Pflanzen Kräuter

Olivenkraut – Tipps vom Anbau bis zur Ernte

42.062 views
0
Sag's weiter:

Wer den Geschmack von Oliven mag, der wird das Olivenkraut lieben. Es schmeckt einfach herrlich und ist ganz leicht anzubauen. Wir verraten Ihnen hier, wie das geht.

Olivenkraut - Standard in der mediterranen Küche
Olivenkraut – Standard in der mediterranen Küche

Das Olivenkraut schmeckt, wie sein Name schon sagt, nach frischen Oliven und zählt deshalb zu den beliebtesten Würzkräutern der mediterranen Küche. Wenngleich das mäßig winterharte Kraut leider bei uns noch keinen allzu großen Bekanntheitsgrad erlangen konnte. Olivenkraut wird aber generell gerne in der Räucherstube verwendet, um Fleisch und Fisch einen noch delikateren Geschmack zu verleihen.

Da es sich hierbei um ein Kraut handelt, dass eigentlich in keiner Küche fehlen sollte, haben wir hier für Sie einmal notiert, wie Olivenkraut angebaut, gepflegt und geerntet wird.

Olivenkraut anbauen

Das durchschnittlich bis zu 50 Zentimeter hoch wachsende Olivenkraut sollten Sie an einem möglichst vollsonnigen und trockenen Standort pflanzen. Es eignet sich daher also auch hervorragend gut für einen Anbau in einem Steingarten.

Tipp:

Gerade bei starker Sonnenbestrahlung entwickelt das grünlaubige Olivenkraut einen recht intensiven Olivenduft, der ein angenehmes Aroma im Garten verbreitet.

Olivenkraut richtig pflegen

» Winterschutz:

Das Olivenkraut, vielmals auch als Heiligenkraut bezeichnet, zählt zu den pflegleichtesten Kräutern im Garten und kann sogar im Winter getrost im Freiland bleiben, wenn Sie es mit ein wenig Reisig oder Gartenvlies schützen.

Tipp:

Olivenkraut eignet sich auch für den Anbau im Topf (Linktipp: Kräuter auf der Fensterbank ziehen – So wird’s gemacht), sollte dann jedoch im frostfreien, möglichst lichtdurchfluteten Raum überwintert werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie das Kraut nahezu ganzjährig nutzen können.

» Gießen:

Weiterhin benötigt die gelb blühende Krautsorte mit ihrer langanhaltenden Blütenphase von Anfang Juni bis Ende August nur während längeren Trockenphasen einmal eine mäßige Bewässerung – Staunässe sollten Sie dabei aber unbedingt vermeiden!

» Düngen:

Olivenkraut müssen Sie zudem auch regelmäßig mit organischem Dünger versorgen. Diesen sollten Sie circa alle 4 bis 6 Wochen rund um die Pflanze einarbeiten, wobei auch gleich das Erdreich automatisch wieder mit aufgelockert wird.

» Rückschnitt:

Ein kompletter Rückschnitt der Pflanze sollte immer erst im zeitigen Frühjahr erfolgen, kurz vor Beginn ihres neuen Wachstums. Im Herbst hingegen sollten Sie alljährlich lediglich einen kleinen Formschnitt durchführen, damit die natürliche Belaubung die Pflanze vor Winterfrösten schützen kann.

Olivenkraut ernten

Das Olivenkraut ähnelt rein optisch stark den Zypressengewächsen, weshalb seine Blätter fälschlicher Weise oftmals als Nadeln bezeichnet werden. Diese eignen sich jedoch hervorragend für das Würzen von unzähligen Speisen (Salate oder Suppen, Fischgerichte und Fleischgerichte).

Geerntet werden dabei je nach Gebrauchsbedarf die einzelnen Stängel. Für die Gerichte selbst können Sie die Blätter abzupfen. Das schmeckt auch als Belag auf Broten oder zum Käse.

Darüber hinaus können Sie das Olivenkraut im Spätherbst wie andere Kräuter auch trocknen, sodass Sie selbst im Winter nicht auf den erlesenen Geschmack verzichten müssen. (Linktipp: Kräuter haltbar machen – 5 Möglichkeiten vorgestellt)

Tipp:

Olivenkraut können Sie auch zur Herstellung von Kräuterölen verwenden.

Das könnte Sie auch interessieren:

» Currykraut: Tipps vom Anbau bis zur Ernte
» Pilzkraut – Anbau und Pflege
» Gartenkresse anpflanzen – So wird’s gemacht


Foto1: © Sabine Teichert - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here