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Koniferen überwintern – So überstehen auch Jungpflanzen die Winterzeit

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Koniferen sind winterharte Pflanzen und benötigen normalerweise keinen besonderen Schutz. Besondere Vorsicht gilt allerdings bei Jungpflanzen und in Kübeln eingepflanzte Koniferen.

Koniferen überwintern – So überstehen auch Jungpflanzen die Winterzeit
Koniferen verlieren über die Nadeln viel Feuchtigkeit
Koniferen haben sich längst an die Jahreszeiten angepasst. Größere Bäume, Koniferen mit einem bereits vorhandenen und angewachsenen Wurzelballen, sowie länger angepflanzte Thuja benötigen keinen zusätzlichen Schutz, um selbst kalte Winter zu überstehen.

Jungkoniferen und frisch eingesetzte Bäume hingegen müssen vor dem Winter mit einem gewissen Schutz versehen werden. Wir erklären Ihnen, wie Ihre Konifere gut über den Winter kommt.

Koniferen im Freiland überwintern

Ältere Koniferen, die bereits seit mehreren Monaten eingepflanzt sind und sich gut verwurzelt haben, benötigen keinerlei Schutz, um selbst die kältesten Wintermonate zu überstehen. Allerdings ist es notwendig, ihnen zwischendurch Wasser zukommen zu lassen. Ist der Winter sehr trocken, sollten Sie frostfreie Tage nutzen und das Erdreich wässern. Gerade die immergrünen Koniferen verlieren über die Nadeln Feuchtigkeit, die sie in trockenen Wintern kaum ausgleichen können.

Jüngere Gewächse, Jungkoniferen und zum Herbst hin eingepflanzte Exemplare benötigen hingegen einen Schutz vor Frost. Am besten umhüllen Sie die Nadeln mit Vlies und stülpen einen Jutesack über die Konifere. Durch die Poren des Sackes kann die Konifere atmen, zudem bildet sich kein Kondenswasser unter der Haube, durch das die Konifere schimmeln könnte. Das Erdreich um den Stamm decken Sie mit Laub, Reisig und Stroh ab.

» Tipp: Auch bei Jungpflanzen im Garten gilt, dass Sie sie in trockenen Wintern gießen müssen. Achten Sie jedoch darauf, die Koniferen nur an frostfreien Tagen anzugießen.

Koniferen im Kübel überwintern

In Kübeln eingepflanzte Koniferen können das ganze Jahr über im Freien verbleiben. Es ist nicht notwendig, dass Sie sie in den Keller oder die Garage räumen. Da selbst winterharte Kübelpflanzen geringere eigene Schutzmöglichkeiten gegen die Kälte und den Frost haben, müssen Sie dafür Sorge tragen, dass die Pflanzen keinen Schaden nehmen.

Jungpflanzen besonders gut schützen

Grundsätzlich können Sie sich an die Pflegetipps für junge Koniferen halten. Ist die Kübelpflanze bereits seit einigen Jahren im Kübel und schneiden Sie sie regelmäßig zurück, können Sie jedoch auf das Schutzvlies und den Jutesack verzichten. Anderenfalls wickeln Sie wieder Vlies um die nadeligen Äste und stülpen einen Jutesack über die Konifere.

Erdreich vor Kälte schützen

Wichtiger ist, das Erdreich gegen die Winterkälte zu schützen. Stellen Sie den Kübel möglichst ein wenig höher. Das gelingt, indem Sie Holzscheite oder auch eine dicke Schicht Styropor unter den Kübel legen. Luftpolsterfolie hat sich bewährt, um die Erde vor Durchfrostung zu bewahren. Wickeln Sie die Folie einfach direkt um den Kübel. Die Erde um den Stamm herum decken Sie wieder mit Stroh, Reisig oder altem Laub ab.

» Tipp: Haben Sie kein Laub zur Verfügung, können Sie auch eine dicke Schicht Sägespäne auf die Erde geben und mit Stroh abdecken. Nutzen Sie ruhig die Späne aus dem Tierbedarf. Stroh, mit Luftpolsterfolie abgedeckt oder mit Steinen beschwert, schützt die Erde gleichfalls vor Frost.

Gießen nicht vergessen!

Kübelpflanzen haben nicht den Luxus, aus dem tiefen Erdreich Feuchtigkeit zu ziehen. Daher gehen viele Kübelpflanzen im Winter ein. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Erde noch Feuchtigkeit besitzt, und gießen Sie sie an frostfreien Tagen. Bedenken Sie immer, dass immergrüne Koniferen selbst im härtesten Winter über das Nadelkleid Feuchtigkeit verlieren.


Foto1: © vilena krushinskaya - Fotolia.com

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