendes Produkt.

➤ Schritt 2:

Sobald Sie die Beete spätestens im Herbst abgeerntet haben, kann die Gründung erfolgen. Dafür müssen Sie die Beete zunächst einmal so vorbereiten, als wollen Sie Rasen aussäen. Lediglich das Einebnen entfällt. (Lesetipp: Rasen neu anlegen in 6 Schritten)

➤ Schritt 3:

Haben Sie sich für einen winterharten Klee entschieden, so können Sie diesen einfach über den Winter stehen lassen. Er friert dann noch vor der Reife der Samen ab. Die Reste sollten Sie dann erst im Frühjahr abmähen und flach in den Boden einarbeiten.

Haben Sie sich für eine Kleesorte entschieden, die nicht winterhart ist, müssen Sie die Pflanzen noch vor der Samenreifen abmähen. Anschließend lassen Sie das Mähgut dann als Mulchschicht auf dem Boden liegen, wo es verrottet. Die Reste können Sie dann einfach im Frühjahr mit in den Boden einarbeiten.

➤ Schritt 4:

Etwa drei bis vier Wochen nach dem Einarbeiten des Klees in den Boden (also im Frühjahr), können Sie Ihre Beete dann neu bepflanzen.


Foto1: © VRD - Fotolia.com

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