Pflanzen Stauden & Ziergräser

Akelei pflanzen, pflegen und besondere Sorten

Die Akelei ist eine wunderhübsche Staude, von denen es viele verschiedene Sorten und Farben gibt. Auffällig ist immer die Blütenform.

Aklei im Garten
© Mikhail Yakovenko / stock.adobe.com
Die Akelei (Aquilegia) rückt sich verspielt und farbenfroh ins Bild. Im Mittelalter besaß die aparte Gartenpflanze auch für Heilkundler Bedeutung und wurde bei Gicht oder Geschwüren eingesetzt. Heute ist Akelei besonders aus süddeutschen Gärten nicht mehr wegzudenken. Das Hahnenfußgewächs erweist sich dabei als robust und genügsam. Ab April zeigen die auch als Gemeine Akelei, Gewöhnliche Akelei oder auch Wald-Akelei bezeichneten Pflanzen ihre hübschen Blütenköpfe. Dabei können Hobbygärtner aus einem großen Sortenreichtum schöpfen.

Den idealen Standort finden

Die Akelei weiß zu überraschen. Die robusten Pflanzen wachsen auch an Stellen, wo es bislang unmöglich schien, Blühpflanzen zu etablieren. Damit Wuchs und Blütenfülle durchweg überzeugen, ist ein sonniger bis halbschattiger Standort am besten.

Im Schatten bleiben die Pflanzen kleinwüchsig. An einem vollsonnigen Standort muss die Akelei allerdings häufiger bewässert werden. Es gibt eigentlich keinen Standort, welchen die Pflanzen nicht akzeptieren. Selbst in den Fugen von Trockenmauern wurden die zarten Blüten bereits entdeckt.

» Hinweis: Sie können die Akelei auch als Kübelpflanze kultivieren. Dies geht allerdings zulasten der Blütezeit, welche sich dann auf das Frühjahr und den Frühsommer beschränkt.

Gute Pflanznachbarn für die Akelie sind:

✅ Narzissen
✅ Tulpen
✅ Farne
✅ Phlox
✅ Tränendes Herz

Am besten gedeihen die Pflanzen im Schatten größerer Stauden.

Das passende Substrat auswählen

In puncto Pflanzerde zeigt sich die Akelei tolerant. Solange der Boden nicht komplett durchnässt erscheint, wird jede Erde toleriert. Das bevorzugte Substrat sollte frisch, nicht zu trocken und leicht lehmig beschaffen sein. Staunässe verträgt die Akelei nicht.

Die Ansprüche an den Boden unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Akelei-Sorten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Kauf nachfragen. Für Steingartenpflanzen ist ein sand- oder kieshaltiger Boden ideal. Bei der Kübelpflanzung ist auf ein besonders durchlässiges Substrat zu achten.

» Tipp: Durch das Untermischen von Sand, Ton oder Lavagranulat wird die Erde lockerer.

Am unkompliziertesten verhalten sich die ursprünglichen Wildformen und deren Züchtungen. Trockene Wüstenregionen, raue Küsten oder alpines Grasland zählen zu den natürlichen Verbreitungsgebieten.

Akelei pflanzen und umpflanzen

Die großflächige Anpflanzung der Akelei ist nur üblich, wenn die Staude als Schnittblume dienen soll. Für ein ansprechendes Bild im Gartenbeet ist es von Vorteil, die Akelei in Tuffs von zwei bis acht Pflanzen anzuordnen. Willkommene Pflanznachbarn sind dabei Astern, Silberkerzen, Hortensien oder verschiedene Gräser.

Akelei pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden auflockern
  3. Unkraut, Wurzeln und Steine entfernen
  4. Gartenkompost dem Substrat zugeben
  5. Pflanzloch ausheben (doppelte Größe wie der Wurzelballen)
  1. Pflanzabstände beachten
  2. Pflanzen einsetzen
  3. Substrat auffüllen
  4. Erde leicht andrücken
  5. Pflanzen gut angießen
Die beste Pflanzzeit ist Mitte Mai. Unmittelbar nach den Eisheiligen dürfen die Pflanzen in den Boden. Vor der Pflanzung sollte der Wurzelballen in ein Gefäß mit Wasser gesetzt werden und sich mit Flüssigkeit vollsaugen.

Bei der Pflanzung im Beet sollte nicht unterschätzt werden, dass sich die Akelei bald rasant ausbreiten wird. Ein zu geringer Pflanzabstand kann dazu führen, dass die Akelei bald die umliegenden Beetpflanzen bedrängt und umgepflanzt werden muss.

» Tipp: Das Umpflanzen der Akelei sollte erst erfolgen, wenn die Blütezeit beendet ist.

Akelei richtig gießen

Nach der Pflanzung ist es wichtig, die Akelei regelmäßig zu bewässern. Die Pflanze darf nicht austrocknen, gleichzeitig muss Staunässe vermieden werden. Diese führt schnell zum Faulen der Wurzeln und damit zum Absterben der Staude.

Bei ausgewachsenen Pflanzen wird sporadisch und abhängig von der Wetterlage gegossen. Während längerer Trockenperioden wird täglich bewässert. Dabei gilt: eher mäßig gießen, die Pflanze nicht austrocknen lassen und keine Staunässe aufkommen lassen.

» Tipp: Als Gießwasser ist kalkfreies Regenwasser dem Leitungswasser vorzuziehen.

Akelei richtig düngen

Wird die Akelei ins Beet gepflanzt, ist eine regelmäßige Düngung nicht notwendig. Wird bei der Pflanzung etwas Kompost in den Boden eingearbeitet, ist für einen organischen Langzeitdünger gesorgt und die Pflanzen benötigen im ersten Standjahr keine weiteren Nährstoffe. In den Folgejahren kann im Frühling regelmäßig Kompost untergemischt werden.

Wer die Akelei im Pflanzgefäß kultiviert, sollte während der Wachstumsphase im Abstand von zwei Wochen einen handelsüblichen Dünger für Blühpflanzen verabreichen. Im Spätsommer wird die Düngung eingestellt.

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Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps auf einen Blick

Tätigkeit Worauf kommt es an?
Standort auswählen
  • Sonne bis Halbschatten
  • im Schatten weniger blühfreudig
  • sortenspezifische Ansprüche beachten
Boden vorbereiten
  • feucht
  • sandig
  • humos
Akelei pflanzen
  • Pflanzabstand beachten
  • breitet sich schnell aus
Akelei gießen
  • Jungpflanzen regelmäßig gießen
  • ältere Pflanzen bei Trockenheit bewässern
  • Staunässe vermeiden
  • kalkfreies Regenwasser verwenden
Akelei düngen
  • im Beet jährliche Kompostgabe ausreichend
  • Kübelpflanzen alle 14 Tage düngen
  • ab Ende August Düngung einstellen

Akelei schneiden

Die Akelei muss nicht zwingend geschnitten werden. Soll verhindert werden, dass sich die Samenstände ausbilden und die Pflanze sich selbst aussät, sind die verblühten Blüten zu entfernen. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist der Hochsommer.

Geschnitten werden können die Pflanzen im Herbst oder im zeitigen Frühling. Nach der Blüte erscheinen die Pflanzen weniger ansehnlich, da das Laub zu vertrocknen beginnt. Die Akelei kann kurz über dem Boden zurückgeschnitten werden.

Akelei vermehren

Die Akelei kann durch Aussaat vermehrt werden. Die Direktaussaat ins Freiland kann vorgenommen werden, sobald der Boden nicht mehr gefriert. Eine Vorkultur im Haus bietet sich an, um bereits im ersten Standjahr kräftige und widerstandsfähige Pflanzen sein Eigen zu nennen:

Wenn Sie verschiedene Farben bevorzugen, empfehlen wir diese Samen-Mischung:

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  1. Pflanzschale mit Anzuchterde befüllen
  2. Samen ausstreuen
  3. Samen dünn mit Erde bedecken
  4. Samen anfeuchten
  5. Abdeckung aus Plastik begünstigt die Keimung
  1. Pflanzschale hell aber nicht vollsonnig aufstellen
  2. Keimtemperatur 18 bis 20 Grad
  3. Samen konstant feucht halten
  4. Substrat darf nicht durchnässen (Schimmelgefahr)

» Achtung: Die Akelei zählt zu den Kaltkeimern. Die Samen müssen für die Keimung einen Kältereiz erhalten. Platzieren Sie das Saatgefäß nach der Aussaat für drei bis vier Wochen auf dem winterlichen Balkon oder im Kühlschrank.

Nach fünf bis sechs Wochen erscheinen die ersten Keimblätter. Gesellen sich dazu die ersten Laubblätter, können die Pflanzen pikiert werden. Bei der Auspflanzung im Beet ist ein Pflanzabstand von 30 Zentimetern einzuhalten.

5 hübsche Sorten im Überblick

Es existieren etwa 70 verschiedene Arten der Akelei. In unseren Gärten sind vermehrt die Gewöhnliche Akelei und die Nordamerikanische Akelei anzutreffen. Die in Europa weit verbreitete Gewöhnliche Akelei besticht durch blau-violette Blüten. Ihre direkte Verwandte aus Nordamerika ist an ihren weißblauen Blüten zu erkennen.

Zahlreiche verschiedene Sorten können mit ihren farbenfrohen Blüten das Bild in Beet und Kübel auflockern.

Gefüllte Akelei ‚Ruby Port‘ (Aquilegia vulgaris ‚Ruby Port‘)

Akelei Ruby Port
© John Caley / stock.adobe.,com
Gefüllte Akelei ‚Ruby Port‘ (Aquilegia vulgaris ‚Ruby Port‘)
Wuchs: geneigte Blätter, aufrechte Blütenstiele
Wuchshöhe: 40 – 60 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blüte: glockenförmig, weinrot
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: frisch, durchlässig, humusreich
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Langspornige Akelei ‚Yellow Queen‘ (Aquilegia chrysantha ‚Yellow Queen‘)

Akelei Yellow Queen
© PIXATERRA / stock.adobe.com
Langspornige Akelei ‚Yellow Queen‘ (Aquilegia chrysantha ‚Yellow Queen‘)
Wuchs: aufrechte Stängel, horstbildend
Wuchshöhe: 60 – 70 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blüte: glockenförmig, tiefgelb
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, frisch, humusreich, schwach sauer bis neutral
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Sibirische Akelei ‚Biedermeier‘ (Aquilegia caerulea ‚Biedermeier‘)

Zweifarbige Akelei 'Biedermeier';
© Marina /stock.adobe.com
Sibirische Akelei ‚Biedermeier‘ (Aquilegia caerulea ‚Biedermeier‘)
Wuchs: geneigt bis aufrecht, kompakt
Wuchshöhe: 20 – 30 cm
Wuchsbreite: 20 – 25 cm
Blüte: verschiedene Farben, auch zweifarbig
Standort: Halbschatten
Boden: frisch, durchlässig, humusreich, sauer bis neutral
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Kurzspornige Akelei ‚Alba‘ (Aquilegia vulgaris ‚Alba‘)

Akelei Alba
© Angela / stock.adobe.com
Kurzspornige Akelei ‚Alba‘ (Aquilegia vulgaris ‚Alba‘)
Wuchs: geneigt, aufrechte Stängel, horstbildend
Wuchshöhe: 50 – 60 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blüte: glockenförmig, weiß
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: lehmig sandig, humusreich, frisch
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Langspornige Akelei ‚McKana‘ (Aquilegia caerulea ‚McKana‘)

Akelei McKana
© bubushonok / stock.adobe.com
Langspornige Akelei ‚McKana‘ (Aquilegia caerulea ‚McKana‘)
Wuchs: geneigte, aufrechte Stängel, horstig
Wuchshöhe: 60 – 80 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blüte: glockenförmig, viele Farben erhältlich
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: frisch, durchlässig, humusreich, sauer bis neutral
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Krankheiten und Schädlinge erkennen

Die Akelei zeigt eine gewisse Anfälligkeit für Wollläuse. Ein Befall ist an den watteähnlichen Gespinsten gut zu erkennen. Die Schädlinge besitzen Saugwerkzeuge und schädigen Blätter, Triebe und Stängel der Akelei. Wird der Befall früh erkannt, lassen sich die Schädlinge durch mehrmaliges kräftiges Abduschen der Pflanze beseitigen.

Im zeitigen Frühjahr sind die Knospen der Akelei das erklärte Ziel der Akelei-Gallmücke. Die von den orangen Mini-Larven befallenen Knospen sollten entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden – keinesfalls auf dem Komposthaufen.

Akelei überwintern

Die Akelei ist winterhart. Pflanzen im Freiland sollten dennoch mit einer Schicht aus Laub oder Reisig geschützt werden. Diese verhindert das vermehrte Eindringen von Feuchtigkeit in den Boden.

Kübelpflanzen sind gefährdet, da das Pflanzgefäß schnell durchfriert und die Wurzeln dann keine Nahrung mehr aufnehmen können. Wird der Pflanzkübel auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor platziert und mit Gartenvlies versehen, übersteht auch die Akelei als Kübelpflanze den Winter unbeschadet.

Ist die Akelei giftig?

Die Pflanzen gelten als schwach giftig, da sie Blausäure-Glykoside enthalten. Es wird empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze stets Gartenhandschuhe zu tragen.

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