Gartentipps.com – Tipps für deinen Garten https://www.gartentipps.com Auf Gartentipps.com findest du viele tolle Tipps für deinen Garten. Lies dich durch unsere Ratgeber und die vielen kleinen hilfreichen Gartentipps! Tue, 01 Dec 2020 12:09:34 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 Pimpernuss pflanzen: Tipps zu Standort und Substrat https://www.gartentipps.com/pimpernuss-pflanzen.html https://www.gartentipps.com/pimpernuss-pflanzen.html#respond Wed, 02 Dec 2020 06:23:38 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=57440 Inhalt von Gartentipps.com:

Wenn Sie auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Pflanze sind, können Sie sich mit der Pimpernuss eine echte Rarität in den Garten holen. Die Pimpernuss (Staphylea pinnata) ist eine widerstandsfähige und dekorative Pflanze, welche zudem noch schmackhafte Früchte hervorbringt. In unseren Gärten macht sich die Klappernuss jedoch eher rar. Dies können Sie ändern, wenn Sie […]

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Wenn Sie auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Pflanze sind, können Sie sich mit der Pimpernuss eine echte Rarität in den Garten holen.

Pimpernuss pflanzen
© Kanusommer / stock.adobe.com

Die Pimpernuss (Staphylea pinnata) ist eine widerstandsfähige und dekorative Pflanze, welche zudem noch schmackhafte Früchte hervorbringt. In unseren Gärten macht sich die Klappernuss jedoch eher rar. Dies können Sie ändern, wenn Sie sich für die Pflanzung der Pimpernuss entscheiden. Der kleine, sommergrüne Strauch aus dem Mittelmeerraum steht mittlerweile auf der Roten Liste. Holen Sie sich das seltene Gewächs in Ihren Garten und tragen Sie damit zum Artenschutz bei. Werden bereits bei der Pflanzung einige Dinge beachtet, werden Sie sich viele Jahre an der Pimpernuss erfreuen und die essbaren Nüsschen ernten können.

Pimpernuss – kleine Pflanzenbeschreibung

Pimpernüsse wachsen meist in Strauchform und können Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreichen. In seltenen Fällen werden Sie auch kleine Bäumchen von bis zu fünf Metern kultivieren können. Die Pflanzen besitzen gegenständige Laubblätter mit gesägten Blatträndern. Die gelbweißen Rispenblüten sind fünfzählig und erscheinen glockenförmig. In den sich daraus entwickelnden Kapselfrüchten bilden sich Nüsschen, welche in reifem Zustand gegen die Schale klappern und der Klappernuss ihren Namen gaben.

Pimpernuss (Staphylea pinnata)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 30 cm im Jahr
Wuchshöhe: 200 – 400 cm
Wuchsbreite: 150 – 300 cm
Wurzelsystem: Herzwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: feucht und locker, humos, kalkliebend
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Die Früchte der Pimpernuss

Pimpernuss Früchte
© Erik / stock.adobe.com
Im Frühsommer erscheinen die zarten Duftblüten. Der Hobbygärtner wird sich über mehrere Wochen daran erfreuen können. Aus den Blüten bilden sich Früchte. Diese sind zunächst hellgrün gefärbt und nehmen im Jahreslauf eine Braunfärbung an. Schlagen die reifen Früchte bei Wind gegen die Fruchthülsen, lässt sich das charakteristische „pimpern“ vernehmen. Optisch ähneln die Nüsschen der Haselnuss. Geschmacklich erinnern die Pimpernüsse an Pistazien. Aus den Nüssen kann Likör gewonnen werden. Im Bayerischen Wald ist Pimpernusslikör eine Spezialität. Die Nüsschen können roh verzehrt, oder auch geröstet werden.

Verbreitung der Pimpernuss

Ursprünglich stammt die Pimpernuss aus dem Mittelmeerraum. Dort wächst sie vornehmlich an Waldrändern oder Steilhängen. Vermehrt ist die Klappernuss in Gesellschaft von Eichen, Buchen oder Ahorn anzutreffen. Auch in Deutschland ist die Pimpernuss heimisch geworden und besiedelt vornehmlich lichte Laubwälder. Hauptsächlich sind die Pflanzen im süddeutschen Raum verbreitet. Dort spannt das Hauptverbreitungsgebiet einen Bogen vom schwäbischen Raum bis nach Niederösterreich.

Pimpernuss pflanzen – der passende Standort

Um den geeigneten Standort zu finden, sollte die Wuchsform der Sträucher beachtet werden. Die Pimpernuss kann ausladende Kronen von bis zu drei Metern Breite ausbilden. Daher sollte den Pflanzen einiges an Raum eingeräumt werden. Es wäre also eher ungünstig, die Klappernuss in der Nähe von Mauern oder Hauswänden anzupflanzen. Die mediterranen Gewächse lieben zudem die Wärme. Daher sollten sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort finden. Bevorzugt gedeihen die Pflanzen in einem milden Klima, wie es etwa in Weinbaugebieten oder im Bodenseeraum herrscht. In raueren Lagen ist ein geschützter Standort von Vorteil. Ebenso bevorzugen die Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Tipp: Die Pimpernuss in Einzelstellung erscheint mit verschiedenen Unterpflanzungen besonders attraktiv. Damit lässt sich auch die arttypische Verkahlung im unteren Bereich gut kaschieren.

Sie können die Pimpernuss in Rabatten eingliedern, zusammen mit anderen Sträuchern in der Gruppe pflanzen oder auch als Hecke kultivieren. Besonders dekorativ erscheinen die Klappernüsse in Verbindung mit Goldregen oder Forsythie.

Der richtige Standort im Überblick:

  • warm
  • sonnig
  • geschützt
  • Gruppenpflanzung
  • Unterpflanzung

Das ideale Substrat für die Pimpernuss auswählen

Pimpernuss mulchen
Durch regelmäßiges Mulchen wird das Substrat durchlässiger – © ronstik / stock.adobe.com

Die Pimpernuss bevorzugt einen lockeren und durchlässigen Boden. Das Substrat sollte nicht zu karg erscheinen und der Pflanze eine ausgewogene Nährstoffquelle bieten. Sie können normale Gartenerde verwenden. Diese kann durch die Beimischung von Kompost und Lauberde aufgewertet werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte den pH-Wert des Bodens bestimmen. Für das Gewächs erscheinen Werte zwischen 3,5 und 5,5 ideal. Für eine gute Durchlässigkeit des Bodens sorgen Sie durch die Beimischung von Kies oder Sand.

Tipp: Durch regelmäßiges Mulchen des Bodens erreichen Sie ebenfalls eine gute Durchlässigkeit des Substrates. Darüber hinaus wird die Pflanze mit Nährstoffen versorgt und vor dem Austrocknen geschützt.

Bodenansprüche im Überblick:

  • locker
  • durchlässig
  • nährstoffreich
  • humos
  • kalkhaltig

Pimpernuss pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Pflanzloch ausheben
3. Boden lockern und vorbereiten
4. Pflanze wässern
5. Drainage legen
6. Pflanze einsetzen
7. Substrat auffüllen
8. Erde gut andrücken
9. Pflanze angießen
Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung sind das Frühjahr und der Frühsommer. Dann bleibt der Pflanze ausreichend Zeit, sich vor dem Winter einzuwurzeln und gut anzuwachsen.

Wurde der passende Standort gefunden, kann der Boden ausgehoben werden. Dies sollte mindestens in doppelter Größe des Wurzelballens der Pimpernuss geschehen. Der Aushub kann nun entsprechend aufgewertet und mit Kompost und Laub vermischt werden. Um die Durchlässigkeit des Bodens sicher zu stellen, können Sie eine Drainage aus Tonscherben oder Kies im Pflanzloch auslegen.

Vor der Pflanzung wird die Klappernuss für einige Zeit in einen Wassereimer gestellt, damit sich die Wurzeln gut mit Feuchtigkeit vollsaugen können. Anschließend kann die Pflanze eingesetzt werden und der Aushub wandert zurück ins Pflanzloch. Nachdem Sie das Pflanzloch geschlossen haben, drücken Sie den Boden gut an und wässern die Pimpernuss ausreichend.

Die Pimpernuss pflanzen – alle Fakten im Überblick

MaßnahmeErläuterung
Standort finden Die Pflanzen bevorzugen einen warmen und sonnigen Standort. Die Pimpernuss steht gern geschützt und liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Boden vorbereiten Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig beschaffen sein. Das Substrat kann mit Laub oder Kompost vermischt werden. Eine Drainage im Boden verhindert Staunässe.
Pimpernuss pflanzen Das Pflanzloch ist etwa in doppelter Größe des Wurzelballens anzulegen. Vor der Pflanzung wird die Pimpernuss gewässert, damit sich die Wurzeln mit Wasser vollsaugen können. Auch nach erfolgter Pflanzung ist gut anzugießen.

Pimpernuss im Kübel kultivieren

Aufgrund ihrer geringen Größe lässt sich die Pimpernuss gut im Kübel kultivieren. Besonders junge Pflanzen sind sehr gut für die Kübelhaltung geeignet und damit auch auf Balkon und Terrasse eine Zierde.

Bei der Auswahl des Pflanzgefäßes sollte darauf geachtet werden, dass es eine ausreichende Größe besitzt und am Boden über genügend Abflusslöcher verfügt. Denn im Kübel ist es besonders wichtig, dass das Gießwasser gut abfließen kann, ansonsten kommt es schnell zu Staunässe und die Wurzeln faulen. Bringen Sie in den Gefäßboden daher auch zusätzlich eine Drainage aus Kies oder Blähton an, um die Durchlässigkeit des Substrates zu erhöhen. Versorgen Sie die Pimpernuss im Frühjahr mit einem Langzeitdünger.

Tipp: Wird die Pimpernuss im Kübel kultiviert, ist die Pflanze nicht winterhart und benötigt ein frostfreies Winterquartier.

Die Pflanzen wachsen circa 25 Zentimeter jährlich und können daher problemlos mehrere Jahre im Kübel kultiviert werden. Hat sich ein stabiles Wurzelsystem entwickelt, ist es umso einfacher, die Pflanze ins Freiland umzusetzen und dort erfolgreich weiter zu kultivieren.

Pimpernuss umtopfen

Zeigen sich am Gefäßboden die ersten Wurzeln, ist es an der Zeit, die Pimpernuss umzupflanzen. Der perfekte Zeitpunkt dafür ist im Frühling, noch vor dem Einsetzen der Wachstumsperiode. Hierfür entfernen Sie die Pflanze aus dem alten Gefäß und befreien sie weitgehend vom Substrat. Anschließend wird das neue Pflanzgefäß mit Substrat befüllt und die Pflanze dort vorsichtig eingesetzt. Dabei gilt es, die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Tipp: Das Umpflanzen ist der geeignete Zeitpunkt, die Pflanze auf Schädlinge oder Krankheiten zu untersuchen. Ein intaktes Wurzelsystem ist dabei auch meist ein Hinweis auf gesunde Pflanzen.

Nach dem Einsetzen der Pimpernuss kann das Substrat aufgefüllt werden. Gießen Sie die Pflanze nur noch gut an und kultivieren sie wie gewohnt weiter.

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Gartenhaus mit Strom versorgen: Wie sinnvoll sind Alternativen zum Erdkabel? https://www.gartentipps.com/gartenhaus-strom-alternativen-erdkabel.html https://www.gartentipps.com/gartenhaus-strom-alternativen-erdkabel.html#respond Mon, 30 Nov 2020 07:13:18 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=58613 Inhalt von Gartentipps.com:

Ein Gartenhaus mit Strom zu versorgen, bringt viele Vorteile mit sich. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Aber wie sinnvoll sind diese? Wer im eigenen Gartenhaus über eine Stromversorgung verfügt, kann das Häuschen auch dann nutzen, wenn es draußen dunkel ist, beispielsweise zum geselligen Beisammensein mit Freunden. Vielleicht möchte man auch eine Sauna im eigenen Gartenhaus […]

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Ein Gartenhaus mit Strom zu versorgen, bringt viele Vorteile mit sich. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Aber wie sinnvoll sind diese?

Gartenhaus mit Strom versorgen
© rh2010 / stock.adobe.com

Wer im eigenen Gartenhaus über eine Stromversorgung verfügt, kann das Häuschen auch dann nutzen, wenn es draußen dunkel ist, beispielsweise zum geselligen Beisammensein mit Freunden. Vielleicht möchte man auch eine Sauna im eigenen Gartenhaus betreiben und ist in einem solchen Fall zwingend auf eine stabile und leistungsstarke Stromversorgung angewiesen. Auch wenn man gern in dem Häuschen übernachten möchte, bergen stromfreie Beleuchtungsalternativen wie etwa Kerzen hohe Sicherheitsrisiken.

Um Kosten und Zeit zu sparen, muss die Installation der Stromversorgung gut geplant werden. In diesem Artikel bieten wir Tipps dafür.

Wichtige Fragen zur Stromversorgung

Wie hoch wird der zu erwartende Stromverbrauch liegen?
Um für alle möglichen Fälle gerüstet zu sein, sollte man hier sehr großzügig schätzen. Da sich die meisten Laien mit einer Schätzung dennoch überfordert fühlen, kann man eine solche auch von einem Fachmann vornehmen lassen, beispielsweise von einem Elektroinstallateur.

Ist ein Starkstromanschluss erforderlich?
Wer eine Gartensauna oder ein voll ausgestattetes Gartenhaus mit Küche plant, wird um einen solchen Anschluss nicht herumkommen.

Wer führt die Installation durch?
Entstehen Schäden durch eine nicht sachgemäße Installation, zahlt die Versicherung keinen Cent. Deshalb sollten Sie Elektroinstallationen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Wenn Sie die Installation unbedingt selbst vornehmen möchten, haben Sie eine weitere Möglichkeit. Diese besteht darin, das Resultat Ihrer Bemühungen von einem Experten begutachten und die ordnungsgemäße Durchführung bezeugen zu lassen.

Welche Anforderungen muss eine Stromversorgung für das Gartenhaus erfüllen?

Im Garten herrschen in Bezug auf Feuchtigkeit völlig andere Bedingungen vor als im Haus. Alle elektrischen Installationen, die im Gartenhaus vorgenommen werden, müssen deshalb eine Zulassung für Feuchträume besitzen.

Strom via Erdkabel – Nutzung des privaten Stromanschlusses oder des öffentlichen Stromnetzes

Stromkabel im Garten verlegen
© bildlove / stock.adobe.com

Die einfachste und günstigste Möglichkeit, für Strom im Gartenhaus zu sorgen, ist der Anschluss an das Stromnetz mittels eines Erdkabels. Aufgrund der zahlreichen Vorteile wird diese Variante in der Praxis auch am häufigsten genutzt. Auch sollte sich das Gartenhaus in diesem Fall nicht zu weit vom Haus entfernt befinden.

» Lesetipp: Stromkabel im Garten verlegen – Schritt für Schritt Anleitung

Soll das Gartenhaus an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden, da es sich nicht auf dem eigenen Grundstück befindet, muss ein solcher Stromanschluss allerdings erst beantragt werden, und man sollte sich zunächst darüber informieren, wie hoch die Kosten für Sicherungskasten, Stromzähler und Gebühren sind.

Alternativen zum Erdkabel

Solarenergie

Die optimale Lösung für jeden umweltbewussten Gartenfreund, der im Gartenhaus nur kleine Geräte anschließen möchte ist eine Photovoltaik-Anlage. Beispielsweise kann diese auf dem Dach des Gartenhauses angebracht werden. Steht diese Option nicht zur Verfügung, besteht auch die Möglichkeit, die Anlage an der Hausfassade anzubringen. Eine weitere Möglichkeit: Man stellt die Photovoltaik-Anlage frei auf. Überflüssiger Strom kann in einem Akku gespeichert werden.

» Lesetipp: Solarthermie oder Photovoltaik? Unterschiede und Verwendung (im Garten) erklärt

Eigene kleine Windkraftanlage

Eine weitere grüne Möglichkeit, das Gartenhaus mit Elektrizität zu versorgen, ist eine kleine Anlage, die Windkraft nutzt. Diese bietet den Vorteil, dass Sie kein Profi sein müssen, um eine Windturbine aufzubauen. Nachteil an der Sache ist jedoch zum einen, dass mit einem Geräuschpegel zu rechnen ist. Zum anderen muss der Mast mindestens sieben Meter hoch sein.

Die Leistung dieser Anlagen beträgt 0,05 bis 2 kW. Auch in diesem Fall ist ein Akku sinnvoll, der überflüssigen Strom speichert. In Bezug auf den Verwaltungsaufwand gestaltet sich die Installation von Windkraft recht unkompliziert, da eine vereinfachte Bauanfrage in den meisten Fällen genügt.

Tipp: Auch eine Kombination von Solar- und Windkraft macht Sinn, und man kann sich sicher sein, dass es sich um sauberen Strom handelt.

Eigener Stromgenerator

Stromgenerator
© bildlove / stock.adobe.com

Stromgeneratoren bieten mehrere Steckdosen, sodass zahlreiche Geräte, die im Gartenhaus verwendet werden, an diesen angeschlossen werden können. Um den Geräuschpegel im Garten zu minimieren, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass es sich um ein Produkt handelt, das sowohl über einen Katalysator als auch über ausreichende Schalldämmung verfügt.

Eine Leistung von 3,5 Watt ist für die Stromversorgung eines Gartenhauses optimal. Während mobile Stromgeneratoren den Strom mit einem Viertakt-Benzin-Verbrennungsmotor erzeugen, laufen stationäre Generatoren mit einem Dieselmotor. Umweltschützer sollten beachten, dass hierbei Abgase entstehen.

Inverter-Stromerzeuger liefern Strom in hoher Qualität mit geringeren Spannungsschwankungen. Sie bieten den Vorteil, dass sie nur so viel Strom erzeugen, wie gerade benötigt wird. Dadurch hält sich die Belästigung durch Geräusche und Abgase im Rahmen.

Tipp: Positionieren Sie den Stromerzeuger auf der Rückseite des Gartenhauses, stellen die erzeugten Geräusche in der Regel kein Problem dar.

Inwiefern sind diese Alternativen brauchbar?

Ein großer Kühlschrank im Gartenhaus, welcher mit Solarenergie betrieben wird? Das kann man vergessen, denn eine Solaranlage ist nur dazu in der Lage, kleine Geräte mit Strom zu versorgen. Auch eine Kleinwindkraftanlage oder ein Stromgernerator wird mit größeren Elektrogeräten, die mehr Strom brauchen, überfordert sein.

Herdplatten oder Kreissägen sind weitere Geräte, die viel Strom fressen. Einen Starkstromanschluss mit 400 V sowie einer Absicherung mit 32 A benötigt man zwingend, wenn etwa ein Gartenhäcksler angeschlossen werden soll. In jedem Fall macht es Sinn, sich zu dieser Frage von einem Elektrofachmann beraten zu lassen.

In einem voll eingerichteten Gartenhaus mit Küche und allem drum und dran, werden Sie mit den genannten Alternativen also nicht sehr weit kommen. Soll es sich dabei jedoch nur um einen Ort handeln, an dem Sie schöne Stunden mit ihren Liebsten verbringen möchten, können die genannten Alternativen für Sie durchaus Sinn machen. Hierbei sollten Sie aber auch immer die Verhältnismäßigkeit der Anschaffungskosten zur Nutzung im Hinterkopf behalten.

Manchmal reicht auch ein Verlängerungskabel

In manchen Fällen wird das Gartenhaus so selten genutzt, dass sich die Installation einer der oben genannten Stromversorgungen gar nicht rechnet. Vielleicht möchte man das Gartenhaus an einem besonders sonnigen Tag nutzen, um Zeitung zu lesen und dabei Radio hören. Oder Sie möchten zum Beispiel eine Gartenparty im Winter veranstalten. Dann können Sie mit einem Verlängerungskabel für den nötigen Strom für Heizung, Licht und Musik im Gartenhaus sorgen.

Bis auf solche Ausnahmen ist ein Verlängerungskabel als Stromquelle jedoch nicht geeignet und schon garnicht durchgehend über einen längeren Zeitraum. Denn es besteht das Risiko, dass das Kabel von einem Wildkaninchen oder anderen Tieren, die nachts zufällig in den Garten laufen, angeknabbert wird.

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Schimmel im Gartenhaus bekämpfen und vorbeugen https://www.gartentipps.com/schimmel-im-gartenhaus.html https://www.gartentipps.com/schimmel-im-gartenhaus.html#respond Sat, 28 Nov 2020 08:45:30 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=58586 Inhalt von Gartentipps.com:

Besonders Gartenhäuser aus Holz sind anfällig für Schimmel. Das muss aber nicht sein. Wir zeigen Ihnen, was Sie dagegen unternehmen können. Schimmel hat in Gartenhäusern nicht selten leichtes Spiel. Kaum ein Gartenbesitzer achtet akribisch auf die Regulierung des Raumklimas im Gartenhaus. Es wird wenig bis gar nicht gelüftet und viele Gärten werden während der kalten […]

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Besonders Gartenhäuser aus Holz sind anfällig für Schimmel. Das muss aber nicht sein. Wir zeigen Ihnen, was Sie dagegen unternehmen können.

Schimmel im Gartenhaus
Gartenhäuser aus Holz sind besonders anfällig für Schimmel – © schulzfoto / stock.adobe.com

Schimmel hat in Gartenhäusern nicht selten leichtes Spiel. Kaum ein Gartenbesitzer achtet akribisch auf die Regulierung des Raumklimas im Gartenhaus. Es wird wenig bis gar nicht gelüftet und viele Gärten werden während der kalten Jahreszeit überhaupt nicht aufgesucht. Nicht selten entsteht Schimmel im Gartenhaus unbemerkt und greift die Bausubstanz des Gebäudes an. Schimmelbefall ist nicht nur hässlich und unappetitlich, sondern kann auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben.

Schimmel – was ist das?

Wer gerne Blauschimmelkäse verspeist, konsumiert einen von etwa 130.000 verschiedenen Schimmelpilzen. Nutzpilze werden verwendet, um Käse zu veredeln oder Antibiotika herzustellen. Kommt es zu einer Oberflächenveränderung, sind weit häufiger Schadpilze die Ursache. Sind Lebensmittel von einem ekligen Pilzrasen überzogen, sind sie nicht nur ungenießbar, sondern giftig.

Tipp: Schimmelpilze werden durch Erhitzen, Trocknen oder Einfrieren nicht zerstört.

Nicht nur Nahrungsmittel werden von Schimmelpilzen befallen. Die meisten Gartenhäuser bestehen aus Holz. Schimmel kann das Holz angreifen und zu dessen Zersetzung führen. Die Gefahr geht dabei von lebendem wie von totem Schimmel aus.

Wie entsteht Schimmel?

Werden Lebensmittel nicht rechtzeitig entsorgt, kann sich schnell ein weißer bis gräulicher Belag auf der Oberfläche bilden. Ähnliches passiert auf feuchtem Holz oder an feuchten Wänden. Damit ist die wichtigste Grundvoraussetzung für Schimmelbildung gefunden: Feuchtigkeit.

Schimmelpilze können nur in einem feuchten Milieu überleben. Dabei ist es unwesentlich, ob die Nässe sich in der Substanz selbst entwickelt oder aus der Umgebungsluft stammt.
Pilzsporen kommen nahezu flächendeckend vor, innen wie außen. Eine Verbreitung der Pilzsporen ist auch über kondensierten Wasserdampf möglich. Wird ein geeigneter Nährboden gefunden, kommt es zur Myzel-Bildung und es entstehen kleine fadenförmige Zellen, die sich kreisförmig verbreiten.

Tipp: Schimmelpilze ernähren sich von Fetten, Protein und Kohlenhydraten, die sich in Staub, Holz, Mauerwerk oder Gewebe finden lassen.

Warum sind Gartenhäuser besonders schimmelgefährdet?

Schimmelsporen sind überall unterwegs. Ob es zur Schimmelbildung im Gartenhaus kommt, hängt allein damit zusammen, ob die Pilzsporen auf geeignete Lebensbedingungen treffen. In Gartenhäusern erwartet den Schimmelpilz in der Regel ein reiches Nahrungsangebot:

  • Staub
  • Schmutz
  • Nahrungsmittelreste
  • Zellulose
  • organisches Material in Tapeten und Fußböden

Haben Sie Ihr Gartenhaus zur Wohlfühloase umgestaltet, kann sich der Schimmel neben Wänden, Decken, und Gartenauflagen auch auf Bodenbelägen, Holzmöbeln oder Büchern breit machen.

Falsches Lüftungsverhalten begünstigt Schimmelbildung

Gartenhaus lüften
Falsches Lüften begünstigt Schimmel im Gartenheus – © DenisProduction.com
/ stock.adobe.com

Meist herrscht in Gartenhäusern eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Die regelmäßige und ausreichende Belüftung im Gartenhaus besitzt meist keine Priorität. Beträgt die Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent, ist Schimmelbildung vorprogrammiert.

Schimmel ist sehr resistent gegenüber seiner Umgebungstemperatur und toleriert Temperaturen zwischen 0 und 60 Grad. Die meisten Schimmelpilze breiten sich bei Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad aus. Im Sommer sind Gartenhäuser meist durch die direkte Sonneneinstrahlung aufgeheizt. Wenn nicht gelüftet wird, entsteht schnell ein Hitzestau.

Schlechte Dämmung führt häufig zu Schimmel

Hinzu kommt, dass Gartenhäuser häufig nicht ausreichend gedämmt sind. Dadurch entstehen Kältebrücken, an denen sich die Feuchtigkeit aus der Luft absetzt. Zudem kann Feuchtigkeit durch Dach und Wände eindringen. Das sind die idealen Bedingungen für Schimmel.

Tipp: Manchmal lässt sich der Schimmelbefall im Gartenhaus nicht auf den ersten Blick erkennen, denn Schimmelpilze siedeln sich gern auf holzzerstörenden Pilzarten an.

Schimmel im Gartenhaus entfernen – so geht’s

Wer Schimmel im Gartenhaus bemerkt, sollte schnell handeln, damit sich das befallene Material nicht weiter zersetzt und Schimmelpilze eingeatmet werden, was zu allergischen Reaktionen, Reizungen der Atemwege oder Asthma führen kann.

Die Vorgehensweise ist nicht klar definiert und zum Teil auch nicht unumstritten. So empfehlen Holzproduzenten, von chemischen Bekämpfungsarten abzusehen und auf Hausmittel zu vertrauen:

Schimmel mit Essig zu Leibe rücken

Essig ist ungiftig und in jedem Haushalt zu finden. Der Auftrag von Essig kann mithilfe eines Schwamms oder Tuches erfolgen. Die Einwirkzeit sollte mindestens 30 Minuten betragen.

Achtung: Wer mit Essigessenz arbeitet, sollte Schutzkleidung – insbesondere Schutzhandschuhe und Schutzbrille – tragen, da die Gefahr von Verätzungen besteht.

Auf kalkhaltigen Oberflächen bleibt die Wirkung von Essig allerdings aus.

Alkohol

Für Oberflächen, die nicht mit Essig gereinigt werden können, bietet sich reiner Alkohol an. Es sollte sich dabei mindestens um 70-prozentigen Alkohol handeln. Beim Auftrag besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Aber die Brandgefahr kann zum Risiko werden. Nach dem Auftrag sollte daher auf gar keinen Fall geraucht werden. Auch Kerzen dürfen dann im Gartenhaus nicht angezündet werden.

Tipp: Alkohol verflüchtigt sich schnell. Für eine nachhaltige Schimmelbekämpfung sind daher mehrere Anwendungen nötig.

Nach der Behandlung mit Alkohol bietet sich der zusätzliche Auftrag eines auf Chlorbasis entwickelten Schimmelentferners an. Die Behandlung ist mehrmals zu wiederholen. Während und nach der Anwendung ist das Gartenhaus gut durchzulüften.

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Wasserstoffperoxid

Kleinere Schimmelflecken im Gartenhaus lassen sich mit einer mindestens fünfprozentigen Wasserstoffperoxid-Lösung beseitigen. Schimmel lässt sich nur entfernen, wenn der Untergrund vollständig abgetrocknet ist. Dies kann mithilfe eines Löschblattes überprüft werden.

Bleiben die Schimmelflecken weiterhin sichtbar, muss das Holz mechanisch bearbeitet werden. Nachdem die betroffenen Flächen abgehobelt oder abgeschliffen wurden, werden sie neu überstrichen.

Spurensuche

Schimmel im Gartenhaus ist gleichzusetzen mit Feuchtigkeit im Gartenhaus. Damit es nicht zu erneuter Schimmelbildung kommt, ist die undichte Stelle am Gebäude unbedingt ausfindig zu machen.

mögliche Ursachen:

  • undichtes Dach
  • undichte Fenster
  • undichte Türen
  • überlaufende Regentonne
  • verstopfte Regenrinne
  • schlechter Wasserabfluss unter dem Gartenhaus

Wie lässt sich Schimmel im Gartenhaus vorbeugen?

Schimmel im Gartenhaus vorbeugen
Schimmel im Gartenhaus mit einem speziellen Anstrich vorbeugen – © Kathrin39 / stock.adobe.com

Wenn Sie im Herbst das Gartenhaus winterfest machen, ist das ein günstiger Zeitpunkt, das Gartenhaus auf mögliche Schwachstellen hin zu kontrollieren. Gegen eindringende Nässe durch Fenster und Türen hilft die Abdichtung mit Silikon. Schäden im Dach sind vor dem Winter auszubessern, ansonsten kann die Feuchtigkeit durch die Schneelast ungehindert ins Innere des Gartenhauses dringen.

Die Regenrinne kann ebenfalls zur Gefahrenquelle werden, wenn sie von Laub verstopft ist und der Wasserabfluss nicht mehr gewährleistet ist oder wenn sie zufriert und dadurch Schaden nimmt. Daher sollten Sie die Dachrinne vor Frost schützen. Gleiches gilt für die Regentonne. Diese ist im Herbst zu leeren, damit Frosteinwirkungen sie nicht zerstören. Gartenhäuser aus Holz sollten regelmäßig mit Holzschutzlasur behandelt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Auf dem Markt sind auch spezielle Schimmelschutzanstriche.

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Vorbeugend gegen Schimmel sollte das Gartenhaus regelmäßig gelüftet werden. Hierbei hat sich das Prinzip des Stoßlüftens bewährt. Alle Fenster sind mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten zu öffnen. Dabei sollte Durchzug erzeugt werden.

Tipp: Ist das tägliche Lüften nicht zu realisieren, können Lüftungsöffnungen für einen Feuchtigkeitsaustausch sorgen. Der Standort ist entsprechend anzupassen. Ein Gitter sorgt dafür, dass keine Insekten oder Kleinnager ins Gartenhaus gelangen können.

Bei längerer Abwesenheit können Luftentfeuchter im Gartenhaus ausgestellt werden. Diese funktionieren auf Silikatbasis, ähnlich der Katzenstreu oder ziehen die Luft ein um sie zu entfeuchten. Diese Geräte benötigen allerdings einen Stromanschluss.

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Weitere Tipps, um Schimmel im Gartenhaus vorzubeugen

Gartenhäuser sind Wind und Wetter ausgesetzt. Dies sollte schon beim Kauf ins Auge gefasst werden. Nicht nur die Optik spielt eine Rolle. Scheint es bauphysikalisch wenig sinnvoll, ein Gartenhaus aus Holz aufzustellen, sind passende Alternativen ratsam.

Der Standort für das Gartenhaus ist vorab zu überprüfen. Bei Fragen wie Bodenart und der Nähe zu Grundwasser ist es von Vorteil, einen Fachmann zu beauftragen. Auch das Baumaterial kann bereits Feuchtigkeit in sich tragen. Dies ist beispielsweise bei nicht ausreichend gelagertem Holz der Fall.

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Bambus pflanzen, pflegen und überwintern https://www.gartentipps.com/bambus.html https://www.gartentipps.com/bambus.html#respond Sat, 28 Nov 2020 07:52:19 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=59061 Inhalt von Gartentipps.com:

Bambus ist recht pflegeleicht und vielseitig einsetzbar. Dabei stellt er keine großen Ansprüche an den Boden, benötigt aber einen Schutz im Winter. Bambus (Bambusoideae) ist ein pflegeleichtes Ziergras, welches im Garten bei guter Pflege imposante Ausmaße annehmen kann. Auch im Kübel macht das Riesengras eine gute Figur und verschönert Balkon oder Terrasse. Hier kann es […]

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Bambus ist recht pflegeleicht und vielseitig einsetzbar. Dabei stellt er keine großen Ansprüche an den Boden, benötigt aber einen Schutz im Winter.

Bambus
© hcast / stock.adobe.com

Bambus (Bambusoideae) ist ein pflegeleichtes Ziergras, welches im Garten bei guter Pflege imposante Ausmaße annehmen kann. Auch im Kübel macht das Riesengras eine gute Figur und verschönert Balkon oder Terrasse. Hier kann es gleichzeitig einen Sichtschutz bieten. Das exotisch anmutende Gras ist erstaunlich gut an unser Klima angepasst und übersteht den Winter im Garten unbeschadet. Besonders stimmig wirkt das wuchsfreudige Riesengras in asiatischen Gärten und in Verbindung mit Teichen und Wasserläufen.

Vorkommen des Bambus

Bambus wächst in einem breiten Gürtel, der sich rund um den Aquator vom 40. Breitengrad südlich bis zum 40. Breitengrad nördlich erstreckt. Zu finden ist der Bambus dort in tropischen Wäldern bis zu einer Höhe von über 3000 Metern über dem Meeresspielgel.

Die meisten Bambusarten sind in Asien beheimatet, wo er auch gezielt kultiviert wird. Von dort stammen übrigens auch die meisten Sorten, die wir hier bei uns ziehen können. Zudem lassen sich in Südamerika, Afrika und Australien ausgesprochen interessante Arten finden. Die Vielfalt reicht dort von kletternden und hängenden Bambusarten bis hin zu baumbewohnenden Arten.

Besonderheiten des Bambus

Bambus gehört zu den Süßgräsern und ist mit über 1.500 Arten vertreten. Diese wiederum unterteilen sich in drei Tribus:

  • Bambuseae: verholzende Bambusarten der Tropen und Subtropen
  • Olyreae: krautig wachsende Bambusarten der Tropen und Subtropen
  • Arundinarieae: verholzende Bambusarten der gemäßigten Zone

Wurzelsystem des Bambus

Alle Bambusarten besitzen ein Rhizom, welches unterirdisch wächst und wie die Halme aus Knoten und Internodien besteht. Hier unterscheidet man jedoch zwei Wuchsformen. So gibt es horstbildende Rhizome und ausläuferbildende Rhizome. Letztere neigen dazu, sich unkontrolliert auszubreiten und können sogar Mauerwerke oder Straßen beschädigen. Um dem vorzubeugen, müssen die Rhizome mindestens einmal in der Saison abgestochen werden. Alternativ kann der Bambus auch bei der Pflanzung mit einer Wurzelsperre versehen werden.

Tipp: Haben Sie bei der Pflanzung vergessen, den Rhizomen Einhalt zu gebieten, ist es auch möglich, dass Sie die Wurzelsperre nachträglich einbauen.

Bambus pflanzen

Bambus erhalten Sie als Containerpflanze im Handel. Die robusten Pflanzen können das ganze Jahr über gepflanzt werden, ausgenommen Frostperioden oder heiße und trockene Sommertage.

Generell empfiehlt sich das Frühjahr als beste Pflanzzeit. Dann bleibt dem Bambus genügend Spielraum, sich bis zum Winter an seinen neuen Standort zu gewöhnen und stabile Wurzeln zu bilden.

Passender Standort für den Bambus

Der Bambus fühlt sich in Sonne wie Halbschatten wohl. Wichtig ist, einen windgeschützten Standort zu finden, damit die Halme nicht knicken.

In Einzelpflanzung kann das imposante Gras seine Reize ausspielen. Für die Kübelhaltung haben sich die mittelhohen Sorten bewährt. Kleinwüchsiger Bambus kann als Bodendecker und als Unterpflanzung von Gehölzen und Sträuchern eingesetzt werden.

Das ideale Substrat für den Bambus

Bambus zeigt sich angesichts der Wahl des Substrats nicht wählerisch. Ist der Boden besonders schwer und lehmhaltig oder im Gegenzug zu sandig, sollten Sie das Substrat dennoch den Wachstumsbedingungen der exotischen Pflanze anpassen.

In einem zu sandigen Substrat läuft Bambus Gefahr auszutrocknen. Dies wird durch starke Sommerhitze ebenso begünstigt wie durch winterliche Kahlfröste.

Tipp: Sandboden lässt sich durch die Beigabe von Kompost und Gesteinsmehl verfestigen.

Schwerer Lehmboden verhindert das Abfließen von Gießwasser. Hier können Sie Kies oder groben Sand einarbeiten. Heben Sie das Pflanzloch etwas tiefer als notwendig aus, kann eine Kiesschicht als Drainage eingebracht werden.

Die Pflanzung – Schritt für Schritt

Bambus pflanzen
Einige Bambusarten benötigen keine Wurzelsperre – © LianeM / stock.adobe.com

Der Grund des Pflanzloches ist gut aufzulockern. Auf die untere Bodenschicht können Kompost, Humus oder Pferdemist aufgetragen werden. Der Boden ist besonders gründlich von Wurzelunkräutern zu säubern. Später lassen sich diese nur noch schwer entfernen. Besonders ärgerlich ist das Auftreten der Ackerwinde, die sich um die Halme des Bambus schlingt.

Bei der Pflanzung gehen Sie folgendermaßen vor:

❶ Boden von Steinen, Unkraut und Wurzelresten befreien
❷ Pflanze wässern
❸ Pflanzloch 70 cm tief und in doppelter Größe des Pflanzcontainers ausheben
❹ Erdaushub entsprechend mit Kompost und Hornspänen aufwerten
❺ gegebenenfalls Wurzelsperre einbauen
❻ Bambus einsetzen
❼ Substrat auffüllen
❽ Erde gut andrücken
❾ Bambus reichlich angießen

Bambus richtig gießen

Bambuspflanzen benötigen reichlich Wasser. Die meisten Arten reagieren empfindlich auf einen zu trockenen Stand und signalisieren dies durch Blattfall. Auch während der kalten Jahreszeit darf der Boden nicht an Feuchtigkeit verlieren. Gegossen wird im Winter nur wenn kein Frost herrscht.

Bambus richtig düngen

Bambus besitzt einen hohen Bedarf an Kalium und Stickstoff. Daher sollten Sie entsprechende Düngergaben im Frühling mit Beginn der Wachstumsperiode verabreichen .

Tipp: Im Handel gibt es spezielle Bambusdünger. Alternativ erfüllt auch ein Langzeitdünger für den Rasen die Ansprüche der Pflanze.

Auch ein organische Dünger mit einer Mischung aus Kompost oder Hornspänen kommt dem Nährstoffbedarf der Pflanzen im Frühling entgegen. Im Herbst kann Rasendünger Bambus fit für den Winter machen. Der hohe Anteil an Kalium macht den Bambus unempfindlich gegenüber Frostschäden.

Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps im Überblick

MaßnahmeWas ist zu tun?
Standort finden• Sonne bis Halbschatten
• windgeschützt
Substrat vorbereiten• Sandboden mit Kompost oder Bentonit befestigen
• schwere Böden mit Kies oder Sand auflockern
Gießen• reichlich gießen
• auch im Winter bewässern
Düngen• Bambus- oder Rasendünger im Frühling
• Kompost und Hornspäne jährlich

Bambus schneiden

Bambus wird nur in der kompletten Höhe geschnitten, wenn er als Hecke in einer bestimmten Höhe kultiviert werden soll.

Tipp: Die abgeschnittenen Halme des Bambus wachsen nicht mehr weiter.

Um die Wuchsform der Pflanze zu erhalten, ist ein Auslichtungsschnitt im Frühling ratsam. Dabei werden alte Halme, die an Form und Glanz verloren haben bodennah entfernt. Dies schafft Platz für den Wuchs neuer, gesunder Pflanzenteile.

Bambus vermehren

Der Bambus kann kinderleicht durch Teilung vermehrt werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist der Frühling. Die Pflanze muss dafür zunächst komplett aus dem Boden genommen werden. Dies bietet dem Hobbygärtner Gelegenheit, die Wurzeln zu kontrollieren und alte oder kranke Pflanzenteile zu entfernen.

Um eine neue Pflanze zu erhalten, wird der Wurzelballen mit einem scharfen Messer geteilt. Die einzelnen Rhizome treiben zuverlässig aus und können neu verpflanzt werden.

Bambus überwintern

Die Winter werden in der Regel gut überstanden. Um Schäden durch Kahlfröste zu begegnen, ist es hilfreich, wenn Sie den Bambus mit Gartenvlies umwickeln. Eine Mulchschicht um die Pflanze herum schützt zusätzlich vor Frostschäden.

Tipp: Damit der Bambus nicht austrocknet, ist die Erde vor dem ersten Frost durchgängig zu wässern.

Kübelpflanzen schützen Sie mit Stroh- oder Kokosmatten vor dem Durchfrieren.

Horstbildende Bambusarten

Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es horstbildende und ausläuferbildende Bambusarten. Letzte neigen leider dazu, sich unkontrolliert auszubreiten, wenn Sie sie nicht oder nicht richtig mit einer Wurzelsperre versehen. Deshalb möchten wir Ihnen einige schöne Bambusarten vorstellen, die keine Ausläufer bilden.

Fontänen-Schirmbambus (Fargesia nitida)

Fontänen-Schirmbambus
© вит вит / stock.adobe.com
Bambus, Fontänen-Schirmbambus (Fargesia nitida)
Wuchsgeschwindigkeit: 40 – 80 cm im Jahr
Wuchshöhe: 300 – 400 cm
Wuchsbreite: 250 – 400 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: nährstoffreich, durchlässiger Gartenboden, keine Staunässe
Besonderheiten: für Teichufer und Bachlauf prädestiniert, dekorative Kübelpflanze, keine Wurzelsperre notwendig, liebt hohe Luftfeuchtigkeit
Verwendung: Einzelstellung, Gruppen, Gruppengehölz, Kübel
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Gartenbambus ‚Superjumbo‘ (Fargesia nitida)

Gartenbambus 'Superjumbo'
© PIXATERRA / stock.adobe.com
Gartenbambus ‚Superjumbo‘ (Fargesia nitida)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 50 cm im Jahr
Wuchshöhe: 200 – 300 cm
Wuchsbreite: 150 – 250 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Halbschatten bis Schatten
Boden: durchlässige, nahrhafte Böden, leicht sauer, von feucht bis mäßig trocken
Besonderheiten: schneller Sichtschutz, bildet keine Ausläufer, sonnige Standorte nur bei hoher Luftfeuchte
Verwendung: Einzelstellung, Heckenpflanze, Schichtschutz
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Chinarohrgras (Fargesia murielae)

Chinarohrgras
© wsf-f / stock.adobe.com
Chinarohrgras (Fargesia murielae)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 200 – 300 cm
Wuchsbreite: 100 – 250 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Halbschatten
Boden: durchlässige, nahrhafte Böden, leicht sauer, von feucht bis mäßig trocken
Besonderheiten: horstbildend, dadurch keine Rhizomsperre notwendig, sonniger Standort nur bei ausreichender Luftfeuchte
Verwendung: Kübel, Hecke, Gruppenpflanze, Einzelstellung
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Fächerahorn – Standort, Boden und Pflegetipps https://www.gartentipps.com/faecherahorn.html https://www.gartentipps.com/faecherahorn.html#respond Fri, 27 Nov 2020 10:32:45 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=59241 Inhalt von Gartentipps.com:

Der Fächerahorn eignet sich hervorragend als Solitärpflanze im Garten oder in einem Kübel auf der Terrasse. Mit diesen Pflegetipps fördern Sie den Wuchs. Der Fächerahorn (Acer palmatum) kommt ursprünglich aus Japan, ist jedoch schon seit vielen Jahren in unseren Gärten heimisch und wird immer beliebter. Er ist so beliebt, weil es sich um einen filigranen […]

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Der Fächerahorn eignet sich hervorragend als Solitärpflanze im Garten oder in einem Kübel auf der Terrasse. Mit diesen Pflegetipps fördern Sie den Wuchs.

Fächerahorn
An einem sonnigen bis halbschattigen Standort wächst der Fächerahorn am besten | © Delphotostock / stock.adobe.com
Der Fächerahorn (Acer palmatum) kommt ursprünglich aus Japan, ist jedoch schon seit vielen Jahren in unseren Gärten heimisch und wird immer beliebter. Er ist so beliebt, weil es sich um einen filigranen Baum handelt, der meist recht klein bleibt und dementsprechend pflegeleicht ist. Aber nicht nur das: er begeistert auch mit seinen tollen Blättern, die gerade im Herbst herrliche Rottöne fabrizieren.

Damit der Fächerahorn auch in Ihrem Garten schön wächst und gedeiht, müssen Sie ein paar wichtige Dinge beachten. So ist z.B. der richtige Standort sehr wichtig.

Fächerahorn (Acer palmatum )
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 500 – 700 cm
Wuchsbreite: 150 – 300 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, locker, frisch bis feucht
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4 Tipps für einen prächtigen Wuchs

Fächerahorn Pflege
Fächerahorn benötigt einen lockeren und durchlässigen Boden | © philipbird123 / stock.adobe.com

❖ Tipp 1 – Standort

Ob Sonne oder Halbschatten, der Fächerahorn mag beides. Was er jedoch gar nicht leiden kann, ist die pralle Mittagssonne. Wählen Sie deshalb am besten einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Standort muss zudem windgeschützt sein, da starker Wind die Blätter zerreißen kann.

Perfekt wäre z.B. ein Platz in der Nähe von Gewässern. Grund dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die dem Fächerahorn gut bekommt. Sie hilft auch gegen die Blattspitzendürre und verhindert, dass die Blattspitzen verbrennen und braun werden.

&rquo; Lesetipp: Braune Spitzen am Fächerahorn – Was bedeutet das?.

❖ Tipp 2 – Boden

Der Fächerahorn mag lockere und durchlässige Böden am liebsten. Hier können Regen- und Gießwasser optimal abfließen. Staunässe mag der Ahorn überhaupt nicht. Haben Sie in Ihrem Garten einen schweren Boden, dann lockern Sie diesen etwas auf. Mischen Sie dazu einfach etwas Sand unter die Erde.

Möchten Sie den Fächerahorn im Kübel halten, dann greifen Sie am besten auf spezielles Pflanzensubstrat für Kübelpflanzen zurück. Legen Sie zudem im Kübel eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton an.

Zusatztipp:
Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, verteilen Sie einfach etwas Mulch auf der Erdoberfläche.

❖ Tipp 3 – gießen & düngen

Der Fächerahorn liebt es feucht. Das Laubgehölz ist nämlich ein Flachwurzler und kann in heißen Sommern schnell austrocknen. Ältere Bäume können einen vorübergehenden Wassermangel überstehen, jüngere jedoch nicht. Gießen Sie den Baum in den heißen Sommermonaten deshalb regelmäßig und auch reichlich. Am besten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, da das Wasser dann nicht gleich wieder verdunstet.

Wenn Sie Ihren Fächerahorn düngen möchten, dann greifen Sie am besten auf Depotdünger zurück, der das ganze Jahr über wirkt.

❖ Tipp 4 – überwintern

In der Regel sind die im Handel angebotenen Fächerahorne winterfest. Wird der Winter jedoch sehr streng, dann sollten Sie den Ahorn schützen. Bedecken Sie den Boden z.B. mit einer Schicht Stroh und legen Sie darüber etwas Reisig. Handelt es sich noch um einen sehr jungen Baum, dann umhüllen Sie die Krone mit Vlies.

Kübelpflanzen stellen Sie am besten an einen windgeschützten Platz. Umhüllen Sie auch hier die Krone mit etwas Vlies. Zusätzlich sollten Sie den Kübel auf eine wärmende Styroporplatte stellen.

Fächerahorn schneiden -ja oder nein?

Fächerahorn reagiert, wie andere Ahorne auch, empfindlich wenn er geschnitten wird. Das Ziergehölz fängt intensiv an zu bluten, was zum Absterben des Zierahorns führen würde. Lediglich kranke oder tote Äste dürfen abgeschnitten werden.

Krankheiten und Schädlinge am Fächerahorn

Krankheiten oder Schädlinge am Fächerahorn entwickeln sich meistens durch Pflegefehler.

Milben und Läuse

Der richtige Standort ist enorm wichtig für einen prächtigen und gesunden Wuchs. Wurde dieser falsch gewählt, können sich Blattläuse, Schildläuse, Spinn- und Gallmilben auf dem Fächerahorn ausbreiten.

Verticillium-Welke

Ist der Fächerahorn von der Verticillium-Welke betroffen, sind Pilze in das Holz eingedrungen und der Zierbaum wird nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Erkennbar ist die Krankheit an vertrockneten Blättern bis hin zu ansterbenden Trieben.

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Bärenfell-Schwingel – pflanzen, pflegen und schneiden https://www.gartentipps.com/baerenfell-schwingel.html https://www.gartentipps.com/baerenfell-schwingel.html#respond Thu, 26 Nov 2020 06:03:58 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=58536 Inhalt von Gartentipps.com:

Ziergräser lassen sich gemeinhin in feuchtigkeitsliebende Ufergräser und Trockengräser einteilen. Zu letzteren gehört auch der Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri). Seine gelb-grünen Ährenrispen eignen sich wunderbar als Bepflanzung für eine Vielzahl von Gartenkonzepten im Bereich der Trocken- und Sonnengärten. Der Bärenfell-Schwingel stammt aus der Gattung der Schwingel. Im Bereich der Ziergräser eine äußerst wichtige Süßgrasgattung, der auch […]

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Ziergräser lassen sich gemeinhin in feuchtigkeitsliebende Ufergräser und Trockengräser einteilen. Zu letzteren gehört auch der Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri). Seine gelb-grünen Ährenrispen eignen sich wunderbar als Bepflanzung für eine Vielzahl von Gartenkonzepten im Bereich der Trocken- und Sonnengärten.

Bärenfell-Schwingel
© speakingtomato / stock.adobe,com
Der Bärenfell-Schwingel stammt aus der Gattung der Schwingel. Im Bereich der Ziergräser eine äußerst wichtige Süßgrasgattung, der auch solch beliebte Ziergräser wie der Blau-Schwingel oder Rot-Schwingel entstammen. Die Rispen dieser ziervollen Gräser werden gerne als Dekorationselemente für Blumensträuße oder Blumengestecke genutzt. Im Garten verleihen ihre Ähren außerdem vielen Gestaltungskonzepten ein natürliches Erscheinungsbild.

Die Einsatzmöglichkeiten von Schwingel-Arten sind äußerst vielseitig, was nicht zuletzt auch an ihrer moderaten Wuchshöhe liegt. Dank ihr lassen sich die Horste der Schwingel sehr leicht in Gartenkonzepte integrieren. Dabei zeigen sich Arten, wie der Bärenfell-Schwingel, unglaublich pflegeleicht und robust. Der Bärenfell-Schwingel ist hier beispielsweise bis -29 °C winterhart. Er kann daher problemlos mehrjährig im Garten überdauern.

Bärenfell Schwingel (Festuca gautieri)
Wuchs: polsterartig, rasenartig, horstig
Wuchshöhe: 10 – 30 cm
Besonderheit: guter Bodendecker für sonnige Standorte
Pflanzenbedarf: 3 bis 5 Pflanzen, 30 bis 40 cm Pflanzabstand
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: leicht trocken bis frisch, durchlässig, nährstoffarm
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Bärenfell-Schwingel im Garten

Festuca gautieri stammt ursprünglich aus den Pyrenäen sowie dem Mittelmeerraum. Dementsprechend ist das Süßgras charakteristisch für karge und mediterrane Naturlandschaften. Das lässt sich im Garten wunderbar für Gestaltungskonzepte wie

  • Steppengarten
  • und Wildgarten
nutzen. Auch zur Dachbegrünung, an Steinmauern, Steintreppen oder in Steinfugen gedeiht Bärenfell-Schwingel prächtig. Dabei wirkt das Ziergras stets etwas rustikal, wovon eine ländliche Atmosphäre im Garten unwahrscheinlich profitiert. Eine Kübelpflanzung ist ebenfalls möglich.

Bärenfell-Schwingel in Blumenwiesen

Gerne kommt der Bärenfell-Schwingel außerdem in Wildblumenwiesen und Naturwiesen zum Einsatz, wo er ein naturbelassenes Ambiente fördert. Dank einer geringen Wuchshöhe von nur 10 bis 30 cm fügt sich die Schwingel-Art wunderbar in niedrigwachsende Blumen- und Gräser-Arrangements ein. Aufpassen muss man hier aber mit Blick auf die Vermehrungsgewohnheiten des Süßgrases. Denn die Ährchen enthalten nach der Fruchtreife unzählige Karyopsen, die sich über den Wind rasch im Garten ausbreiten. Gerade in Blumenwiesen verdrängen die wuchernden Horste des Bärenfell-Schwingels darum schnell konkurrenzschwache Blumenstauden, wenn sie nicht im Zaum gehalten werden.

» Tipp: Es gibt eine Spezialsorte des Bärenfell-Schwingels namens ‘Pic Carlit’. Sie wächst mit nur 10 cm Wuchshöhe etwas niedriger als die Stammart und ist deshalb sehr gut für Dachbegrünungen und niedrige Pflanzenarrangements geeignet.

Bärenfell-Schwingel 'Pic Carlit'
© speakingtomato / stock.adobe.com
Bärenfell-Schwingel ‚Pic Carlit‘ (Festuca gautieri ‚Pic Carlit‘)
Wuchs: kompakt, halbkugelig, horstig, polsterartig
Wuchshöhe: 5 – 10 cm
Verwendung: Steingarten, Fugenbepflanzung, Gehölzrand, Heidegarten
Pflanzabstand: 30 bis 40 cm
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: gut durchlässig, nährstoffarm, leicht trocken bis frisch
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Bärenfell-Schwingel – Standort und Pflanzung

Bärenfell-Schwingel ist wie erwähnt, in eher kargen und trockenen Regionen heimisch. Dementsprechend sollte der Standortboden im Garten eher durchlässig sowie humus- und nährstoffarm sein. Weil Festuca gautieri in seinen Herkunftsgebieten außerdem bevorzugt an felsigen Hängen bzw. in Steinlagen sprießt, empfiehlt sich ein kiesig-lehmiges oder zumindest sandig-lehmiges bis sandig-toniges Substrat. Der optimale Boden-pH-Wert für Bärenfell-Schwingel liegt mit 6,5 bis 7,5 im neutralen bis schwach sauren Bereich.

Wichtig: Trotz seiner mediterranen Herkunft sollte Festuca gautieri nicht zu sonnig stehen. Wohler fühlt sich das Ziergras an halbschattigen Standorten. Eine Unterpflanzung schattenspendender, aber lichter Laubgehölze ist daher durchaus denkbar.

Bärenfell-Schwingel – Pflanzanleitung in 3 Schritten

  • 1. Schritt: Gepflanzt wird der Bärenfell-Schwingel im Frühling. Es sollten keine Spätfröste mehr auftreten, weshalb sich ein Pflanztermin im Mai nach den Eisheiligen empfiehlt. Alternativ ist eine Pflanzung im Sommer oder Frühherbst möglich.
  • 2. Schritt: Lockern Sie das Erdreich vor der Pflanzung gut auf und bringen Sie eine Kiesdrainage im Pflanzloch aus. Überhaupt sind Kiesbeete am besten zur Kultur geeignet. Das Substrat sollte darum vorab mit ausreichend Kies optimiert werden. Auf eine Grunddüngung können Sie mit Blick auf den niedrigen Nährstoffbedarf des Süßgrases dagegen verzichten. Reichern Sie den Boden allenfalls mit etwas Kalk an.
  • 3. Schritt: Die Horste von Festuca gautieri erreichen Wuchsbreiten von bis zu 40 cm. Dementsprechend sollten Sie den Pflanzabstand großzügig bemessen. Die Horste müssen locker wachsen können, ohne aneinander zu stoßen. Ansonsten verkahlen sie an den Rändern und werden unansehnlich. Als Faustregel gilt: Verwenden sie nicht mehr als 6 bis 8 Pflanzen pro Quadratmeter.

Bärenfell-Schwingel gießen und düngen

Die Bewässerung erfolgt am Bärenfell-Schwingel äußerst sparsam. Lediglich im Sommer bzw. in lang anhaltenden Trockenphasen müssen Sie manuell gießen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, weshalb sie vor jedem Gießgang am besten per Fingerprobe testen, ob der Boden bereits gut abgetrocknet ist.

Auch was die Düngung anbelangt, ist bei Festuca gautieri weniger mehr. Zu viele Nährstoffe lassen die Horste des Ziergrases rasch von innen heraus vergreisen und die Pflanze stirbt schnell ab. Auch macht eine Überdüngung das Süßgras anfällig für Schadbilder und Frostschäden. Bei optimaler Standortwahl sind zusätzliche Düngergaben aber ohnehin nicht nötig.

Bärenfell-Schwingel – schneiden und vermehren

Etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern die Schnittmaßnahmen am Bärenfell-Schwingel. Beispielsweise sind regelmäßige Schnitte nötig, um eine unkontrollierte Selbstaussaat und damit ein Wuchern der Schwingelhorste im Garten zu verhindern. Schneiden Sie hierfür verblühte Stiele zeitnah ab. Daneben werden noch einige weitere Schnitte notwendig, um den Bärenfell-Schwingel so lange wie möglich zu erhalten.

Formschnitt

Das Ausschneiden der Blütenstiele unterstützt auch einen kompakteren Wuchs. Gerade ältere Horste des Festuca gautieri neigen dazu, auseinander zu fallen. Jährliche Formschnitte im Sommer sollten darum nicht fehlen.

Rückschnitt

Ebenfalls im Sommer kann ein Rückschnitt am Bärenfell-Schwingel erfolgen. Wer den sommerlichen Zierwert nicht beeinträchtigen möchte, kann den Schnitt aber auch im Frühjahr durchführen, um einen üppigen Neuaustrieb zu fördern.

Verjüngungsschnitt

Auch zur Verjüngung älterer Pflanzen können Sie hin und wieder die Gartenschere zücken. Entsprechende Schnittmaßnahmen werden im Herbst durchgeführt. Stellen Sie aber sicher, dass in den ersten Tagen nach dem Schnitt noch kein Frost droht. Der Frühherbst bietet sich deshalb am besten für einen Verjüngungsschnitt an.

Alternativ zum Verjüngungsschnitt können Sie den Bärenfell-Schwingel auch durch Teilung der Horste verjüngen. Die Teilung wird im Herbst durchgeführt und kann auch gleich zur Vermehrung der Pflanze genutzt werden.

Bärenfell-Schwingel richtig überwintern

Festuca gautieri ist völlig winterhart und setzt dank immergrüner Grashalme auch im Winter schöne Akzente im Garten. Allerdings können Wintersonne und Schmelzwasser den Horsten gefährlich werden. Im Zweifelsfall sollten Sie die Gräser daher aufbinden und den Wurzelbereich mit Gartenvlies oder Reisig abdecken.

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Bärenfell-Schwingel – Krankheiten und Schädlinge

Der größte Feind des Bärenfell-Schwingels ist Staunässe. Sie sorgt meist unausweichlich für Wurzelfäule und lässt das Ziergras leicht absterben. Gießen Sie, wenn überhaupt, daher immer sehr maßvoll. Eine Überdüngung fördert an Festuca gautieri dagegen Schädlingsbefall. Auch büßt das Süßgras bei einem Überangebot an Nährstoffen seine kräftig grüne Farbe ein. Gehen Sie deshalb auch mit Dünger sparsam um. Wenn Sie die Pflegekriterien hier ernsten nehmen, erhalten Sie eine gesunde Pflanze, die relativ resistent gegen Krankheiten und Schädlinge ist.

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Lilien Pflege im Topf – Tipps für Zimmerpflanzen https://www.gartentipps.com/lilien-pflege-im-topf.html https://www.gartentipps.com/lilien-pflege-im-topf.html#respond Tue, 24 Nov 2020 06:08:18 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=58969 Inhalt von Gartentipps.com:

Lilien im Topf brauchen ein gewisses Maß an Pflege. Hierbei kommt es vor allem auf den richtigen Standort und das Gießverhalten an. Lilien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen in deutschen Gärten, können aber auch wunderbar im Topf gepflanzt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Größe des Topfes zur Zwiebelgröße und -anzahl passt. Lilien […]

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Inhalt von Gartentipps.com:

Lilien im Topf brauchen ein gewisses Maß an Pflege. Hierbei kommt es vor allem auf den richtigen Standort und das Gießverhalten an.

Lilien im Topf Pflege
© Iryna / stock.adobe.com
Lilien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen in deutschen Gärten, können aber auch wunderbar im Topf gepflanzt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Größe des Topfes zur Zwiebelgröße und -anzahl passt. Lilien im Freiland werden ca. 25 cm tief gesetzt, bei Topfkulturen ist eine Pflanztiefe von mindestens 15 cm einzuhalten. Der Durchmesser des Topfes – bei einer einzelnen Pflanze – sollte gute 20 cm betragen. Werden mehrere Lilienzwiebeln in einem Topf gepflanzt, beträgt der Pflanzabstand 15 cm. Da Lilien empfindlich auf Staunässe reagieren, ist es ratsam, dass der Topf Abflusslöcher hat.

Egal ob Sie selbst pflanzen, oder eine Lilie im Handel kaufen, die Topfkultur braucht im heimischen Wohnzimmer Pflege. Worauf Sie hier genau achten müssen, erklärt unser kleiner Ratgeber.

Lilie im Topf pflegen

Werden Lilien als Zimmerpflanze kultiviert, hält sich der Pflegeaufwand wirklich in Grenzen. Einige Aspekte sind aber schon zu beachten, damit die Lilie im Blumentopf prächtig gedeiht.

➔ Standort und Substrat

Lilien als Zimmerpflanze
© elena kholopova/EyeEm / stock.adobe.com
In Haus oder Wohnung braucht die Lilie einen hellen, sonnigen Standort, direkte und zu viel Sonneneinstrahlung mag die Zwiebelblume aber nicht. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 15 und 20 Grad. Steht die Lilie zu warm, verblüht sie schneller.

Das Substrat sollte locker und humos sein, sowie einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen. Herkömmliche Blumenerde kann verwendet werden, ideal ist Rhododendronerde, da Lilien die gleichen Ansprüche wie Rhododendren haben. Wir empfehlen Torfreduzierte Bio-Spezialerde mit saurem ph-Wert.

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➔ Lilien im Topf richtig gießen

Je wärmer es in der Wohnung ist, desto mehr müssen Lilien gegossen werden. Halten Sie die Blumenerde gleichmäßig feucht, sie darf nicht austrocknen. Mit der Fingerprobe lässt sich leicht feststellen, wann es Zeit ist zu gießen. Zu viel Wasser darf es aber auch nicht sein, denn die Zimmerpflanze verträgt keine Staunässe.

➔ Lilien im Topf düngen

Wurde ein nährstoffreiches Substrat ausgewählt, braucht die Zimmerlilie kaum Dünger. Sie können das Wachstum unterstützen, wenn Sie alle ein bis zwei Wochen Flüssigdünger ins Gießwasser geben. Eine Alternative ist Langzeitdünger in Stäbchenform, der einfach in die Blumenerde gesteckt wird.

➔ Lilien im Topf schneiden

Lilien im Topf schneiden
© olgavolodina / stock.adobe.com
Während der Blütephase wird nicht geschnitten. Erst wenn die Blüten verwelkt sind (im Herbst), erfolgt ein Rückschnitt. Benutzen Sie ein scharfes Messer, um Verletzungen an der Zimmerpflanze zu vermeiden. Geschnitten wird unterhalb des Blütenstandes, etwa eine Handbreite über der Erde.

➔ Topflilien überwintern

Zimmerlilien brauchen im Winter einen kühleren Standort und müssen deshalb in den Keller, die Garage oder einen ähnlich kälteren Raum umziehen. Damit die Zwiebel nicht austrocknet, wird alle zwei bis drei Wochen mäßig gegossen. Nach der Überwinterung kann umgetopft werden, das gibt der Zwiebelblume neue Kraft zum Wachsen.

» Hinweis: Katzenbesitzer sollten die Lilien so aufstellen, dass das Haustier sie nicht erreichen kann, denn Lilien sind giftig für Stubentiger.

Beliebte Lilien-Sorten als Zimmerpflanze

  • Mona Lisa
  • Le Rève
  • Avignon
  • Marco Polo

Alle pflegetipps für Lilien im Topf auf einen Blick

  1. heller Standort (15 bis 20 Grad), keine direkte Sonne
  2. Regelmäßig gießen, Blumenzwiebel darf nicht austrocknen, Staunässe vermeiden
  3. alle 2 bis 4 Wochen mit Flüssigdünger düngen
  4. nach der Blüte, im Herbst, unterhalb des Blütenstandes schneiden
  5. zum Überwintern an einen kühlen Ort stellen, alle 2 bis 3 Wochen gießen
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Spanisches Gänseblümchen – Standort, Pflege und Schnitt https://www.gartentipps.com/spanisches-gaensebluemchen.html https://www.gartentipps.com/spanisches-gaensebluemchen.html#respond Sun, 22 Nov 2020 07:02:07 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=57992 Inhalt von Gartentipps.com:

Das Mexikanische Berufkraut oder auch Spanisches Gänseblümchen ist eine blüjfreudige Staude, die sich an vielen Standorten im Garten pflanzen lässt. Wer Gänseblümchen liebt, sie aber gerne etwas üppiger blühend im Garten haben möchte, für den ist Spanisches Gänseblümchen (Erigeron kravinskianus) wie geschaffen. Anders als herkömmliche Gänseblümchen wächst es in dichten Stauden, die sich sogar als […]

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Das Mexikanische Berufkraut oder auch Spanisches Gänseblümchen ist eine blüjfreudige Staude, die sich an vielen Standorten im Garten pflanzen lässt.

Spanisches Gänseblümchen
© cpphotoimages / stock.adobe.com
Wer Gänseblümchen liebt, sie aber gerne etwas üppiger blühend im Garten haben möchte, für den ist Spanisches Gänseblümchen (Erigeron kravinskianus) wie geschaffen. Anders als herkömmliche Gänseblümchen wächst es in dichten Stauden, die sich sogar als Bodendecker pflanzen lassen. Außerdem weist das Spanische Gänseblümchen ein originelles Farbspiel aus Weiß und Rosa auf, das einen einzigartigen Blütenzauber in den Garten bringt.

Im Vergleich zum echten Gänseblümchen wächst Spanisches Gänseblümchen mit 30 bis 100 cm relativ hoch. Auch die Wuchsbreite ist ähnlich ausladend, wodurch sich im Beet ganze Blütenteppiche aus Gänseblümchen kreieren lassen. Es handelt sich bei Erigeron karvinskianus also um einen Bodendecker, was die Einsatzmöglichkeiten im Garten sehr vielseitig gestaltet.

Darüber hinaus sind die Blüten des Spanischen Gänseblümchens hoch dekorativ. Sie unterscheiden sich vom eigentlichen Gänseblümchen insofern, als dass sie deutlich mehr Blütenblätter (ca. 45 bis 60 an einer Blüte) ausbilden. Außerdem wandelt sich die Blütenfarbe im Laufe der Blütezeit von Weiß über Rosa bis hin zu Purpur. Dadurch entsteht ein buntes Farbspiel im Beet, das den Zierwert der zarten Blümchen weiter unterstützt.

Spanisches Gänseblümchen im Garten

Auch wenn es der Name des Spanischen Gänseblümchens anders vermuten lässt, stammt es ursprünglich nicht aus Spanien, sondern aus Mexiko und Südamerika. Weil das exotische Gänseblümchen außerdem zur Gattung der Berufkräuter gehört, wäre der Beiname Mexikanisches Berufkraut eigentlich richtiger. Mit dem Namenszusatz „karvinskianus“ ehrte der Erstbeschreiber des Spanischen Gänseblümchens, Augustin-Pyrame de Candolle, den ungarisch-deutschen Botaniker Friedrich von Karwinsky von Karwin. Er galt im 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Sammler von mexikanischen Pflanzen und führte zahlreiche Exemplare, wie Agaven oder Kakteen, nach Europa ein.

Auch das Mexikanische bzw. Karwinsky-Berufkraut avancierte während dieser Zeit zu einer beliebten Zierpflanze in europäischen Gärten. Dabei tat sich bald eine besondere Pflanzengesellschaft namens Erigeronetum karvinskiani auf, in der Spanisches Gänseblümchen bevorzugt mit Pflanzen wie

  • Kapern
  • Rote Spornblume
  • und Zimbelkraut
an Mauerstandorten wuchs. Die Pflanze bevorzugt bei uns also steinigen Untergrund und lässt sich wunderbar als Bepflanzung für Trockenmauern oder auch an Steintreppen und steinigen Hängen nutzen. Ein weiterer Beiname des Spanischen Gänseblümchens ist deshalb auch Mauer-Gänseblümchen. Daneben findet Erigeron karvinskianus auch gerne in sonnigen Garten-Konzepten Verwendung darunter

Ebenfalls schön macht sich Spanisches Gänseblümchen als Begleitgewächs für Rosen im Bauern- oder Blumengarten sowie zur Unterpflanzung größerer Stauden. Selbst eine Verwendung als Topfpflanze ist denkbar.

Wissenswertes:
Das Wort „Berufkraut“ leitet sich vom Berufen oder Beschreien einer Pflanze im magischen Sinne ab. Demzufolge wurden Berufkräuter wie das Spanische Gänseblümchen früher als Zauberpflanzen genutzt, die bei vermeintlichen Flüchen und Verwünschungen in Krankheitsform für Waschungen und Reinigungen Einsatz fanden.

Spanisches Gänseblümchen – Standort und Pflanzung

Herkunftsbedingt bevorzugt das Spanische Gänseblümchen sonnige und trockene bis frische Standorte. Das ideale Standortsubstrat ist nährstoffreich, gut durchlässig und sandig-lehmig bis kiesig-lehmig. Die Winterhärte von Erigeron karvinskianus ist mit einer Frostresistenz bis -18 °C relativ gut. Allerdings sollte die Pflanze dennoch geschützt stehen. Das gilt insbesondere für die Wintermonate, wo die Wurzeln des Spanischen Gänseblümchens unbedingt vor eisigem Schmelzwasser bewahrt werden müssen.

Gute Pflanzpartner für das Spanische Gänseblümchen sind neben den bereits erwähnten Beispielen aus der Pflanzgesellschaft Erigeronetum karvinskiani vor allem andere trockenheitsliebende Gewächse. Dazu gehören zum Beispiel klassische Steingarten- und Mediterranpflanzen wie Lavendel oder Salbei. Und auch Glockenblumen, Tautropfengras oder Gamander passen schön in eine Pflanzkombination mit Erigeron karvinskianus.

➔ Spanisches Gänseblümchen pflanzen in 3 Schritten

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1 Spanisches Gänseblümchen 60 Samen, Blütenmeer,... Spanisches Gänseblümchen 60 Samen, Blütenmeer,... 7 Bewertungen 1,89 €

1. Schritt:
Pflanzen Sie Spanisches Gänseblümchen am besten im Spätfrühling nach den Eisheiligen. Ein Pflanztermin im Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen ist daher optimal.

2. Schritt:
Zur Bodenoptimierung sollte das Standortsubstrat für das Spanische Gänseblümchen vorab gut aufgelockert und von Bodenhindernissen befreit werden. Danach können Sie das Substrat mit Sand und / oder Kies, sowie einer leichten Grunddüngung aus Komposterde, anreichern. Für einen guten Wasserablauf sorgt zusätzlich eine Drainage im Wurzelbereich.

3. Schritt:
Je nachdem, wie dicht Sie den Pflanzenteppich des Spanischen Gänseblümchens im Beet oder an einer Mauer ausbreiten möchten, beträgt der passende Pflanzabstand 30 cm oder mehr. Besonders schön zur Geltung kommen Gruppenpflanzungen aus ca. 10 Pflanzen pro m².

Spanisches Gänseblümchen – gießen und düngen

Spanisches Gänseblümchen
© Iva / stock.adobe.com
Spanisches Gänseblümchen steht lieber zu trocken als zu feucht. Gießen Sie daher am besten mäßig aber regelmäßig. Im Winter muss die Wasserversorgung dann dringend reduziert werden, um Staunässe und übermäßigen Bodenfrost zu vermeiden.

Erigeron karvinskiana freut sich über regelmäßige Düngergaben. Nutzen Sie hierfür am besten Kompost oder Volldünger und geben Sie diesen vor allem während der Blütezeit von Mai bis September alle 2 Wochen an die Pflanze ab. Langsam reduziert wird die Düngung dann gegen August. Ab September sind die Nährstoffgaben schließlich vollständig einzustellen, damit sich die Pflanze auf den Winter vorbereiten kann.

Spanisches Gänseblümchen – schneiden und vermehren

Ein Sommerschnitt kann am Spanischen Gänseblümchen eine Zweitblüte anregen. Schneiden Sie darum welke Blütenstände kontinuierlich ab. Wer die Pflanze überwintert sollte die Staude außerdem im Frühling um etwa zwei Drittel einkürzen.

➔ Vermehrung durch Selbstaussaat

Spanisches Gänseblümchen ist maximal zweijährig. Es muss daher immer wieder neu im Garten ausgebracht werden. Häufig tut die Pflanze das auch selbst, denn sie bildet nach der Blüte zahlreiche Achänen aus. Sie siedeln sich unglaublich schnell in Fugen und Mauerritzen an. Wer das verhindern möchte, sollte die Fruchtstände zeitig ausschneiden.

➔ Vermehrung durch kontrollierte Aussaat

Für eine kontrollierte Vermehrung des Spanischen Gänseblümchens können Sie das Saatgut nach der Fruchtreife von der Pflanze absammeln und im Januar geschützt im Haus vorziehen. Da es sich beim Mexikanischen Berufkraut um einen Lichtkeimer handelt, dürfen Sie das Saatgut allenfalls leicht mit Erde bedecken. Halten Sie die Anzucht dann warm und feucht. Die Auspflanzung ins Freiland ist danach wie gewohnt ab Mai möglich.

Spanisches Gänseblümchen überwintern

Ein leichter Winterschutz ist für das Mexikanische Berufkraut durchaus sinnvoll. Sie können hierfür etwas Reisig oder Laub im Wurzelbereich ausbringen. Das schützt die Pflanze vor Schmelzwasser und Bodenfrost. Topfkulturen benötigen ggf. zusätzlich eine Isolierdämmung mit Gartenvlies. Auch sollten Sie den Topf auf Holzklötze stellen, um Bodenkälte daran zu hindern, von unten in das Gefäß einzuziehen.

Krankheiten und Schädlinge

Im Allgemeinen ist Erigeron kravinskianus äußerst resistent gegenüber Schadbildern. Allerdings kann Staunässe schnell zu Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher wirklich mit Bedacht und prüfen Sie vor einer erneuten Bewässerung immer, ob der Oberboden auch ausreichend abgetrocknet ist.

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Mandelblättrige Wolfsmilch – Tipps zum Pflanzen und Pflegen https://www.gartentipps.com/mandelblaettrige-wolfsmilch.html https://www.gartentipps.com/mandelblaettrige-wolfsmilch.html#respond Fri, 20 Nov 2020 06:09:04 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=57976 Inhalt von Gartentipps.com:

In der Volksheilkunde ist Wolfsmilch eines der wichtigsten Heilkräuter gegen Hautbeschwerden. Daneben wird das Kraut auch gerne als Zierpflanze kultiviert. Besonders dekorativ ist hier unter anderem die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides). Wegen ihrer bizarren Blätter eignet sie sich im Beet als originelle Blattschmuckpflanze. Zudem gibt es eine Reihe an Sorten, die weitere Zieraspekte, wie bunt […]

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In der Volksheilkunde ist Wolfsmilch eines der wichtigsten Heilkräuter gegen Hautbeschwerden. Daneben wird das Kraut auch gerne als Zierpflanze kultiviert.

Mandelblättrige Wolfsmilch
© Debu55y / stock.adobe.com
Besonders dekorativ ist hier unter anderem die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides). Wegen ihrer bizarren Blätter eignet sie sich im Beet als originelle Blattschmuckpflanze. Zudem gibt es eine Reihe an Sorten, die weitere Zieraspekte, wie bunt gefärbte Stängel, aufweisen.

Wegen ihrer immergrünen Blätter verleiht Mandelblättrige Wolfsmilch im Garten ganzjährig schöne Farbakzente. Auch sind die Laubblätter dank ihrer eilanzettlichen Form besonders dekorativ. Sie erinnern namensgemäß an die Blätter des Mandelbaums und sind am Blattrand, sowie an der Blattunterseite, leicht behaart. In der Mitte des Blühtriebes treten die Blätter rosettig gehäuft auf, was gemeinsam mit den grünlich-gelben Scheindolden der Pflanzenblüte einen unvergleichlichen Ziereffekt erzeugt.

Mandelblättrige Wolfsmilch im Garten

Heilpflanzlich genutzt wird die Wolfsmilch heutzutage nur noch in Regionen, in denen es keinen Zugang zu modernen medizinischen Einrichtungen gibt. Das hat auch seinen Grund, denn der Milchsaft aus den Stängeln der Pflanze ist, anders als die heilsamen Blätter, äußerst hautreizend. Das beißende Milchsekret brachte der Pflanze auch ihren Namen ein und legt nahe, diese Pflanze im Garten nur dort anzusiedeln, wo sie vor dem Zugriff durch Kinder und Haustiere geschützt ist. Bei Arbeiten an der Pflanze sollten Sie außerdem stets Handschuhe tragen um Hautreizungen zu verhindern.

Wolfsmilch ist die namensgebende Gattung in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Charakteristisch für diese ist nicht nur der pflanzentypische Milchsaft. Ebenso zeichnen sich viele Wolfsmilchgewächse durch ihren strauch- bis sukkulentenartigen Wuchs aus. Sie sind deshalb insbesondere als Bepflanzung im Sukkulentengarten, Steingarten sowie am Gehölzrand sehr beliebt.

Die Mandelblättrige Wolfsmilch stammt hauptsächlich aus Mitteleuropa sowie dem Mittelmeerraum. Dabei wächst sie vorzugsweise in Gebirgsregionen, aber auch gerne in Auwäldern und Eichen-Hainbuchenwäldern. Gut geeignet ist Euphorbia amygdaloides daher auch für Alpin- und Waldgärten. Am besten kommen die 20 bis 40 cm hohen Horste der Mandelblättrigen Wolfsmilch dabei in Gruppenstellung zu je 8 bis 10 Stück pro Quadratmeter zur Geltung.

Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides)
Wuchs: aufrecht, locker buschig, horstig
Wuchshöhe: 20 – 40 cm
Wuchsbreite: 30 – 40 cm
Pflanzenbedarf: 8 bis 10 Stück pro m²
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: trocken bis frisch, gut durchlässig, normal
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Mandelblättrige Wolfsmilch – Standort und Pflanzung

Mandelblättrige Wolfsmilch liebt nährstoffreiche und kalkhaltige Lehmböden. An ihren natürlichen Standorten gilt sie daher auch als Lehmzeiger. Gerne tritt die Wolfsmilch hier in Verbänden mit anderen Gewächsen auf, die Lehmböden bevorzugen. Vor allem in der Gesellschaft von Rotbuchen, Stieleichen, Traubeneichen und Gehölzen der Hartholzaue fühlt sich Euphorbia amygdaloides unglaublich wohl. Ebenso sind Palmblatt-Nieswurz und Sperrige Aster interessante Pflanzpartner.

Der beste Boden-pH-Wert für Euphorbia amygdaloides liegt im sauren bis neutralen Bereich, zwischen 6 und 7 Punkten. Was die Lichtverhältnisse am Standort anbelangt, sollte Mandelblättrige Wolfsmilch nach Möglichkeit sonnig bis halbschattig stehen. Zu vermeiden ist aber pralle Sommer- und Wintersonne. Sie führt leicht zu Brandschäden an den immergrünen Blättern der Pflanze. Steht Euphorbia amygdaloides jedoch geschützt, ist sie mit bis zu 34°C sehr gut winterhart.

➔ Mandelblättrige Wolfsmilch pflanzen – Schritt für Schritt

1. Schritt: Die beste Pflanzzeit für Wolfsmilch ist Ende Mai nach den Eisheiligen. Hier drohen einerseits keine Spätfröste mehr, weshalb die Etablierung am Standort relativ schnell von statten geht. Andererseits haben Frühjahrspflanzungen auch genug Zeit, bis zum nächsten Winter gut im Boden an zu wurzeln. Das macht sie kälteresistenter und lässt sie die kalte Jahreszeit besser überstehen.

2. Schritt: Der Boden sollte vor der Pflanzung bei Bedarf mit etwas Kalk und Komposterde angereichert werden. Das garantiert der Mandelblättrigen Wolfsmilch einen guten Start und sorgt gleich im ersten Standjahr für einen üppigen Austrieb.

3. Schritt: Heben Sie ein Pflanzloch von 1 ½-facher Größe des Wurzelballens aus. Euphorbia amygdaloides erreicht Wuchsbreiten von 30 bis 40 cm. Planen Sie den Pflanzabstand zwischen den einzelnen Stauden dementsprechend großzügig. Nach der Pflanzung wird Mandelblättrige Wolfsmilch dann final gut angegossen.

➔ Mandelblättrige Wolfsmilch – gießen und düngen

Der Boden für die Mandelblättrige Wolfsmilch sollte stets frisch-feucht sein. Sie können daher mäßig aber regelmäßig gießen. Vergewissern Sie sich vor jedem Gießgang, dass der Boden gut abgetrocknet ist. Dadurch verhindern Sie gefährliche Staunässe. In trockenen Sommermonaten dürfen es dann auch gerne zwei Gießgänge pro Tag sein. Führen Sie die Bewässerung hier am besten früh morgens und abends durch. Das bewahrt das immergrüne Laub vor Brennschäden durch die heiße Mittagssonne.

Eine regelmäßige Düngung ist an Mandelblättriger Wolfsmilch nicht zwingend notwendig, kann aber erfolgen. Nutzen Sie hierfür am besten organischen Dünger wie Komposterde oder Hornspäne und geben Sie diesen während der Wachstumsphase alle vier Wochen an die Pflanze ab.

Mandelblättrige Wolfsmilch – schneiden und vermehren

Rückschnitte an der Mandelblättrigen Wolfsmilch sind ebenfalls nicht unbedingt erforderlich. Regelmäßig abschneiden sollten Sie jedoch verwelkte Triebe. Das beugt Pflanzenkrankheiten vor und unterstützt einen kräftigen Neuaustrieb.

➔ Mandelblättrige Wolfsmilch – Vermehrung durch Selbstaussaat

Euphorbia amygdaloides ist äußerst vermehrungsfreudig. Die Ausbreitung der dreifurchtigen Kapselfrüchte erfolgt hauptsächlich durch Ameisen (Myrmekochorie), welche das Saatgut im näheren Umkreis verteilen. Wer die Selbstaussaat der Mandelblättrigen Wolfsmilch unterbinden möchte, sollte die Fruchtstände zeitig nach der Blüte abschneiden. Alternativ kann man die reifen Kapselfrüchte auch absammeln und per Aussaat neue Pflanzen ziehen.

➔ Mandelblättrige Wolfsmilch – Vermehrung durch Wurzelteilung

Die einfachste Art der kontrollierten Vermehrung ist bei Euphorbia amygdaloides die Wurzelteilung. Graben Sie die Pflanze hierzu im zeitigen Frühjahr aus und teilen Sie den Wurzelballen in zwei gleich große Stücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mind. 2 Knospen besitzt. Die Teilstücke können anschließend direkt zurück ins Beet verpflanzt werden.

➔ Mandelblättrige Wolfsmilch – Vermehrung durch Stecklinge

Alternativ zur Aussaat oder Wurzelteilung lässt sich die Mandelblättrige Wolfsmilch auch über Stecklinge vermehren. Die Stecklingsentnahme erfolgt im Frühsommer, wobei Sie bitte nur gut entwickelte Triebe abschneiden. Stellen Sie den Steckling in ein Glas mit Wasser, sodass der Milchsaft der Pflanze etwas ausbluten kann. Danach wird der Steckling in einen Topf mit Anzuchterde gepflanzt, wo er verbleibt, bis das Triebstück gut durchwurzelt ist.

Winterschutz für die Mandelblättrige Wolfsmilch

Euphorbia amygdaloides ist im Grunde sehr gut winterhart. Um die Wurzeln aber besser vor Schmelzwasser und Bodenfrost zu schützen, empfiehlt sich eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Tannenzweigen. Bewässert wird im Winter nur an frostfreien Tagen und dann nur sehr sparsam.

Mandelblättrige Wolfsmilch – schöne Sorten fürs Gartenbeet

Von der Mandelblättrigen Wolfsmilch oder Mandel-Wolfsmilch gibt es eine Reihe beliebter Sorten. ‚Rubra‘ und ‚Purpurea‘ faszinieren hier mit tiefroten Stängeln, die den Zierwert der Pflanze zusätzlich erhöhen. ‚Purpurea‘ besitzt außerdem rot-grüne Blätter. Die Garten-Wolfsmilch ‚Efanthia‘ verzaubert den Garten mit einem roten Herbstlaub. Die Sorte ‘Ascot Rainbow’ wiederum weist seltene, gelb-grün panaschierte Blätter auf, die sich während dem Neuaustrieb außerdem eine leicht rötliche Färbung besitzen.

Krankheiten und Schädlinge

Der beißende Milchsaft der Mandelblättrigen Wolfsmilch hält erfolgreich Fressfeinde wie Nacktschnecken fern. Allerdings können der Pflanze dennoch einige Schadbilder das Leben schwer machen. So tritt hin und wieder zum Beispiel Echter Mehltau oder Pflanzenrost an Euphorbia amygdaloides auf.

Während sich von Mehltau befallene Pflanzenu oftmals noch durch Besprühen mit Milch- oder Knoblauch-Wasser retten lassen, müssen von Rost befallene Pflanzen umgehend aus dem Beet entfernt werden. Ansonsten droht eine Ausbreitung der Rostpilze im Beet. Entsorgen Sie befallene Stauden bitte separat im Hausmüll und nicht auf dem Kompost, wo die Pilze sich sonst ebenfalls weiter munter ausbreiten.

Unter den Schädlingen haben es vor allem Thripsen und Blattläuse auf die Mandelblättrige Wolfsmilch abgesehen. Glücklicherweise ist die Pflanze aber auch eine Nützlingsweide für Bienen, Marienkäfer und Co., die sich der Plagegeister häufig annehmen. Alternativ können Sprühungen mit Brennnesselsud den Schädlingen den Garaus machen.

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Thüringer Strauchpappel pflanzen und pflegen https://www.gartentipps.com/thueringer-strauchpappel.html https://www.gartentipps.com/thueringer-strauchpappel.html#respond Wed, 18 Nov 2020 05:34:05 +0000 https://www.gartentipps.com/?p=59188 Inhalt von Gartentipps.com:

Die Thüringer Strauchpappel blüht bis in den Herbst hinein. Alle Pflanz- und Pflegetipps haben wir hier für Sie zusammengefasst. Diese Pflanzenbeschreibung beschäftigt sich nicht mit einem imposanten Baum, sondern mit einem Strauch, der in jedem Garten seinen Platz finden kann. Es bedarf einiger Geduld, bis die Buschmalve zu einer hübschen Staude herangewachsen ist. Der Hobbygärtner […]

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Die Thüringer Strauchpappel blüht bis in den Herbst hinein. Alle Pflanz- und Pflegetipps haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Thüringer Strauchpappel
© Oksana / stock.adobe.com
Diese Pflanzenbeschreibung beschäftigt sich nicht mit einem imposanten Baum, sondern mit einem Strauch, der in jedem Garten seinen Platz finden kann.

Es bedarf einiger Geduld, bis die Buschmalve zu einer hübschen Staude herangewachsen ist. Der Hobbygärtner wird belohnt und mit ihren hellrosa Blüten sorgt die Thüringer Strauchpappel bis in den Herbst hinein für eine Bereicherung von Rabatten, Stauden- und Bauerngärten.

Thüringer Strauchpappel – Herkunft

Die Thüringer Strauchpappel (Lavatera thuringiaca) stammt nicht aus dem namensgebenden Thüringen, sondern wurde auch hier nur eingeschleppt und ist mit der Zeit verwildert. Natürliche Vorkommen finden sich in und um Wien, im Burgenland und in Niederösterreich. Die Pflanzen bevorzugen feuchten Lehmboden und sind häufig in der Nähe von Gewässern anzutreffen.

Es können Verwechslungen mit der Moschusmalve auftreten. Moschusmalven besitzen meist deutlich größere Blüten und die Blütenblätter sind vollständig voneinander getrennt. Bei der Thüringer Strauchpappel sind die Blätter dagegen miteinander verwachsen.

Thüringer Strauchpappel (Lavatera thuringiaca)
Wuchs: horstbildend bis dichtbuschig
Wuchshöhe: 100 – 200 cm
Wuchsbreite: 80 – 100 cm
Blüte: hellrosa bis hellviolett, Juli – September
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, frisch, nährstoffreich
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Thüringer Strauchpappel – Verwendung

Die Thüringer Strauchpappel ist eine Bereicherung für den Bauerngarten. Auch im Heidegarten passt die Buschmalve ins Bild. Die Blütenfarben reichen von Weiß und Rosa bis hin zu Violett. Die Thüringer Strauchpappel erfreut nicht nur das Auge des Hobbygärtners, sondern lockt auch Bienen und zahlreiche weitere Insekten ins Beet.

Die Verwendungsmöglichkeiten im Überblick:

  • Kübelpflanze
  • Gehölzrand
  • Naturgarten
Aus den Blüten der Thüringer Strauchpappel lässt sich Malventee zubereiten. Wer den Tee nicht pur trinken möchte, kann die Blüten anderen Teemischungen beigeben.

Thüringer Strauchpappel pflanzen

➔ Den passenden Standort finden

Damit Sie sich an einer reichen Blüte erfreuen können, ist ein sonniger Standort optimal. Die Thüringer Strauchpappel kommt aber auch mit einem halbschattigen Standort zurecht. Die Pappelrose liebt einen warmen und windgeschützten Standplatz. Die Blüten kommen vor Mauern oder Hecken besonders kontrastreich zur Geltung.

➔ Das ideale Substrat auswählen

Lavatera thuringiaca benötigt ein frisches, nährstoffreiches Substrat. Der Boden sollte gut durchlässig sein. Ein feuchter Standort wird besser vertragen als anhaltende Trockenheit. Staunässe bekommt der Thüringer Strauchpappel nicht.

» Tipp: Soll die Pflanze im Kübel kultiviert werden, ist Blumenerde auf Kompostbasis am besten geeignet. Zu torfhaltige Böden verdichten leichter.

➔ Thüringer Strauchpappel pflanzen – Schritt für Schritt

Die beste Pflanzzeit für die Thüringer Strauchpappel ist der Herbst.

  1. Standort auswählen
  2. Boden vorbereiten
  3. Pflanzabstände beachten
  4. Pflanzloch ausheben
  5. Pflanze wässern
  1. Pflanze einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Erde gut andrücken
  4. Pflanze angießen
Bevor die Pflanzen in den Boden gebracht werden, sollten sich die Wurzeln ausreichend mit Feuchtigkeit vollgesaugt haben. Hierfür wird die Thüringer Strauchpappel in einen, mit Wasser gefüllten, Eimer gestellt – und zwar solange, bis keine Wasserblasen mehr aufsteigen.

Thüringer Strauchpappel – Pflege

Thüringer Strauchpappel Pflege
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➔ Thüringer Strauchpappel richtig gießen

An einem sonnigen Standort benötigt die Thüringer Strauchpappel entsprechend häufig Wassergaben. An heißen Sommertagen kann es notwendig werden, mehrmals täglich zu gießen. In den frühen Morgenstunden und am Abend kann das Wasser von der Erde am besten aufgenommen werden.

Die Thüringer Strauchpappel verträgt kurzzeitige Trockenperioden, reagiert aber sehr empfindlich auf Staunässe. Mit der Fingerprobe kann überprüft werden, ob die Pflanze zeitnah gegossen werden muss. Ist die obere Erdschicht angetrocknet, wird bewässert, fühlt sich das Substrat noch feucht an, kann mit dem Gießen gewartet werden.

» Tipp: Die Thüringer Strauchpappel sollte nicht von oben gegossen werden. Gelangt zu viel Feuchtigkeit auf die Blätter, begünstigt dies Pilzbefall.

➔ Thüringer Strauchpappel richtig düngen

Die Thüringer Strauchpappel ist dankbar über eine Düngung mit Gartenkompost oder Hornspänen. Der Dünger wird im Frühling in den Boden eingearbeitet. Enthält das Substrat nur wenige Nährstoffe, ist eine Nachdüngung im Juni ratsam.

» Tipp: Im Kübel sind die Nährstoffe bereits nach wenigen Wochen verbraucht. Während der Blütezeit sollte in vierwöchigen Abständen gedüngt werden. Ab September werden auch Kübelpflanzen nicht mehr gedüngt.

➔ Thüringer Strauchpappel schneiden

Damit sich weitere Blüten ausbilden, sollte Verblühtes regelmäßig entfernt werden. Vor dem ersten Frost werden nur die verwelkten Blüten entfernt. Der Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr. Dann werden die Zweige um die Hälfte gekürzt.

» Tipp: Wird direkt über einem schlafenden Auge geschnitten, wächst die Pflanze besonders buschig.

Erfrorene Triebe werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Abgestorbene Zweige werden komplett entfernt.

Thüringer Strauchpappel vermehren

Alle zwei bis drei Jahre kann die Thüringer Strauchpappel geteilt werden. Damit verbessern sich nicht nur Wuchs und Blüte, Sie erhalten ganz nebenbei eine neue, kräftige Pflanze, die sofort neu verpflanzt werden kann.

Die Vermehrung ist auch per Aussaat möglich. Hierbei ist wie folgt zu verfahren:

  1. Samen für mehrere Stunden einweichen
  2. Saatschale mit Anzuchterde füllen
  3. Samen etwa einen Zentimeter tief einsetzen
  1. Samen befeuchten
  2. Pflanzgefäß halbschattig aufstellen
  3. Samen mit einer Abdeckung aus Plastik oder Glas versehen
Nach zwei bis drei Wochen setzt die Keimung ein. Dann kann die Abdeckung entfernt werden. Zeigen sich mehrere Blattpaare, können die Pflanzen in einzelne Töpfe gesetzt werden. Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, werden die Jungpflanzen dann in Beet oder Kübel gepflanzt.

Thüringer Strauchpappel überwintern

Die Thüringer Strauchpappel benötigt keinen Winterschutz. Temperaturen bis -17 Grad verträgt die heimische Pflanze ohne Probleme.

» Tipp: Ist der Boden nicht durchlässig genug, kann die Staude durch den Frost Schaden nehmen. Ein Schutz mit Tannenreisig ist dann hilfreich.

Kübelpflanzen sind frostanfälliger. Friert der Kübel durch, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen und geht ein. Wird der Pflanzkübel auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor gestellt, ist er vor dem Durchfrieren geschützt.

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