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Bergenie – Pflanzen, pflegen und schneiden

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Die Bergenie ist eine immergrüne und winterharte Staude, die mit ihren Glockenblüten und der Blattfärbung im Herbst brilliert. Noch dazu ist sie pflegeleicht.

Bergenie
© M. Schuppich – Fotolia.com

Schattige Standorte im Garten müssen nicht zwangsläufig trist aussehen. Immerhin gibt es zahlreiche Blütenstauden, die weniger sonnendurchflutete Plätze erhellen. Zu den blühenden Stauden, die auf solchen Flächen im Garten optischen reizvoll wirken, gehört die Bergenie (Bergenia). Diese Blütenstaude ist robust, winterhart und in der Pflege überaus genügsam. Außerdem ist sie im Garten vielseitig einsetzbar. Beispielsweise in kleinen Gruppen fürs Beet, im Vordergrund von Hecken oder in Nachbarschaft von verschiedenen Sträuchern. Selbst im Kübel auf der Terrasse ist diese Staude eine Pracht.

Aussehen der Bergenie

Diese Blütenstaude ist ein immergrünes, mehrjähriges und winterhartes Gewächs. Ihre herzförmigen Blätter, auch Elefantenohren salopp genannt, färben sich im Herbst tieforange bis rot ein. Die glockenförmigen Blüten bilden eine Blütendolde. Je nach Züchtung entfaltet sich der Blütenflor purpurrosa, rot oder weiß. Gartencenter, aber auch Online-Staudengärtner bieten zudem Bergenien an, die im Herbst noch einmal prachtvoll aufblühen. Eine solche bewundernswerte Staude ist z.B. die Bergenia cordifolia „Herbstblüte“.

Der perfekte Standort für die Bergenie

Egal, ob Sie die Staude im Schatten, Halbschatten oder sonnig platzieren, die Bergenie ist dahingehend nicht wählerisch. Dennoch ist folgendes zu empfehlen:

Setzen Sie die Blütenstaude im Schatten nicht unter einen Laubbaum, der einen dunklen Schatten wirft. Denn zu wenig Licht schränkt die Blühfähigkeit erheblich ein. Sollten Sie sich für einen sonnigen Standort entscheiden, dann achten Sie zudem darauf, dass die Pflanze nicht der Mittagssonne ausgesetzt wird. Unter der extremen Mittagshitze leiden die „Elefantenohren“ und trocknen in absehbarer Zeit an den Blatträndern ein.

So sollte die Bodenbeschaffenheit sein

Eher unwesentlich sind die Bodenbedingungen für die Pflanze. Ein normaler Gartenboden, durchlässig und nährstoffreich genügt völlig. Sollten Sie ein lehmiges Erdreich haben, dann arbeiten Sie in dieses kräftig Sand und Humus ein.

Bergenien können übrigens vom Frühjahr bis zum Herbst gepflanzt werden. Wenn Sie eine Gruppenpflanzung favorisieren, dann setzen Sie die jungen Stauden im Abstand von 40 Zentimeter in den Boden.

So pflegen Sie Bergenien richtig

Bergenienblüten
© vulkanismus – Fotolia.com

Gießen:

Sobald Sie Ihre Bergenie ausgepflanzt haben, gießen Sie diese gut an. In den ersten Wochen wässern Sie die junge Staude dann nur mäßig. Später kommt die Blütenstaude mit den witterungsbedingten Niederschlägen aus.

Bei einer längeren Trockenperioden gießen Sie die Stauden auf sonnigen Standorten ein wenig. Wässern Sie aber nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Düngen:

Ihre mehrjährige Blühpflanze wird im Herbst mit Kompost gedüngt. Dieser versorgt den Boden mit Nähstoffen und lockert den Boden natürlich auf. Dadurch bleibt das Erdreich gut wasserdurchlässig. Sie können die Bergenie aber auch mit einem Langzeitdünger für Blumen und Stauden versorgen.

Rückschnitt:

Direkt nach der Blüte schneiden Sie die Blütenstiele bodennahe ab. Verwelkte Blätter entfernen Sie im zeitigen Frühjahr.

Überwinterung:

Bergenien im Garten müssen nicht geschützt werden, da sie besonders winterhart sind. Allerdings müssen Sie auf die Blühstaude im Kübel acht geben. Isolieren Sie das Pflanzgefäß mit Vlies, Luftpolsterfolie oder Jute vor dem Winter. Und stellen Sie den Kübel an einen geschützten Ort. Einlagern brauchen Sie das Gefäß aber nicht.

Dickmaulrüssler können zur Gefahr werden

Vor Pflanzenkrankheiten ist die Bergenie weitestgehend gefeit, sofern keine Pflegefehler gemacht werden. Dafür kann die Staude von einem gefräßigen Schädling heimgesucht werden: den Dickmaulrüssler. Dieser unheilvoll Geselle ist nachtaktiv und tagsüber nicht zu sehen. Er bevorzugt generell die Blätter der Pflanze. Seine Larven hingegen leben im Boden und schädigen die Wurzeln.

Die Larven können Sie mit Nematoden bekämpfen. Diese geben Sie ins Gießwasser und impfen so den Boden mit diesen Fadenwürmern. Für die Käfer gibt es hingegen Fallen.

Zusammenfassung:

Bergenien sind ein Blickfang in jeder Ecke des Gartens. Sie gedeihen sowohl im Schatten, Halbschatten wie auch auf sonnigen Plätzen. Der Gartenboden sollte wasserdurchlässig und nährstoffhaltig sein. Nach dem Anwachsen brauchen Sie sich um das Wässern nicht weiter kümmern. Die Blühstaude kommt mit witterungsbedingten Niederschlägen voll aus. Gedüngt wird im Herbst mit Kompost oder einem Langzeitdünger für Blumen und Stauden.


Foto1: © M. Schuppich - Fotolia.com, Foto2: © vulkanismus - Fotolia.com

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