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Obsthecke anlegen – So wird’s gemacht

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Sie möchten eine Hecke pflanzen? Wie wäre es denn, wenn Sie mal eine Obsthecke anlegen? Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten. Diese hier einmal vorgestellt.

© Turi - Fotolia.com

Wenn Sie eine Hecke im Garten pflanzen möchten, sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob Sie sich nicht für eine Obsthecke entscheiden. Diese gewährleistet Ihnen nämlich alljährlich im Frühjahr eine hübsche Blütenpracht und im Sommer eine ertragreiche Ernte. Zumal sich inzwischen unterschiedliche Varianten anbieten, eine gemischte Obsthecke zu gestalten.

Die Heckenlänge spielt dabei prinzipiell keine Rolle. Allerdings sollten Sie beim Anpflanzen aber immer auf die jeweiligen Bodenbeschaffenheiten vor Ort Rücksicht nehmen. Sie müssen also jeweils eine dafür geeignete Obstart auswählen.

Das Tolle an einer Obsthecke: sie ist von Frühjahr bis in den Herbst hinein relativ blickdicht und lässt nur im Winter, wenn sie ihr Laub verloren hat, neugierige Blicke von außen in das Garteninnere hindurch.

Spalierobsthecke/Beerenhecke anlegen

Unterschieden wird in erster Linie zwischen einer Spalierobsthecke und/oder einer Beerenhecke. Wobei die Beerenhecke zumeist niedriger im Wachstum ist als die Spalierobsthecke. Beide Varianten und Tipps zur Pflege Ihrer Obsthecke hier einmal vorgestellt.

» Spalierobsthecke

Der Vorteil von Spalierobsthecken ist darin zu sehen, dass sie nicht so hoch wachsen (sollten maximal 2 Meter in die Höhe wachsen) wie herkömmliche Bäume und sich dadurch die Ernte des Obstes weitaus angenehmer gestalten lässt.

Für eine Spalierobsthecke können Sie unzählige Kernobstsorten verwenden, wie z.B. Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen. Einen exotischen Fruchtmix können Sie hingegen durch das Pflanzen von Kiwis, Pfirsichen, Mirabellen oder Aprikosen erzielen.

Tipp:

Verwenden Sie bei der Pflanzung von Obsthecken ausschließlich winterharte Pflanzen. Wobei Sie problemlos eine Obsthecke mit nur einer Fruchtsorte oder auch einer bunten Mischung mit sich nebeneinander verträglichen Sorten gestalten können.

Beim Pflanzen des Spalierobstes bzw. der Spalierobsthecke müssen Sie jedoch berücksichtigen, dass die Obstbäumchen entlang von Spalierholzzäunen wachsen, die Sie vorab aufstellen müssen. Hierbei sollte es sich am besten um Zaunpfosten handelt, welche Sie waagerecht mit Zaundrähten durchziehen, an denen entlang sich später die Obstzweige bequem verzweigen können.

» Beerenhecke

» © Rebel - Fotolia.comFür eine buschig wachsende Beerenhecke können Sie unter anderem Johannisbeeren mit roten, schwarzen und weißen Früchten pflanzen. Aber auch Heidelbeeren, Stachelbeeren, Jostabeeren und dergleichen mehr eignen sich sehr gut für eine Beerenhecke. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang auch Sanddorn und Hagebutten!

Wollen Sie jedoch eine möglichst hochwachsende Beerenhecke anpflanzen, bieten sich hierfür Himbeeren, Maulbeeren und Brombeeren an, für die Sie jedoch eine Rankhilfe einkalkulieren sollten – z.B. durch das Ziehen von Drähten, ähnlich wie beim Spalierobst. Für eine saisonal blickdichte, allerdings sehr hochwachsende Zaunbepflanzung eignet sich übrigens auch die Weintraube.

Pflege einer Obsthecke

» Düngen:

Der Pflegeaufwand für eine Obsthecke ist relativ gering. Lediglich im Frühjahr und im Herbst sollten Sie die Hecke mit ausreichend organischem Dünger (Kompost) versorgen. Alternativ dazu können Sie natürlich auch ein im Gartenfachhandel erhältlichen Volldünger oder einen speziellen Beerendünger einsetzen.

Und Spaliergehölze verliert natürlich im Herbst sein Laub, dass Sie dann problemlos rund um die Obststämmchen zusammenrechen können, sodass es dort verrottet. Das hat nämlich einen zusätzlichen Düngeeffekt.

» Schädlinge:

Obsthecken sollten Sie regelmäßig (während der Saison circa alle 2 bis 3 Wochen) auf einen Schädlingsbefall kontrollieren, damit Sie diesen immer schnell behandeln können und dieser nicht auf andere Fruchtsorten übergreift. Sie sollten Ihre Hecken aber auch regelmäßig auf Krankheiten am Beerenobst und Spalierobst kontrollieren.

» Rückschnitt/Formschnitt:

Selbstverständlich müssen Sie alljährlich auch noch entsprechende Rückschnitte bzw. Formschnitte an den Hecken durchführen, die je nach Obstart variieren.


Foto1: © Turi - Fotolia.com, Foto2: © Rebel - Fotolia.com

1 KOMMENTAR

  1. Guter Artikel!

    Ich habe Johannisbeersträucher und kann sie nur weiterempfehlen. Am liebsten kommen die Johannisbeeren bei uns zusammen mit etwas Wasser, Zitronen/Limettensaft und ein paar Eiswürfeln in den Mixer. Gibt ein herrliches Sommergetränk!

    Viele Grüße,
    Filip

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