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Hibiskus richtig schneiden

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Der blühfreudige Hibiskus ist aus den Gärten kaum noch wegzudenken. Damit er so blühfreudig bleibt, muss er jedoch regelmäßig geschnitten werden. Doch wann? Und wie?

Der Hibiskus muss auch mal ausgelichtet werden
Der Hibiskus muss auch mal ausgelichtet werden

Beim Hibiskus handelt es sich um ein blühfreudiges Gehölz, das aufgrund seiner Blüten bei den Gärtnern sehr beliebt ist. Diese blühen schließlich nicht nur in den unterschiedlichsten Farben, sie leuchten zudem auch noch richtig intensiv. Und das von Juli bis weit in den Oktober hinein.

Das beste ist jedoch, dass sich der Hibiskus nicht nur als Zimmerpflanze halten lässt. Sie können ihn auch als Sichtschutz oder Hecke anpflanzen oder aber auch als Hochstamm erziehen. Damit sich die Pflanze jedoch jedes Jahr sehr blühfreudig zeigt, müssen Sie den Hibiskus regelmäßig zurückschneiden. Auch wenn es schwer fallen sollte, die Erfolge, die Sie damit erzielen, können sich sehen lassen. Also scheuen Sie sich nicht die Gartenschere zu zücken. Bevor Sie das jedoch tun, müssen Sie wissen, welchen Schnitt Sie vornehmen wollen, denn man unterscheidet zwischen Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt und Verjüngungsschnitt. Außerdem lässt sich der Hibiskus durch den Schnitt auch zum Hochstamm erziehen.

Schnittzeitpunkt und -varianten im Überblick

Bevor Sie die Schere ansetzen, gilt es erst einmal zu klären, wann der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist. Prinzipiell liegen Sie hier immer richtig, wenn Sie die Schere im Frühjahr, am besten im März ansetzen, denn dann ist die Gefahr von Nachtfrösten vorbei. Bitte keinesfalls im Herbst schneiden, denn die kalten Temperaturen könnten die Pflanze sonst absterben lassen.

Erziehungsschnitt:

Bei diesem Schnitt müssen Sie alle kranken, schwachen und abgestorbenen Triebe entfernen. Kürzen Sie die Äste dabei bis auf die letzten zwei Knospen ein. So wird die Kraft dann in die stärkeren Äste geleitet. Machen Sie das jedes Jahr aufs Neue, werden Sie bald mit einer schönen Krone belohnt.

Erhaltungsschnitt:

Hat der Hibiskus mit der Zeit eine schöne Krone bekommen, müssen Sie diese nur noch erhalten, sprich also den so genannten Erhaltungsschnitt durchführen. Dabei können Sie dann prima Einfluss auf die Wuchsform nehmen. Entfernen Sie alte, kranke und verdorrte Zweige und schneiden Sie zu groß gewordene und schwache Äste einige Augen zurück.

Manchmal kann es auch vorkommen, dass der Hibiskus etwas unregelmäßig oder einseitig wächst. Dann ist es ratsam die unerwünschten Triebe an der Basis zu entfernen.

Verjüngungsschnitt:

Ist der Hibiskus im Laufe der Jahre zu groß geworden, dann kann hier ein Verjüngungsschnitt Abhilfe schaffen. Entfernen Sie dazu zunächst alle veralteten und abgestorbenen Triebe. Anschließend müssen Sie die restlichen Triebe um etwa zwei Drittel einkürzen.

Hibiskus zum Hochstamm erziehen:

Möchten Sie den Hibiskus zum Hochstamm erziehen, dann sollten Sie vorher wissen, dass dies ein mehrjähriger Prozess ist. Wenn Sie Geduld dazu haben, dann gehen Sie wie folgt vor:

Kürzen Sie die seitlichen Zweige direkt nach dem Pflanzen des Hibiskus auf zwei bis drei Knospen ein. Den Hauptstamm können Sie hingegen vollkommen außer Acht lassen. In den nachfolgenden Jahren müssen Sie alle seitlichen Verzweigungen ab Anfang Februar auf eine Knospe einkürzen. Den Leittrieb müssen Sie hingegen auf sechs Augen einkürzen.

Hat der Hibiskus im Laufe der Jahre die gewünschte Höhe erreicht, dann müssen Sie zunächst einmal die kräftigsten Äste auf wenige Knospen zurückschneiden. Anschließend den Stamm in die gewünschten Höhe einkürzen und unten herum alle seitlichen Triebe entfernen.

Hier noch ein paar weitere Tipps zur Pflege:


Foto1: © MarcosADPereira – pixabay

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