Start Pflanzen Sanddorn im Garten – 5 Dinge die Sie wissen müssen

Sanddorn im Garten – 5 Dinge die Sie wissen müssen

7.974 views
1
Sag's weiter:

Sie haben im Garten einen sonnigen Platz und wissen nicht, was Sie dort hin pflanzen sollen? Wie wäre es z.B. mit Sanddorn? Er sieht gut aus und die Früchte sind auch noch gesund.

Sanddorn ist ein vitaminreiches Wildobstgehölz
Sanddorn ist ein vitaminreiches Wildobstgehölz

Der Sanddorn ist scheinbar durch die letzte Eiszeit in diese Gebiete gekommen. Er ist hier heimisch und kann daher auch gut angebaut werden. Viele kennen das Wildobst an sich noch gar nicht, sondern nur aus dem Supermarkt. Denn hier boomen derzeit Sanddornmarmelade, -likör, -cremes und vieles mehr. Kein Wunder, denn der Sanddorn ist neben der Wildrose das vitaminreichste Wildobstgehölz. Die Beeren enthalten sogar mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Na wenn das mal kein Grund ist den dekorativen Sanddorn selbst anzupflanzen.

Wie sieht Sanddorn aus?

Der Sanddorn ist ein sehr dekoratives Wildobstgehölz. Es hat silbergraue, längliche Blätter und trägt dazu auch noch orangefarbene, kleine Beeren. Sie bilden einen schönen Kontrast zu den grünen Blättern. Die Krone des Sanddorns ist eher unregelmäßig und er kann bis zu fünf Meter hoch werden.

Wo gedeiht Sanddorn am besten?

Der Sanddorn ist sehr lichtbedürftig und verträgt keinen Schatten. Sogar in Küstenregionen und auf einem sehr steinigen Boden kann er wachsen. Daher ist er vor allem auch an der Nordsee und Ostsee in der Natur zu finden.

Da der Sanddorn sehr groß werden kann, sollten Sie für die Pflanze auch genügend Platz im Garten haben. Der Boden muss tiefgründig, aber nicht zu sauer sein. Ist der Boden sehr von Ton belastet, sollten Sie mehr Sand dazumischen.

Wichtig:
Um regelmäßig Beeren ernten zu können, müssen Sie mindestens drei Gehölze pflanzen. Eine männliche und zwei weibliche. Die Beeren wachsen nur an den weiblichen Sanddorngehölzen.

Wie wird Sanddorn gepflanzt?

Wie Sie soeben erfahren haben, benötigen Sie gleich mehrere Sanddornpflanzen – und dementsprechend auch viel Platz. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass Sie die männliche Pflanze westlich der weiblichen Pflanzen einsetzen und sie somit in der Hauptwindrichtung steht. Die Bestäubung der Blüten erfolgt nämlich durch den Wind.

Wichtig ist außerdem, dass Sie eine Wurzelsperre rund um die Sanddornpflanzen in den Boden einlassen. Nur so können Sie die Ausläuferbildung eindämmen. Wie Sie die Rhizomsperre richtig in den Boden einlassen, erfahren Sie hier.

Wie wird Sanddorn richtig gepflegt?

Wenn Sie sich den Sanddorn in den Garten holen und gleich eine Rhizomsperre in den Boden einlassen, müssen Sie nicht viel machen. Es reicht schon aus, wenn Sie den Sanddorn alle zwei Jahre mit etwas Kompost und somit mit Nährstoffen versorgen.

Um zu verhindern, dass der Sanddorn im Inneren verkahlt und verholzt, sollten Sie die abgeernteten Triebe alle zwei Jahre im Spätwinter stark zurückschneiden. Lichten Sie den Sanddorn dann auch gleich bei Bedarf etwas aus.

Wann ist der Sanddorn erntereif?

Je nach Sorte ist das Wildobst von Mitte August bis Mitte September erntereif. Die Ernte der Beeren ist relativ mühsam und wegen der langen Dornen manchmal auch schmerzhaft. Es gibt da aber eine Methoden, die die Ernte zu einem wahren Kinderspiel macht.

  1. Dazu die Äste mit den Beeren einfach abschneiden.
  2. Dann die Blätter entfernen und die Äste in kleine Stücke schneiden.
  3. Die Aststücke in einen Gefrierbeutel geben und ins Gefrierfach legen.
  4. Die gefrorenen Beeren wieder herausnehmen.
  5. Mit einem Kochlöffel auf den Beutel schlagen.
  6. Inhalt in eine Schüssel mit Wasser geben und Beeren abschöpfen.

Auf diese Art und Weise ersparen Sie sich das mühselige Pflücken der einzelnen Beeren.


Foto1: © Antranias – pixabay

1 KOMMENTAR

  1. In unserem garten steht seit gut 5 jahren ein sanddornstrauch. Leider macht er nie früchte. Braucht es eine männliche und eine weibliche pflanze?
    Wer weiss bescheid? Danke.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT