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Echte Aloe – Pflege der Zier- und Heilpflanze

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Wie Sie die Echte Aloe vera umtopfen, gießen und düngen, sowie weitere Pflegetipps zu Standort und Substrat, finden Sie in diesem Ratgeber.

Echte Aloe
© sundaemorning – Fotolia.com

Subtropische Gewächsen in unseren Gefilden sind längst keine Seltenheit mehr. Dennoch zögert manch Pflanzenliebhaber, sich exotische Pflanzen sich “ins Haus” zu holen, weil er einen immensen Pflegeaufwand fürchtet. Allen Zweifel zum Trotz: einige dieser Gewächse sind sehr anspruchslos ihn ihrer Pflege. Hierzu zählt auch die Echte Aloe (Aleo vera). Ursprünglich beheimatet auf der arabischen Halbinsel, gedeiht auch sie im gemäßigten Klima Mitteleuropas als Zimmerpflanze. Lediglich im Sommer akzeptiert dieses Gewächs, aus der Familie der Sukkulenten, einen warmen und trockenen Platz im Kübel auf der Terrasse oder im Garten. Bevor Sie aber die Aloe ins Freie stellen, sollte die Außentemperatur bis auf geringe Abweichungen stabil sein.

Echte Aloe – Steckbrief

Die Echte Aloe, auch als Wüstenlilie bekannt, wird unter Pflanzenfreunden als dekorative, immergrüne Zierpflanze sehr geschätzt. Darüber hinaus ist sie auch als Heilpflanze begehrt. In ihren fleischigen, grau-grünen Blättern speichert sie Wasser, das zu Gel umgewandelt wird. Daraus werden Arznei, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel gewonnen. Die Aloe ist eine genügsame, pflegeleichte Pflanze, die über lange Zeit auch ohne Wasser auskommt.

Echte Aloe (Aloe vera)
Lebensdauer: mehrjährig
Wuchshöhe: 45 – 55 cm
Blätter: bis zu 50 cm lang
Nutzung: Zierpflanze, Heilpflanze
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, sandig
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❏ Echte Aloe – der beste Standort

Die Aloe Vera liebt warme, helle Plätze. Auch Halbschatten verträgt sie gut. Im Sommer können Sie die Wüstenlilie auch ins Freie auf die Terrasse oder in den Garten stellen. Achten Sie hier auf einen sonnigen Standort, pralle Sonne kann ihr nichts anhaben. Allerdings sollten Sie dem Gewächs eine 14tägige Gewöhnungsphase im Halbschatten einräumen. Im Herbst holen Sie die Aloe vera wieder ins Haus, denn Kälte und Frost verträgt sie nicht. Hervorragend überwintert das Gewächs an einem hellen Platz, bei Temperaturen von mehr als 10 °C Celsius.

❏ Echte Aloe im Kübel

  • Empfehlenswert ist ein schweres Pflanzgefäß. Es sollte oben und unten den gleichen Durchmesser haben, damit der Kübel später nicht umfallen kann.
  • Die Pflanzerde muss durchlässig, trocken und etwas kalkhaltig sein. Normale Blumenerde mischen Sie mit Granitsplitt, Perlite und groben Sand. Gut bewährt haben sich auch Kakteen- oder Sukkulentenerde. Wichtig ist, die Erde muss nährstoffarm sein.
  • Außerdem ist einen Drainage im Kübel ratsam, damit überschüssiges Wasser ablaufen und keine Staunässe entstehen kann. Hierfür verwenden Sie Granitsplitt oder groben Kies.

➔ Beim Pflanzen Blätter nicht beschädigen

Junge Aloe-Pflanzen bekommen Sie im Gartencenter oder über den Online-Pflanzenversand. Diese erhalten Sie bereits getopft. Dennoch ist es ratsam,  die Pflanzen bald in ein größeres Pflanzgefäß umzutopfen, da die Wüstenlilie schnellwüchsig ist.

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Und so gehen Sie Schritt für Schritt ans Umtopfen:

  1. Lösen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf. Dabei fassen Sie die Aloe vera unten an, aber nicht an den Blättern. Diese brechen sehr schnell und hinterlassen an der Pflanze unansehnliche Wunden.
  2. Dann setzen Sie die Aloe in den neuen Topf und füllen ihn mit Erde. Klopfen Sie das Pflanzgefäß öfter auf einen festen Untergrund, so verfestigt sich die Erde im Topf und die Pflanze bekommt einen stabilen Halt.
  3. Letztlich wässern Sie ihre Wüstenlilie gut. Überschüssiges Wasser entfernen Sie sofort. Gegossen wird dann erst wieder, wenn sich die obere Erdschicht im Topf trocken anfühlt.

❏ Mäßig gießen im Sommer, im Winter deutlich weniger

  • Sobald im Sommer die Erde spürbar trocken ist, wird die Aloe vera gegossen. Steht die Pflanze zu lange trocken, greift sie auf ihre Wasserreserven zurück und die Blätter büßen ihre sattgrüne Farben ein.
  • Im Winter kann die Erde im Topf fast austrocknen. Es reicht, wenn sie ihre Sukkulente einmal, alle 4 bis 6 Wochen wässern.
  • Achten Sie darauf, dass sie die Blätter nicht mit Wasser benetzen und vermeiden Sie unbedingt Staunässe.

❏ Aloe vera – düngen mit Spezialdünger

Während der Wachstumsphase im Sommer düngen Sie die Echte Aloe alle 2 bis 4 Wochen mit einem Sukkulentendünger. Nur im Winter wird die Pflanze nicht mit Nähstoffen versorgt.

❏ Wann wird die Echte Aloe geschnitten?

Die Echte Aloe muss nicht zwingend geschnitten werden. Es sei denn, sie hat trockene oder welke Blätter, die entfernt werden sollen, damit die Optik der Pflanze wieder im Reinen ist. Ein weiterer Grund zum Schneiden der Wüstenlilie liegt vor, wenn ein Blatt für die Gewinnung des Gels heraus getrennt werden soll. Hierfür nutzen Sie immer erst die untersten Blätter, die nah an der Pflanzenbasis sauber abgeschnitten werden.

❏ Schädlinge durch Pflegefehler

Gegen Krankheiten ist die Echte Aloe prinzipiell resistent. Allerdings kann Wurzelfäule auftreten, wenn die Erde im Topf oder Kübel ständig zu feucht ist. Die Pflanze ist dann nicht mehr zu retten. Im Winter kann es zum Befall mit Wollläusen und / oder Wurzelläusen kommen.

Schädlinge erkennen und bekämpfen

  1. An den weißen Nestern auf den Ansätzen der Blätter ist der Befall von Wollläusen zu erkennen. Diese saugen den Pflanzensaft auf und schwächen so die Pflanze. Wenn Sie die Blätter für eine Wundheilung noch verwenden wollen, dann dürfen Sie keine chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen. Am besten wischen Sie die befallenen Blätter mit einem alkoholgeträktem Tuch oder Wattebausch ab. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann wiederholen Sie diesen Vorgang in den nächsten Tagen noch mehrmals.
  2. Unsichtbar sitzen die Wurzelläuse an den Wurzeln der Pflanze und stechen diese an. Sie ernähren sich gleichfalls vom Pflanzensaft. Wurzelläuse bilden weiße Nester am Boden, an Wurzeln und an den Topfinnenwänden. Dagegen hilft nur noch das Umtopfen und die Behandlung der Wurzeln ähnlich wie beim Befall mit Wollläusen.

Zusammenfassung: Die Echte Aloe ist als subtropische Pflanze beliebt, kann in unseren Breiten allerdings nur als Topf- oder Kübelpflanze gehalten werden. Als Pflanzsubstrat eignet sich Sukkulentenerde. Gewässert wird nur wenig und gedüngt mit einem Spezialdünger. Das Gel aus ihren Blättern wirkt heilend bei der Wundbehandlung.


Foto1: © sundaemorning - Fotolia.com

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