Start Pflanzen Walnussbaum vermehren – So klappt’s durch Früchte und Setzlinge

Walnussbaum vermehren – So klappt’s durch Früchte und Setzlinge

371 views
0
Sag's weiter:

Sie lieben Ihren Walnussbaum als Schattenspender und Früchtelieferant und können einfach nicht genug davon bekommen? Dann vermehren Sie ihn doch einfach. Das funktioniert am besten mit Setzlingen und den Nüssen selbst.

Walnussbaum vermehren
Die Vermehrung durch Setzlinge geht am schnellsten
Walnussbäume dienen als optimale Schattenspender. Sie können mit den Jahren einen Baumkronen-Durchmesser von bis zu 12 Metern erreichen. Darunter lässt sich eine gemütliche Sitzecke einrichten, bei der Sie sogar vor Mücken gefeit sind. Denn der Baum gibt ätherische Öle ab, die die Mücken gar nicht mögen und dementsprechend fern bleiben.

Natürlich liefert der Walnussbaum auch leckere Früchte, die richtig gelagert sogar mehrere Monate haltbar sind. Sich einen oder sogar mehrere Walnussbäume in den Garten zu stellen, hat also deutliche Vorteile.

Wenn Sie selbst noch einen weiteren Baum in Ihrem Garten heranziehen möchten oder aber einfach einen verschenken möchten, können Sie Ihren eigenen ganz einfach vermehren. Dazu haben Sie zwei verschiedene Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit beschränkt sich auf die Früchte, genauer gesagt, die Walnüsse an sich. Diese Art der Vermehrung benötigt jedoch Zeit, weshalb Sie vermutlich die zweite Möglichkeit bevorzugen: die Vermehrung durch Setzlinge.

Walnussbaum vermehren – 2 Methoden vorgestellt

Vermehrung über Früchte

Die Grundlage, um den Walnussbaum über die Früchte zu vermehren, ist eine Walnuss. Die Frucht muss aus ihrer grünen Schale befreit werden. Eine relativ frische Nuss ist wertvoller, als ältere Walnüsse. Allerdings sollten Sie wissen, dass nach der Keimung und dem Wachsen des so gezogenen Baumes nicht unbedingt das Ergebnis herauskommt, das Sie vom Ursprungsbaum kennen. Die Nachzucht unterscheidet sich oftmals in ihren Nüssen, da keine Veredelung erfolgt. Zudem dauert diese Variante einige Zeit.

Um die Vermehrung direkt über die Nüsse zu starten, gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:

  • Bereiten Sie einen Blumentopf mit einem Sand-Torf-Gemisch vor.
  • Entfernen Sie die grüne Schale von einer abgefallenen Frucht und geben Sie die Nuss in den Topf.
    Stellen Sie den Topf an einen hellen und geschützten Standort, an dem kein Frost zu erwarten ist. Der Topf sollte bis zum Frühjahr hier stehen bleiben, wobei die Erde feucht gehalten werden muss.
  • Im Frühjahr zeigen sich, sofern die Nuss austreibt, erste Triebe.
  • Warten Sie, bis die Triebe ungefähr 15 Zentimeter groß sind und teilen Sie die einzelnen Pflanzen, indem Sie jede in einen eigenen Topf setzen. Um den Jungbäumen einen guten Wachstumsstart zu gönnen, empfehlen wir hochwertige Anzuchterde mit ausreichend Nährstoffen.
  • Die einzelnen Töpfe dürfen über die Sommermonate bereits in den Garten. Der Standort sollte sonnig sein, wobei darauf zu achten ist, dass die Erde niemals austrocknet.
  • Zum Winter hin müssen Sie die Jungbäume an einen frostsicheren Ort stellen, da die Pflanzen noch nicht winterhart sind.

Vermehrung durch Stecklinge

Deutlich rascher und auch einfacher ist die Vermehrung durch Stecklinge. Sie haben die Stecklinge direkt zur Hand, wenn Sie bereits einen Walnussbaum besitzen. Sie müssen nur frische Triebe mit einer Länge von mindestens 15 Zentimetern vom Baum abschneiden. Ob die Triebe noch grün sind oder bereits eine leichte Verholzung aufweisen, ist in diesem Fall unerheblich.

Bereiten Sie am besten einen ausreichend großen Kübel mit Anzuchterde vor. Hier hinein setzen Sie den Steckling und gießen die Erde kräftig an. Setzen Sie möglichst mehrere Stecklinge in einen Kübel, da nicht unbedingt jeder Trieb Wurzeln bildet.

Ob die Vermehrung funktioniert, erkennen Sie ganz leicht: Bilden sich neue Blätter, ist der Steckling angegangen.

Haben Sie mehrere Triebe in einen Kübel gesetzt, sollten Sie die angegangenen Pflanzen auf verschiedene Kübel aufteilen. Denken Sie daran, dass auch der Steckling erst nach ungefähr zwei Jahren winterhart ist. Das Aussetzen in den Garten ist daher noch nicht zu empfehlen.


Foto1: © underdogstudios - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT