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Palmlilien: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Palmlilien sind sehr robuste Pflanze. Allerdings schwächen Pflegefehler die Pflanze und machen sie anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlinge. Dann heißt es schnellstmöglich handeln.

Palmlilien Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
Das gefräßige Lilienhähnchen
Die Palmlilie ist ein anspruchsloses Gewächs und widerstandsfähig gegen die meisten Krankheiten. Ein häufiges Erscheinungsbild sind jedoch gelbe oder braune Blätter. Das kann nicht nur an einem falschen Standort liegen, sondern auch auf einen Pilzbefall zurückzuführen sein.

Gegen Schädlinge sind Palmlilien zwar überwiegend resistent, manchmal treten aber Schildläuse und Blattkäfer auf, die auch als Lilienhähnchen bekannt sind. Wichtig ist, dass Sie jetzt schnelle Bekämpfungsmaßnahmen einleiten, um die Pflanze vor dem Tod zu bewahren.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge im Überblick

Verfärbte Blätter an der Palmlilie

Die Palmlilie stammt ursprünglich aus sehr trockenen und warmen Gebieten. Im Garten braucht sie einen hellen bis vollsonnigen und windgeschützten Standort. Der Boden sollte gut durchlässig sein. Gießen müssen Sie die Pflanze im Freiland nur, wenn es lange Zeit heiß und trocken ist.

Anders sieht es bei Kübelpflanzen aus. Hier ist eine regelmäßige Wasserversorgung wichtig, allerdings auf keinen Fall zu viel. Warten Sie immer, bis die obere Erdschicht angetrocknet ist. Eine gute Drainage im Topf verhindert Staunässe.

Stellen Sie die Palmlilie im Kübel ebenfalls an einen hellen und sonnigen Platz. Im Schatten verkümmern die Blätter und verfärben sich gelb bis braun. Wenn es doch zu gelben oder braunen Blättern gekommen ist: Suchen Sie für die Kübelpflanze einen besseren Standort oder setzen Sie die Pflanze an einen sonnigeren Platz im Garten. Die verfärbten Blätter entfernen Sie, in der Regel ist die Pflanze rasch wieder fit.

Blattfleckenkrankheit

Die Blattfleckenkrankheit wird durch einen Pilz verursacht. Pflegefehler und falsche Standorte begünstigen die Krankheit. Sie erkennen den Befall an zunächst kleinen Flecken und Belägen auf den Blättern. Die Flecken sind rund oder unregelmäßig, nach einiger Zeit zerbröselt das Blattgewebe. Entfernen Sie die betroffenen Blätter und sprühen Sie die Pflanze mit einem Fungizid ein.

Wurzelfäule

Wenn die Palmlilie dauerhaft zu feucht steht oder zu viel Wasser bekommt, können die Wurzeln faulen. Sie erkennen die Krankheit an einem kümmerlichen Wachstum und einem muffigen Geruch in Bodennähe. Manchmal zeigt sich auch ein pilzähnlicher Ausschlag auf den Blättern. Stellen Sie als Sofortmaßnahme das Gießen ein. Manchmal reicht das schon aus und die Pflanze erholt sich wieder. Wenn nicht, müssen Sie die Palmlilie ausgraben beziehungsweise aus dem Kübel nehmen.

Im nächsten Schritt tauschen Sie die Erde aus und entfernen die befallenen Wurzelteile. Das neue Substrat sollte gut durchlässig sein. Ideal ist eine Mischung aus Erde und Sand. Vorbeugend können Sie ein entsprechendes Pflanzenschutzmittel gegen Wurzelfäule in das Substrat mischen.

Schildläuse

Schildläuse und Lilienhähnchen erkennen Sie gut mit bloßem Auge an den Blättern der Palmlilie. Schildläuse werden bis zu zwei Millimeter lang, fressen Löcher in die Blätter und hinterlassen klebrige Spuren.

Schildläuse bekämpfen Sie mit Abbürsten, Abwischen und Abduschen der Blätter. Florfliegen und Schlupfwespen sind natürliche Feinde. Hilfreich sind auch Präparate auf Ölbasis.

Lilienhähnchen

Lilienhähnchen treten oft schon im Frühjahr auf. Es ist ein Blattkäfer, rot gefärbt und bis zu acht Millimeter lang. Nicht nur die Käfer sind gefräßig, sondern auch die Larven. Ist die Pflanze davon betroffen, ist schnelles Handeln angesagt, weil sich die Käfer massiv vermehren. Sie sitzen häufig an den Blattunterseiten und fressen die Blätter radikal weg.

Mit regelmäßigen Kontrollen, Absammeln von Käfern und das Abbrausen der Pflanzen mit kaltem Wasser können Sie die Lilienhähnchen entfernen. Die kalte Dusche entfernt auch bereits abgelegte Eier.

Eine dicke Schicht Kaffeesatz rund um die Pflanze verhindert die Ausbreitung von Lilienhähnchen. Die Schicht sollte jede Woche erneuert werden. Wenn diese Maßnahmen erfolglos sind, bleibt leider nur noch ein Insektizideinsatz gegen die Blattkäfer.


Foto1: © Michael Rogner - Fotolia.com

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