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Malvenrost bekämpfen – So funktioniert’s

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Machen sich auf Stockrosen rote Pusteln breit, müssen Sie schnell handeln. Denn dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die sich im ganzen Garten ausbreiten kann.

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Stockrosen sind oft vom Malvenrost befallen

Wer durch einen Bauerngarten schlendert, findet hier eine Pflanze auf jeden Fall: die Stockrose. Diese Rosen werden bis zu 2 Meter hoch und passen mit ihren vielen, farbenfrohen Blüten perfekt in einen Bauerngarten. Allerdings sieht sie natürlich nur schön aus, wenn sie prächtig gedeiht. In der Regel ist das ja auch der Fall, dennoch kann es auch mal vorkommen, dass sie von einer Krankheit befallen wird. Und eine ist dabei besonders zerstörerisch: die Rede ist vom Malvenrost.

Welche Pflanzen werden befallen?

Beim Malvenrost handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die schon im Frühjahr auftreten kann. Also dann, wenn sich das erste Laub gebildet hat. Diese Pilzkrankheit befällt jedoch nicht nur Stockrosen, sondern auch andere Malvengewächse und Sommerblumen. Unter anderem beispielsweise Silberlinden, Roseneibisch und Bechermalven.

Wie erkennt man einen Befall?

Stockrosen ziehen durch ihre Schönheit jeden Betracht sofort in ihren Bann. Doch hat der Malvenrost erst einmal zugeschlagen, setzt er der Schönheit schnell ein Ende. Bei einem Befall sind die Blätter auf der Blattoberseite mit braunen bis gelben Flecken übersät und auf der Unterseite mit rötlichen Punkten, die wie Pickel oder Pusteln aussehen. Das alleine sieht schon nicht schön aus. Ist der Befall stark, werden die Blätter obendrein noch braun und sterben ab. Fallen sie dann zu Boden und werden sie nicht zeitig entsorgt, befällt der Malvenrost weitere, benachbarte Pflanzen.

Ursachen für einen Befall mit Malvenrost

Oftmals holt man sich den Malvenrost beim Kauf einer Jungpflanze ins Haus. Achten Sie beim Kauf einer Pflanze also immer darauf, dass sie keine Schadstellen oder Flecken aufweist. Der Malvenrost bricht aber häufig auch aus, wenn die Blätter der Pflanze immer feucht sind und nicht abtrocknen können.

Malvenrost vorbeugen

➤ Wer vorbeugend etwas gegen den Malvenrost tun möchte, der sollte die Pflanzen im Herbst bodennah abschneiden, alle Pflanzenreste entsorgen und die Erde rund um die Pflanzen anhäufeln. Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie die Pflanzenreste nicht auf dem Kompost, sondern über den Hausmüll entsorgen, damit sich die Pilzkrankheit nicht ausbreiten kann.

Alternativ dazu können Sie auch mit Rindenmulch arbeiten. Diesen müssen Sie aber im Frühjahr wieder entfernen.

➤ Der Malvenrost tritt vor allem bei zwei- und mehrjährigen Stockrosen auf. Eine gute Nährstoffversorgung unterstützt die Gesundheit der Blumen. Düngen Sie also immer mal wieder mit Kompost.

➤ Obendrein ist es wichtig, dass Sie die Malvengewächse am Boden gießen, damit die Blätter weitgehend vor Feuchtigkeit geschützt sind.

➤ Achten Sie beim Anpflanzen auch immer auf einen großzügigen Abstand zwischen den Pflanzen, damit die Luft gut zirkulieren kann und feuchte Blätter schneller abtrocknen können.

Malvenrost bekämpfen

Sobald sich im Frühjahr die markanten Flecken auf den Blättern zeigen, müssen Sie diese sofort abschneiden und entsorgen. Anschließend ist es ratsam, die Blätter mit einer Jauche aus Farnkraut zu behandeln. Dafür ein Kilogramm Farnkraut in einen Eimer geben und zehn Liter Regenwasser dazugießen. Drei Tage stehen lassen und dann unverdünnt auf die befallenen Pflanzen spritzen. Vergessen Sie dabei nicht die Blattunterseite! Wird der Befall nicht besser, dann wiederholen Sie den Vorgang nach circa zwei Wochen noch mal.

Hilft das nicht, müssen Sie leider auf chemische Bekämpfungsmittel zurückgreifen. Hilfreich sind z.B. Fungizide gegen Rostpilz oder ein Universal-Pilz-frei. Empfehlenswert ist beispielsweise Compo Duaxo Universal Pilz-frei (hier erhältlich). Es stoppt die Ausbreitung von Pilzkrankheiten und schützt vor einem Neubefall.

Wichtig:

Pflanzen Sie Malvengewächse niemals an den gleichen Ort. Der Pilz kann schließlich im Boden überleben und so auch die neuen Malvengewächse befallen. Wählen Sie deshalb also Jahr für Jahr einen neuen Standort aus.


Foto1: © Klaus Reitmeier - Fotolia.com

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