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Koriander pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Koriander sollte in keinem mediterranen Garten fehlen. Hier deshalb einmal erklärt, wie Sie Koriander pflanzen und am besten pflegen sollten.

Koriander sollte in keinem mediterranen Garten fehlen
Koriander sollte in keinem mediterranen Garten fehlen

Koriander ist als Gewürzpflanze, wie auch der vietnamesische Koriander, recht beliebt in unseren Kräuterbeeten, zumal die Anzucht und die Pflege recht einfach zu gestalten ist. Koriander zählt aber nicht nur zu den Gewürzkräutern, sondern auch zu den Heilkräutern, da sein Samen bei Magenerkrankungen und Darmerkrankungen als krampflösend beschrieben wird. Es lohnt sich also doppelt dieses Kraut im Garten anzupflanzen. Gehen Sie dabei einfach wie folgt beschrieben vor.

Koriander pflanzen

» Koriander im Freiland pflanzen:

Den einjährigen Koriander können Sie im Halbschatten (für die Blatternte) sowie unter voller Sonne (für die Samenernte) anbauen. Die Aussaat im vorab möglichst mit Kompost gut versorgten Freilandbeet sollte jedoch nicht vor Mitte/Ende April erfolgen. Wobei er dann innerhalb von zumeist circa 2 Wochen erste Keimlinge hervorbringt. Aus einem Samenkorn erwachsen dabei in der Regel sogar 2 Keimlinge.

Tipp:

Bei starken Frosttemperaturen können Sie Koriander selbstverständlich auch auf dem Fensterbrett vorziehen und erst ab Mitte Mai ins Freiland pflanzen.

Sobald die Pflänzchen relativ stabil im Wachstum sind, müssen Sie den Koriander jedoch mit einem Abstand von circa 10 bis 15 Zentimetern einzeln verpflanzen. Die Jungpflanzen sollten Sie anschließend regelmäßig gießen, sprich ständig leicht feucht halten.

» Koriander im Topf pflanzen:

Des Weiteren können Sie Koriander auch problemlos als Topfkultur auf dem Balkon und der Terrasse anbauen. Hierbei empfiehlt es sich, der möglichst nährstoffreichen Topferde etwas Sand beizumischen. Weiterhin sollten die verwendeten Töpfchen über ein Drainagesystem verfügen, das Wasser gut ableitet.

Koriander richtig pflegen

» Gießen:

Ausgewachsenen Koriander sollten Sie durchwegs trocken halten, d.h. nur bei Bedarf mäßig gießen. Staunässe verträgt der Koriander zudem gar nicht.

» Unkraut jäten:

Während der Saison sollten Sie rund um den Koriander regelmäßig das Unkraut beseitigen und die Erde ein wenig auflockern. Eine Düngung ist in der Regel nicht mehr notwendig.

» Samenkörner sammeln:

Mitte Juni beginnt der bis zu circa 70 Zentimeter hochwachsende Koriander dann zu blühen, wobei seine weißen Blütendolden sehr hübsch aussehen. Und schon ab August bis in den September hinein bildet er seine Samenkörner, die Sie nicht nur für eine neue Aussaat sammeln, sondern auch als Gewürzkorn ernten können.

Tipp:

Den Samen sollten Sie möglichst noch hellbraun ernten und an der Sonne nachreifen lassen. Dies führt nämlich zu geringeren Ernteverlusten, da der Samen schnell ausfällt. Anschließend den Samen trocken lagern.

Aber auch das Kraut (die Blätter) des Koriander können Sie – ähnlich wie Petersilie – ernten und vor allem bei asiatischen Gerichten optimal einsetzen.


Foto1: © Santhosh Kumar - Fotolia.com

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