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Heilige Kräuter der Kelten: Diese 4 Pflanzen gehören dazu

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Was die Kelten als „heilige Kräuter“ bezeichneten, nennen wir heute „Heilkräuter“. Vier der bekanntesten heiligen Kräuter stellen wir Ihnen hier einmal genauer vor.

Mädesüß
Mädesüß

Als magische Kräuter der Kelten werden Mädesüß, Eisenkraut, Mistel und Brunnenkresse beschrieben. Laut den keltischen Druiden, sprich also den Vorreitern von Kräuterwissen und Volksheilkunde, sollen diese vier Kräuter besondere Kräfte haben, worin also auch der Grund für die Bezeichnung „heilige Kräuter der Kelten“ liegt.

Was die Kelten früher als „besondere Kräfte“ beschrieben, würden wir heute wohl eher als Heilwirkung bezeichnen, denn die vier Kräuter sind allesamt Heilmittel, mit denen sich die unterschiedlichsten Beschwerden und Leiden bekämpfen lassen. Nachfolgend möchten wir Ihnen die vier bekanntesten heiligen Kräuter der Kelten einmal etwas genauer vorstellen und Ihnen die Bedeutung jeder einzelnen Pflanze für die Kelten nennen.

4 heilige Kräuter der Kelten im Detail

➤ Mädesüß:

Das in Europa beheimatete Mädesüß gehört zu den besonders duftenden Rosengewächsen und wurde einst vorwiegend zum Süßen und Aromatisieren von Wein verwendet. Seine weißen Blütendolden erinnern stark an die Dolden des Holunders, weshalb diese beiden Pflanzen oftmals in der Natur verwechselt werden.

Tipp:

Aus den Blütendolden lässt sich ein aromatisches Teegetränk herstellen, das vor allem bei Durchfallerkrankungen heilsam wirkt. Aber auch Sirup lässt sich aus den Blütendolden herstellen. Die Blütendolden werden zudem auch zum Aromatisieren von süßen Fruchtspeisen verwendet, wobei sie einen leicht nussähnlichen Geschmack erzeugen.

Die Kelten nutzten einst die komplette Duftpflanze als Färbemittel für ihre Stoffe. Auch wurde Mädesüß zur Abwehr von Geistern und Dämonen in Haus und Stall aufgehängt.

➤ Eisenkraut:

Eisenkraut
Eisenkraut

Das Eisenkraut, das im Volksmund gerne auch als Wunschkraut oder Sagenkraut tituliert wird, verfügt über eine sehr feine, fliederfarbige Blüte, die ihre Pracht von Mai bis in den Oktober hinein entfaltet. Voraussetzung hierfür bildet ein sonniger, windgeschützter Standort, der über einen besonders nährstoffreichen Boden verfügt.

Die Kelten verbanden mit dem Eisenkraut, das sie selbst als Druidenkraut bezeichneten, unterschiedlichste Formen ihres Aberglaubens, wie z.B. Weissagung, magische Kräfte, usw. Gesammelt wurde diese heilige Zauberpflanze dabei immer nur in finsterer Nacht, wenn sogar der Mond dunkel war.

➤ Mistel:

Mistel
Mistel

Misteln gehören zu den wirklich interessanten Schmarotzerpflanzen, die einjährig oder zweijährig auf Bäumen oder Sträuchern wachsen. Ihre Äste verzweigen sich dabei sehr stark in den Wirtspflanzen, um genügend Wasser und Nährstoffe abzubekommen. Auch entwickeln sie im Laufe einer Saison männliche und weibliche gelbe Blüten, die sich nach einer erfolgreichen Insektenbestäubung und gegenseitiger Befruchtung in weiße, gelbe oder rote Beerenfrüchte umwandeln.

Die Kelten verehrten die einst sehr selten vorkommende Mistel und den Baum, auf welchem sie wächst, als heilige Pflanze, weil sie angeblich sogar Vergiftungen heilen konnte, wenn man aus ihr einen besonderen Trank herstellte. Abgeschnitten werden durfte diese generell wichtigste Pflanze der Kelten ausschließlich nur von einem Priester in weißem Gewand und mit einem goldenen Messer.

Mistelzweige haben aber auch in unserem Kulturkreis eine besondere Bedeutung, weshalb sich zahlreiche Verliebte noch immer unter einem Mistelzweig küssen, was wiederum zu einem besonderen Liebesglück führen soll.

➤ Brunnenkresse:

Brunnenkresse
Brunnenkresse

Die ebenfalls weiß blühende Brunnenkresse zählt zu den Sumpfpflanzen, weshalb sie die Nähe von Bächen, Flüssen, Teichen und Tümpeln bei ihrer Standortwahl stark bevorzugt. Das wintergrüne, vitaminreiche und mineralstoffreiche Gewächs kann immer nur frisch in der Küche verarbeitet werden, wobei es saisonal sehr lange zur Verfügung steht. Die Nutzung ist dabei ähnlich der Gartenkresse, weshalb die Brunnenkresse zumeist Salate und Suppen, sowie Brotaufstriche mit ihrem leicht scharfen Geschmack verfeinern kann.

Den Kelten diente die Brunnenkresse überwiegend als Aphrodisiakum! Und sie wird als heilige Pflanze verehrt, weil sie angeblich dafür sorgen konnte, dass die magischen Kräfte des Wassers erhalten blieben.


Foto1: © Heike Rau - Fotolia.com, Foto2: © Tommy Windecker - Fotolia.com, Foto3: © PhotoSG - Fotolia.com, Foto4: © silencefoto - Fotolia.com

1 KOMMENTAR

  1. Das von Ihnen dargestellte Eisenkraut ist ganz sicher nicht das heilige Kraut der kelten. Es handelt sich vielmehr um das Argentinische Eisenkraut, dass in unseren Gärten als Zierpflanze wächst. Das einheimische Eisenkraut hat unscheinbare kleine weiße Blüten, die auch nicht in Dolden wachsen.

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