Erfahren Sie in diesem Leitfaden alles über Freesien – angefangen von ihrer Herkunft bis hin zur richtigen Pflege und Vermehrung der wunderschönen Blume.

Freesien pflanzen, pflegen und überwintern
Freesien verströmen einen betörenden Duft – © vickytretrop / stock.adobe.com

Freesien (Freesia) können einen ganzen Raum für sich einnehmen, und zwar nicht durch ihre Größe, sondern durch ihren zarten, betörenden Duft, der an Rosen oder Flieder denken lässt. Deshalb zählen Freesien auch zu den beliebtesten Pflanzen für die Blumenvase. Der schlanke, filigrane Wuchs und die anmutigen Blütenstände sorgen aber auch im Blumenbeet für hübsche Kontraste. Das Tolle: Die ausdauernden Zwiebelblumen benötigen nur wenig Pflege und lassen sich ganz einfach anpflanzen. Ich verrate nachfolgend, wie es klappt.

🌍 Herkunft

Die Freesie gehört zur Familie der Iridaceae und stammt ursprünglich aus Südafrika. Sie wurde nach dem deutschen Arzt und Botaniker Friedrich Heinrich Theodor Freese benannt. Heutzutage ist die Freesie in vielen Teilen der Welt eine beliebte Zierpflanze und wird sowohl im Garten als auch in Schnittblumenarrangements geschätzt.

Interessant: Die Freiluftkultur von Freesien war in unseren Breiten erst möglich, als es Züchtern gelang, die Zwiebelblume auch gegen kühlere Temperaturen resistent zu machen.

📋 Kurzer Steckbrief zur Freesie

Freesie (Freesia spp.)
Wuchshöhe: 30–60 cm
Wuchsbreite: 15–30 cm
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: gut durchlässiger, lockerer Boden
Besondere Merkmale: duftende Blüten, vielfältige Farbpalette
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💐 Verwendung

Das natürliche wie dezente Erscheinungsbild macht die Freesie für alle Gartenstile geeignet. Als Lückenfüller passen sich Freesien dem Rosenbeet wie dem Staudengarten an. Aber auch im Bauerngarten können die Pflanzen für Farbtupfer sorgen. Anhand der Blütenfarben können Sie die passenden Sorten für Ihren Geschmack auswählen:

  • Weiß: Polaris, Double Dutch, Elegance
  • Gelb: Yvonne, Aladin, Golden Wave
  • Rosa: Rossini, Margaret, Mosella
  • Rot: Fresco, Marianne, Rapid Red
  • Hellblau: Blue Heaven
  • Dunkelblau: Cote d`Azur, Blue Moon
  • Violett: Purple Rain

Freesien halten sich aber auch gut in der Blumenvase. Und das mehr als zwei Wochen, wenn Sie die Stängel nach der ersten Öffnung der Blüten weit unten am Ansatz abschneiden. Das Wasser sollten Sie zudem nicht komplett wechseln, sondern lediglich wieder auffüllen.

⛅ Der ideale Standort für Freesien

Freesien gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Wählen Sie einen Platz im Garten, der mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Vermeiden Sie jedoch extreme Hitze, insbesondere in den Mittagsstunden.

🌱 Der ideale Boden für Freesien

Der Boden für Freesien sollte gut durchlässig und locker sein. Eine Mischung aus Gartenerde und Sand oder Torf ist ideal. Stellen Sie sicher, dass der Boden eine gute Drainage aufweist, um Staunässe zu vermeiden.

👨🏻‍🌾 Freesien pflanzen

Freesien pflanzen, pflegen und überwintern
Freesien benötigen einen hellen Standort – © Michele Ursi / stock.adobe.com

Mit etwas Glück lassen sich Freesien vorgezogen in Töpfen erwerben. Dies erleichtert die Kultivierung. In der Regel gelangen allerdings Knollen in den Handel. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Knollen äußerlich keine Beschädigungen aufweisen.

Die beste Zeit, um Freesien zu pflanzen, ist übrigens im Frühjahr, nachdem keine Frostgefahr mehr besteht. Befolgen Sie dann diese Schritte, um Ihre Freesien erfolgreich einzupflanzen:

  1. Weichen Sie die Knollen einige Minuten in warmes Wasser ein.
  2. Lockern Sie den Boden und entfernen Sie Unkraut.
  3. Setzen Sie die Knollen etwa 5-8 cm tief und mit ca. 10-15 cm Abstand in den Boden.
  4. Bedecken Sie die Knollen mit Erde und drücken Sie sie leicht an.
  5. Gießen Sie die neu gepflanzten Freesien großzügig an.

💧 So pflegen Sie Freesien richtig

◽ Bewässerung:

Freesien benötigen während der Wachstumsperiode eine regelmäßige Bewässerung. Halten Sie den Boden stets feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Besonders in trockenen Phasen ist eine zusätzliche Bewässerung erforderlich.

◽ Düngung:

Um das Wachstum und die Blüte Ihrer Freesien zu fördern, düngen Sie sie während der Wachstumsperiode regelmäßig. Verwenden Sie dazu einen ausgewogenen Blumendünger und befolgen Sie die Anweisungen auf der Verpackung.

◽ Rückschnitt:

Entfernen Sie regelmäßig verblasste Blüten, um die Blühfreudigkeit der Freesien zu fördern. Schneiden Sie die verblühten Stiele zudem nahe der Basis ab.

◽ Überwinterung:

Freesien sind nicht winterhart und benötigen einen Schutz vor Frost. Graben Sie die Zwiebeln deshalb im Herbst aus und bewahren Sie sie an einem kühlen, trockenen Ort auf. Im nächsten Frühjahr können Sie die Zwiebeln dann erneut einpflanzen.

🐛 Krankheiten und Schädlinge:

Freesien sind anfällig für bestimmte Krankheiten und Schädlinge. Die häufigsten Probleme sind:

◾ Grauschimmel:

Achten Sie auf Anzeichen von faulenden Stellen an Blättern und Blüten. Entfernen Sie in diesem Fall betroffene Pflanzenteile zügig. Obendrein können Sie noch Pilzmittel zur Bekämpfung einsetzen.

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◾ Thripse:

Diese kleinen Insekten können das Laub der Freesien schädigen. Um Thripse zu bekämpfen, empfiehlt es sich, die Pflanzen mit einer Seifenlauge abzuspülen. Vermischen Sie dazu einfach acht Gramm Schmierseife mit 500 Milliliter Wasser. Sie können aber auch einen Knoblauch-Brennnessel-Sud zubereiten oder Blautafeln gegen Thripse einsetzen.

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🌱 Vermehrung von Freesien

Die Vermehrung von Freesien kann durch Zwiebelteilung erfolgen. Graben Sie dafür im Frühjahr oder Herbst die Zwiebeln aus und teilen Sie diese vorsichtig. Pflanzen Sie die geteilten Zwiebeln dann wie gewohnt ein, und sie werden neue Pflanzen hervorbringen.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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