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Koniferen vermehren – So funktioniert’s mittels Stecklingen

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Koniferen können als Jungpflanzen mit einem fertigen Wurzelballen gekauft werden. Sie haben aber auch die Möglichkeit, aus bereits bestehenden Koniferen neue Exemplare zu ziehen.

Koniferen vermehren – So funktioniert’s mittels Stecklingen
Koniferen zu vermehren ist denkbar einfach
Gedeiht in Ihrem Garten bereits eine Hecke aus Koniferen, liegt es auf der Hand, dass Sie die Nadelgewächse nutzen, um Zöglinge anzuziehen. Das ist nicht einmal kompliziert, denn alles was Sie brauchen, haben Sie bereits zur Hand.

Sie müssen nur Ihre Koniferen betrachten und einzelne Zweige abschneiden, schon sind die Grundlagen gelegt.

Koniferen aus Stecklingen vermehren – So geht’s

Ansprüche an Zweigen & optimaler Zeitpunkt

Wer aus seinen vorhandenen Koniferen kleine Zöglinge ziehen möchte, der benötigt bestimmte Zweige der Pflanze.

Besonders gut geeignete Zweige sind:

  • Noch relativ jung
  • Nicht verholzt
  • Nicht direkt im Sichtfeld

Am besten nutzen Sie den Winter, um Stecklinge zu bilden. Die Pflanzen sind nun in einer Ruhephase und es schadet nicht, wenn Sie einzelne Triebe abschneiden. Wählen Sie zum Abtrennen eine scharfe Gartenschere oder ein Messer. Als Schnittpunkt eignet sich die Stelle des Triebs, an der das frische Holz in das alte Gehölz übergeht.

Stecklinge ansetzen und großziehen

Koniferen vermehren Sie stets über Stecklinge, also über junge Triebe, die Sie direkt in die Erde setzen und ausreichend pflegen, damit sich Wurzeln bilden. Gute Bedingungen zur Aufzucht sind wichtig, doch bei Koniferen nicht schwer zu erreichen.

Sie brauchen nur eine Aufzuchtschale für die Jungtriebe. Hierfür können Sie alte Blumentöpfe, einen kleinen Blumenkasten oder auch andere Schalen mit einer Tiefe von mindestens sechs Zentimetern wählen. Zudem empfehlen wir Komposterde, da diese ausreichend Nährstoffe besitzt. Alternativ können Sie normale Blumenerde mit etwas Dünger für Nadelhölzer (wie z.B. diesen hier) verwenden.

Alles Wichtige auf einen Blick:

  • Junge, noch nicht verholzte Triebe
  • Komposterde oder Blumenerde (mit Dünger)
  • Pflanzschale
  • Warmer Standort ohne Zugluft

Beginnen Sie mit der Vermehrung im frühen Winter. So haben die einzelnen Triebe ausreichend Zeit, um bis zum Frühjahr ein Wurzelwerk zu bilden. Wächst der Steckling gut an, können Sie ihn bereits im Frühjahr in einem Kübel auswildern oder gar direkt in den Garten setzen.

Pflege der Koniferen-Stecklingen

❶ Besonders gut gedeihen Koniferentriebe, wenn Sie sie in ein Erdgemisch aus Komposterde und Sand setzen. Der Sand lockert den Boden auf, sodass die sich neu bildenden Wurzeln Luft erhalten. Wichtig ist, dass der Boden zu keiner Zeit austrocknet. Koniferen sind gegenüber Trockenheit empfindlich und gerade junge Zöglinge stellen die Wurzelbildung bei mangelnder Wasserversorgung direkt ein.

❷ Wählen Sie für die Aufzuchtschale einen hellen Standort, der relativ warm ist. Zugluft vertragen die jungen Pflanzen nicht, die direkte Sonneneinstrahlung ist hingegen bei regelmäßiger Wässerung kein Problem.

❸ In den Wintermonaten kann es geschehen, dass sich Schimmel auf der Blumenerde bildet. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie die Koniferen zu viel gießen und dass der Standort zu kühl ist. Entfernen Sie den Schimmel nun einfach von der Erde und ändern Sie den Standort.

❹ Hat sich eine kräftige Wurzel gebildet, können Sie die Jungpflanze im zeitigen Frühjahr in den Garten setzen. Da die kleinen Bäume zwischen den großen Exemplaren oft untergehen, empfehlen wir Ihnen für die ersten Jahre das Pflanzen in einem Kübel oder einen einzelnen Standort.

Viel mehr müssen Sie bei der Vermehrung von Koniferen nicht beachten. Bedenken Sie nur, dass es einige Jahre dauert, bis aus einem kleinen Trieb ein großer Baum wird. Es nutzt daher nichts, Stecklinge zu ziehen, wenn Sie den Garten bereits im nächsten Jahr neu gestalten möchten. Wählen Sie in diesem Fall lieber Jungpflanzen aus einer Gärtnerei mit einem bereits bestehenden Wurzelballen.


Foto1: © pressmaster - Fotolia.com

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