Rosen vermehren durch Stecklinge

Rosen vermehren durch Stecklinge

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Die Stecklingsvermehrung ist ganz einfach
Die Stecklingsvermehrung ist ganz einfach

Rosen können sehr empfindliche Pflanzen sein, die sich nur schwer vermehren oder veredeln lassen. Gerade die Gärtnereien setzen eher auf die Veredlung der Pflanzen. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit, nämlich, die Rosen vermehren durch Stecklinge.

Die Stecklingsvermehrung ist jedoch viel einfacher durchzuführen als die Veredelung. Gerade bei Strauchrosen, Kletterrosen oder Bodendeckern ist diese Methode recht gut anzuwenden.

Die beste Zeit zum Schneiden von Stecklingen ist im Sommer von Ende Juni bis Ende August. Dabei werden Rosentriebe mit einem frisch verblühten Blütenkopf ausgewählt.

Rosen vermehren durch Stecklinge in 6 Schritten

  1. Schneiden Sie einen Trieb mit einem frisch verblühten Blütenkopf ab. Dabei setzen Sie die Gartenschere etwa 3 Milimeter unterhalb des 5. Auges gerade an. Übrigens: gezählt wird von der Blüte abwärts.
  2. Die verblühte Blütekelch wird knapp über den darunter stehenden Blättern mit einem Schnitt entfernt. Nur die obersten Blätter müssen stehenbleiben (hier auf dem Bild erklärt).
  3. Der Boden sollte locker und humushaltig sein. Mischen Sie keinesfalls Kompost bei, das kann dazu führen, dass der Steckling schlecht bewurzelt.
  4. Den Steckling stecken Sie nun tief in die Erde, so dass nur noch das verbleibende Blattpaar aus der Erde schaut. Achten Sie darauf, dass Sie für den Steckling einen Platz wählen, der nur vormittags von der Sonne erreicht wird.
  5. Nun decken Sie den Steckling noch mit einem leeren Konservenglas ab. Eine leere PET-Wasserflasche tut es auch. Dazu schneiden Sie den Boden der Flasche ab und bohren ein paar kleine Löcher in den Flaschenhals. Dann stülpen Sie die Flasche mitsamt dem Deckel über den Steckling.
  6. Letztlich muss der Steckling regelmäßig bewässert werden. Die Erde darf weder zu feucht noch zu trocken sein. Wenn Sie Gläser als Treibhaus verwenden, dann müssen diese hin und wieder angehoben werden, um den Steckling zu belüften, damit er nicht fault.

➤ Bedenken Sie, dass es recht lange dauert bis der Steckling kräftig bewurzelt ist. Daher sollte dieser frühestens im nächsten Jahr auf den endgültigen Standort umgepflanzt werden. Auch wenn die Rose schon viele Austriebe zeigt, so sind die Wurzeln dennoch sehr schwach.


Foto1: © cocoparisienne – pixabay

1 KOMMENTAR

  1. Hallo, habe vor einem Monat eine schöne Rose für die Vase geschenkt bekommen. Sie ist überall ausgeschlagen und wächst immer noch in meiner Vase – lediglich die Blüte ist nicht mehr ganz so schön – zum wegwerfen einfach zu schade. Kann ich sie in den Garten pflanzen? Wurzeln sind keine da!

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