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Sauerampfer pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Eigentlich findet man Sauerampfer hauptsächlich auf Wiesen. Doch in der letzten Zeit bauen ihn immer mehr im Garten an. Kein Wunder, denn das ist auch nicht sonderlich schwer.

Sauerampfer
Sauerampfer

Sauerampfer ist eine Pflanze, die in deutschen Gärten bisher eher selten zu finden war. Nicht zuletzt deshalb, weil viele ihn als Unkraut ansehen. Doch in letzter Zeit entdecken immer mehr Hobbygärtner dieses würzige Kraut für sich und bauen es im heimischen Garten an. Kein Wunder, denn die auch als Garten- oder Wiesen-Sauerampfer bekannte Pflanze ist nicht nur mehrjährig, sondern gibt mit ihren Blättern vielen Salaten und Suppen ein würziges, leicht säuerliches Aroma.

Sauerampfer ist keines Falls ein Unkraut, sondern viel eher ein leckeres Gemüse. In Frankreich und Belgien ist die cremige Ampfersuppe z.B. ein wahrer Renner. Also entsorgen sie ihn in Zukunft nicht einfach auf dem Kompost, sondern bauen Sie ihn vielmehr als richtiges Gemüse an. Sie werden staunen, was für tolle Gerichte sich daraus zaubern lassen. Lesetipp: Unkraut verwerten – So können Sie Giersch & Co. noch sinnvoll nutzen.

Aussaat des Sauerampfers

❖ Standort:

Im Handel finden Sie verschiedene Sorten des Sauerampfers, die sich für den Anbau im Garten anbieten. Diese unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch im Geschmack. Bieten Sie all diesen Sorten den idealen Standort und die optimale Pflege, so wird der Sauerampfer nicht nur bis zu 100 cm groß, er bekommt auch knackige, hellgrün-gefärbte Blätter und ein tolles Aroma.

Um dies zu erzielen, müssen Sie wissen, dass der Sauerampfer einen tiefgründigen und mittelschweren Boden mit einem pH-Wert von unter 6 bevorzugt (Lesetipp: pH-Wert des Bodens messen – So wird’s gemacht). Der Standort kann wahlweise in der vollen Sonne oder auch im Halbschatten liegen, denn der Sauerampfer kommt mit beidem gut zurecht. Im Halbschatten bleiben die Blätter der Pflanze jedoch länger zart.

❖ Aussaatzeitpunkt:

Beginnen Sie mit der Aussaat der Samen am besten immer Ende März. Dann können Sie nämlich zwischen Juni und September ernten. Es ist aber auch möglich, die Aussaat im August vorzunehmen. Dann müssen Sie mit der Ernte allerdings bis zum nächsten Jahr warten.

Wichtig:

Ernten Sie immer nur die frischen Blätter. Die Herzblätter sollten Sie hingegen stehen lassen, damit neue Blätter angesetzt werden können.

❖ So wird gepflanzt:

Ideal ist beim Anbau eine Anordnung in Reihen. Wählen Sie dabei am besten einen Abstand von 30 bis 40 cm zwischen den einzelnen Reihen aus und streuen Sie etwa 50 Körner pro laufendem Meter aus. Die Körner anschließend etwa einen halben Zentimeter tief in die Erde drücken.

Je nach Witterung dauert es bis zur Keimung dann zwischen einer und drei Wochen. Haben die Sämlinge die ersten Blätter angesetzt, können Sie sie innerhalb der Reihen vereinzeln.

Pflege des Sauerampfers

➤ Blütentriebe entfernen:

Grundsätzlich ist der Sauerampfer sehr pflegeleicht. Es ist jedoch empfehlenswert regelmäßig die Blütentriebe zu entfernen, damit die Blattbildung und das Wachstum angeregt werden. Sie kosten den Pflanzen nur unnötig Kraft.

➤ Gießen/Düngen:

Achten Sie darauf, dass Sie die Erde immer schön gleichmäßig feucht halten. Auch eine Versorgung mit Humus ist zu empfehlen. Eine zusätzliche Düngergabe ist in der Regel jedoch nicht notwendig, da der Sauerampfer kein Starkzehrer ist. Möchten Sie jedoch eine besonders reiche Ernte erzielen, so müssen Sie der Pflanze einmal im Monat Stickstoff verabreichen.

➤ Krankheiten und Schädlinge:

Gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist der Sauerampfer nicht so anfällig. Lediglich der Ampferblattkäfer kann ihm gelegentlich zu schaffen machen. Aber das kommt in der Regel eher selten vor.


Foto1: © Heike Rau - Fotolia.com

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