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Gewürzstrauch – Pflanzen, pflegen und schneiden

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Der Gewürzstrauch hält immer mehr Einzug in deutschen Gärten. Kein Wunder, denn er duftet nicht nur herrlich, sondern ist zudem auch noch pflegeleicht und winterhart.

Gewürzstrauch
© nickkurzenko – Fotolia.com

Der Gewürzstrauch, der mit lateinischem Namen Calycanthus floridus heißt, wird auch als Echter Gewürzstrauch bezeichnet. Der deutsche Name der Pflanze ist dabei auf den charakteristischen Geruch des Strauchs zurückzuführen, der sich aus den Duftnoten der Rinde, des Holzes und der Blüten zusammensetzt. Darüber hinaus ist der Gewürzstrauch auch als Nelkenpfeffer sowie als Specereistrauch bekannt.

Aussehen

Das lorbeerartige Gewürzstrauchgewächs kann bei idealen Bedingungen eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen. Während der satte Gewürznelkenduft eine echte Bereicherung für den eigenen Hobbygarten darstellt, verfügt der Strauch über gestielte Laubblätter, die bis zu zwölf Zentimeter lang werden können. Im Hobbygarten blüht der Gewürzstrauch im Juni sowie Juli wunderschön mit einzeln stehenden Blüten, die mit ihrer dunkelroten Färbung alle Blicke auf sich ziehen. Während die Oberseite der Blätter grün ist, ist die Blattunterseite von einer dichten Behaarung sowie von einer grau-grünlichen Färbung geprägt. Die Blüten des Gewürzstrauchs haben einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und versprühen einen intensiven Erdbeerduft, der ebenfalls zur Namensgebung des Gewürzstrauchs beiträgt.

Beheimatet ist der Gewürzstrauch im Übrigen im Südosten von Nordamerika. Dort ist die Pflanze oft als Zierpflanze in Gärten und Parks zu finden. Diese Art der Nutzung hat sich auch hierzulande durchgesetzt – und das schon seit dem 18. Jahrhundert. Dass der Gewürzstrauch hierzulande auch in Hobbygärten weit verbreitet ist, sollte jedoch noch weitaus länger dauern. Denn viele Hobbygärtner haben das nach einer Mischung aus Erdbeeren und Nelken duftende Gewächs erst jetzt für sich entdeckt. Immerhin lässt sich die Pflanze recht leicht kultivieren und auch eine Anpflanzung im Kübel ist kein Problem. Noch dazu ist der Gewürzstrauch nicht nur pflegeleicht, sondern sogar winterhart, was ihn zum idealen Kandidaten für den eigenen Garten macht. Immerhin zeigt sich die Zierpflanze auch gegen viele der gängigen Pilzerkrankungen sowie Schädlinge sehr robust.

Vorsicht:
Auch wenn der wohlige Duft des Gewürzstrauchs einige Menschen zum Verzehr der Pflanze verleiten kann, ist davon besser Abstand zu nehmen. Wenngleich es einige Indianer-Völker gibt, die den Gewürzstrauch als Heilmittel gegen eine ganze Reihe von Beschwerden sowie Krankheiten verwendet haben, so sind die Samen der Pflanze dennoch hochgiftig. Auch die restlichen Bestandteile des Gewürzstrauchs gelten als leicht giftig, weshalb von dem Verzehr der verschiedenen Bestandteile des Strauchs unbedingt abzuraten ist.

Der ideale Standort für den Gewürzstrauch

Der ideale Standort für den Gewürzstrauch ist entweder sonnig oder hell und halbschattig. Ein zu dunkler Standort sorgt hingegen dafür, dass der Gewürzstrauch seine volle Blütenpracht nicht entfalten kann, so dass auch der charakteristische Erdbeerduft entfallen würde. Für die Ausbildung des Gewürznelkendufts ist ausreichend Sonne gleichermaßen von Bedeutung.

Das Erdreich, in das der Gewürzstrauch verpflanzt wird, sollte im besten Fall locker und reich an Humus sein. Ist der Boden zu sandig, so können Sie dem Erdreich Kompost und Lehm beimengen, um so für die idealen Anpflanzbedingungen für den Gewürzstrauch zu sorgen. Ausreichend durchlässig sollte der Boden außerdem sein, damit die für den Gewürzstrauch schädliche Staunässe vermieden werden kann.

Den Gewürzstrauch im Freien oder im Blumenkübel anpflanzen?

Der Gewürzstrauch gibt eine hervorragende Solitärpflanze ab. Dabei kann die Zierpflanze nicht nur im Freien, sondern auch als Kübelpflanze auf der Terrasse angepflanzt werden. Dabei sollten Sie unbedingt bedenken, dass der Gewürzstrauch eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen kann. Wählen Sie den Standort also mit Bedacht aus.

So pflanzen Sie den Gewürzstrauch richtig an

Der optimale Pflanzzeitpunkt ist entweder das Frühjahr oder der Spätsommer. Nachfolgend je eine Anleitung für die Freiland- und Kübelpflanzung:

❍ Gewürzstrauch ins Freiland pflanzen:

❶ Ein paar Stunden vor dem Anpflanzen des Gewürzstrauchs sollte der Wurzelballen ein ausgedehntes Wasserbad nehmen dürfen.

❷ In der Zwischenzeit können Sie das Pflanzloch ausheben. Das sollte rund 65 Prozent größer sein als der Pflanzballen des Gewürzstrauchs. Geben Sie in dieses am besten ein paar Kieselsteine. Sie dienen dann als eine Art Drainage-Schicht.

❸ Vermengen Sie den Erdaushub nun am besten mit Kompost, um den neu angepflanzten Gewürzstrauch mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Falls es sich um einen sehr trockenen Boden handelt, können Sie diesen gerne noch mit Lehm anreichern.

❹ Haben Sie den Wurzelballen ausreichend gewässert, dann setzen Sie die Pflanze bis zu ihrem Wurzelhals in das zuvor ausgehobene und entsprechend vorbereitete Pflanzloch ein. Möchten Sie Gewürzsträucher als Gruppe von mehreren Sträuchern anpflanzen, dann sollten Sie dabei einen Pflanzabstand von gut 50 Zentimetern zwischen den Sträuchern einhalten.

❺Dann das Substrat hinzugeben, dieses fest andrücken und alles gut angießen.

❍ Gewürzstrauch im Kübel anpflanzen:

Soll der Gewürzstrauch einen Platz im Kübel finden, so ist es wichtig, dass das Gefäß nicht nur ausreichend groß, sondern auch besonders stabil ist. Tontöpfe bieten sich in diesem Zusammenhang an. Sie sind nicht nur UV-beständig, sondern auch so solide, dass ihnen der Druck der Gewürzstrauch-Wurzeln nichts anhaben kann.

❶ Auch bei der Anpflanzung als Kübelpflanze ist eine Drainage-Schicht unerlässlich. Um diese anzulegen können Sie neben Kieselsteinen wahlweise auch kleine Tonscherben verwenden, die Sie einfach auf den Boden des Kübels legen. Somit können Sie die Bildung von der schädlichen stehenden Nässe vermeiden.

❷ Herkömmliche Blumenerde ist als Substrat für die Anpflanzung des Gewürzstrauchs im Topf völlig ausreichend. Allerdings sollten Sie diese mit ein wenig Humus anreichern, um für eine gute Nährstoffversorgung der wohlig duftenden Zierpflanze zu sorgen.

❸ Besonders in den ersten Tagen nach dem Anpflanzen sollten Sie den Gewürzstrauch immer mit ausreichend Wasser versorgen und daher am besten mehrmals gießen.

Geeignete Nachbarpflanzen für den Gewürzstrauch

Nicht nur als Solitärgewächs macht sich der Gewürzstrauch im Garten sehr gut. Sofern Sie einen ausreichenden Mindestabstand einhalten, gibt der Gewürzstrauch auch neben den folgenden Sträuchern und Stauden ein sehr schönes Bild ab:

Wie sollte der Gewürzstrauch gedüngt und gegossen werden?

❍ Düngen:

Wie bereits angesprochen, handelt es sich bei diesem Strauch um einen recht pflegeleichten Zeitgenossen. Im Frühjahr sowie auch im Spätsommer ist es im Sinne einer optimalen Nährstoffversorgung jedoch sinnvoll, wenn Sie die Pflanze mulchen. Dabei mischen Sie am besten Hornspäne oder Humus in größeren Mengen unter das Erdreich. Vermeiden Sie aber eine Überdüngung, da diese dem Gewürzstrauch gar nicht bekommen würde. Die Gabe von Flüssig- oder Langzeitdüngern ist daher zumindest bei Gewürzsträuchern, die im Freien angepflanzt wurden, nicht zu empfehlen. Anders sieht es hingegen aus, wenn es sich um eine Kübelpflanze handelt. Dann sollten Sie regelmäßig auf eine Düngung des Strauchs mit den eben genannten Düngern setzen.

❍ Gießen:

Der Strauch liebt ausreichend Feuchtigkeit. Daher sollten Sie die Bodenbeschaffenheit am idealen Pflanzstandort so wählen, dass diese kleine Wassermengen speichern kann. Dies trägt dazu bei, dass der Wurzelballen des Gewürzstrauchs nicht so schnell austrocknen kann. Vor dem Gießen sollten Sie in Ruhe überprüfen, wie trocken das Substrat aktuell ist. Eine spürbar trockene obere Erdschicht ist ein gutes Indiz dafür, dass es an der Zeit ist, den Gewürzstrauch mal wieder zu gießen.

Gießen Sie den Strauch am besten in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, denn so können Sie einer möglichen Verdunstung des Wassers bedingt durch die heiße Mittagssonne entgegenwirken. Beim Gießen sollten Sie außerdem bedenken, dass dem Gewürzstrauch Staunässe gar nicht gut bekommt. Im schlimmsten Fall können die Wurzeln des Strauchs bei zu viel Nässe sogar faulen, was dazu führen könnte, dass das Ziergewächs anschließend eingeht.

Wann sollte der Gewürzstrauch umgetopft werden?

Sofern Sie den Gewürzstrauch in einem Kübel angepflanzt haben, ist es wichtig, dass Sie die Pflanze im Abstand von zwei bis drei Jahren in einen neuen, größeren Topf verpflanzen. Sonst haben die Wurzeln der Pflanze in dem alten Blumenkübel einfach nicht mehr ausreichend Platz. Spätestens dann, wenn dieser Zustand ersichtlich wird, ist es also Zeit für das Umpflanzen. Auch hierbei stellt das Frühjahr den idealen Zeitpunkt dar. Das Ziergehölz sollten Sie zudem noch vor dem nächsten Austrieb in einen neuen, größeren Blumenkübel umtopfen.

Rückschnitt des Gewürzstrauchs

Für den Rückschnitt des Gewürzstrauchs bietet sich der frühe Frühling an. Die Pflanze sollten Sie noch vor dem ersten Austrieb zurückschneiden. Dabei ist es sinnvoll, wenn Sie alle kranken sowie abgestorbenen Triebe komplett entfernen. Auch Seitentriebe, die quer wachsen und bereits verholzt sind, sollten Sie aus dem Gewürzstrauch herausschneiden.

Neben dem Auslichten ist aber auch ein Rückschnitt in der Höhe möglich. Wer den Gewürzstrauch einkürzen möchte, sollte die Pflanze pro Jahr allerdings nur um ein paar Zentimeter einkürzen. Da der Gewürzstrauch recht langsam wächst, muss dies nicht jedes Jahr erfolgen. Zu radikal sollte der Rückschnitt auch deshalb nicht ausfallen, da dies sonst bedeuten könnte, dass der Strauch weniger Blüten ausbildet, was angesichts des wohligen Erdbeerduftes sehr schade wäre.

Ob es nun um den Rückschnitt oder um ein Auslichten des Gewürzstrauchs geht, auf jeden Fall sollten Sie auf sehr scharfe Werkzeuge zurückgreifen. Diese sollten Sie sowohl vor als auch im Anschluss an die erfolgte Gartenarbeit gründlich reinigen. So lassen sich ausgefranste Wundränder vermeiden, was wichtig ist, damit sich mögliche Krankheitserreger weniger leicht Zugang zum Inneren des Gewürzstrauchs verschaffen können. Die Desinfektion der Werkzeuge im Anschluss an den Rückschnitt ist auch deshalb sinnvoll, da Keime und Krankheiten so gar nicht erst auf andere Gartenpflanzen verschleppt werden können.

So überwintern Sie den Gewürzstrauch richtig

Im Allgemeinen gilt der Gewürzstrauch als winterharte Pflanze. Sofern Temperaturen von -15 Grad Celsius nicht auf Dauer vorherrschen, ist der Gewürzstrauch dieser bitterkalten Herausforderung auch im Freien durchaus gewachsen. Falls der Gewürzstrauch jedoch in einer Region angepflanzt wurde, die mit besonders vielen kalten Wintern zu kämpfen hat, ist es definitiv sinnvoll, wenn die entsprechenden Frostschutzmaßnahmen getroffen werden. Dazu gilt es den Gewürzstrauch komplett mit einem Schutzvlies zu bedecken, während der Boden rund um den Gewürzstrauch mit Mulch abgedeckt werden sollte. Auch dies ist eine weitere Frostschutzmaßnahme.

Diese Vorsorgemaßnahmen sind auch dann zu treffen, wenn es sich um junge Gewürzstrauch-Pflanzen handelt, die Sie gerade erst im Garten angepflanzt haben. Denn die jungen Pflanzen konnten noch nicht so viele Wurzeln ausbilden und sind dementsprechend nicht so winterhart und robust wie ein älterer Gewürzstrauch. Entfernen Sie den Frostschutz erst im Frühjahr, wenn nicht mehr dauerhaft mit weiterem Frost zu rechnen ist.

Gewürzsträucher, die Sie in einem Kübel angepflanzt haben, können auch drinnen überwintern. Dazu bietet sich ein trockener Raum an, in dem Temperaturen von nicht mehr als fünf Grad Celsius vorherrschen.

Mögliche Schädlinge und Krankheiten des Gewürzstrauchs

Gewürzstrauch
© emer – Fotolia.com

Pilzerreger und Insekten-Schädlinge machen meist einen großen Bogen um den Gewürzstrauch. Nur dann, wenn der Strauch nicht ausreichend gut gepflegt wird, ist er wenig widerstandsfähig und entsprechend krankheitsanfällig. Daher sind alle Pflegetipps unbedingt einzuhalten. Selbst dann, wenn der Gewürzstrauch für kurze Zeit zu trocken steht, muss dies nicht zu einem größeren Problem werden, sofern Sie Ihren Fehler möglichst zeitnah korrigieren.

❍ Verfärbung der Blätter:

Sofern bei jungen Gewürzstrauch-Pflanzen eine Verfärbung der Blätter zu beobachten ist, ist dies ein deutliches Indiz für zu viel lang andauernde Sonneneinstrahlung. Auch wenn der Wurzelballen zu trocken ist oder Sie den Gewürzstrauch zu stark gedüngt haben, können sich die Blätter entweder gelb oder braun verfärben. Dann gilt es das Substrat auf eine mögliche Trockenheit zu überprüfen und ein übermäßiges Düngen des Gewürzstrauchs vorerst einzustellen, bis sich die Pflanze von der zu reichhaltigen Nährstoffversorgung erholen konnte.

❍ Wurzelfäule:

Bei der sogenannten Wurzelfäule handelt es sich im Übrigen um den einzigen Pilzbefall, der bei dem Gewürzstrauch auftreten kann. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn sich der robuste Strauch zu lange mit anhaltender Staunässe konfrontiert sieht. Zunächst zersetzen sich die Wurzeln, bevor dann der komplette Gewürzstrauch abstirbt. Sofern Sie einen derartigen Befall bemerken, gilt es den betroffenen Gewürzstrauch sofort in trockenes Substrat umzupflanzen. Andere wirkungsvolle Rettungsmaßnahmen sind leider nicht bekannt. Allerdings lässt sich dieses Problem von Anfang an vermeiden, indem Sie den Gewürzstrauch zwar regelmäßig, aber immer nur mit kleinen Mengen an Wasser gießen. Auch eine Auflockerung des Bodens mit Kieselsteinen kann dazu beitragen, dass die schädliche Staunässe gar nicht erst entstehen kann.

Wie lässt sich der Gewürzstrauch vermehren?

Der Gewürzstrauch lässt sich auf vielfältige Art und Weise vermehren. Zum Beispiel über die Vermehrung durch Samen, durch die Absenker-Vermehrung und per Vermehrung durch Stecklinge. Alternativ dazu können Sie aber auch auf Gewürzstrauch-Jungpflanzen aus dem örtlichen Fachhandel zurückgreifen.

Vermehrung durch Samen:

❶ Die Vermehrung durch Samen ist ab Februar möglich, wobei diese Art der Anzucht am besten auf der heimischen Fensterbank erfolgen sollte. Dazu wird ein recht mageres Substrat benötigt, in dem Sie die Samen festdrücken.

❷ Die Anzuchtschale oder das verwendete Pflanzgefäß anschließend am besten mit einer durchsichtigen Plastikfolie bedecken.

❸ Damit der Gewürzstrauch noch schneller und besser keimt, sind nicht nur warme Temperaturen, sondern auch eine recht hohe Luftfeuchtigkeit ideal. Das Substrat mit den Samen müssen Sie außerdem immer ausreichend feucht halten.

❹ Nun müssen Sie sich in ein wenig Geduld üben, da das Umsiedeln der Gewürzstrauch-Keimlinge ins Freiland oder in einen Kübel erst ab einer Höhe von 15 Zentimetern möglich ist.

Wichtig:
Sie sollten wissen, dass die Samen des Gewürzstrauchs äußerst giftig sind. Langer Hautkontakt ist daher nicht nur zu vermeiden, Sie sollten die Samen außerdem auch unzugänglich für Haustiere und Kinder aufbewahren.

Vermehrung durch Stecklinge:

Wer hingegen eine Vermehrung durch Stecklinge plant, geht am besten wie folgt vor:

❶ Im Juli lässt sich der Gewürzstrauch am besten durch Stecklinge vermehren. Dazu Triebspitzen, die bereits halb verholzt sind, auf eine Länge von gut 15 Zentimetern einkürzen und die unteren Blätter des Triebs komplett entfernen.

❷ Den Steckling nun in einem Gefäß platzieren, welches Sie mit einem nährstoffreichen Substrat gefüllt haben.

❸ Auch in diesem Fall ist eine durchsichtige Kunststofffolie zu empfehlen. Diese sollte allerdings perforiert werden, bevor sie über den Steckling samt Gefäß gestülpt wird.

❹ Das Ganze anschließend immer genügend feucht halten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein heller und warmer Standort sind für das Gedeihen der Stecklinge ebenso von Bedeutung.

❺ Es dauert nun ungefähr vier Wochen, bis Sie erkennen können, ob die Vermehrung durch Stecklinge erfolgreich war und die Gewürzstrauch-Stecklinge neue Wurzeln gebildet haben. Spätestens dann sollte der Steckling neue Blätter und Triebe vorweisen können.

Bei der Vermehrung durch Steckling ist es sinnvoll, immer gleich auf mehrere Gewürzstrauch-Stecklinge zu setzen, da dieses Vorhaben nicht zwingend von Erfolg gekrönt ist. Auch ein spezielles Bewurzelungspulver, welches im Fachhandel erhältlich ist und zum Benetzen der Pflanzenenden verwendet werden kann, kann nicht garantieren, dass die Vermehrung des Gewürzstrauchs auf jeden Fall gelingen wird.

Vermehrung durch Absenker:

❶ Möchten Sie den Gewürzstrauch über Absenker vermehren, sollten Sie sich einen recht jungen Gewürzstrauch-Nebentrieb aussuchen, den Sie zum Boden führen.

❷ Diesen dann mittig fest im Substrat andrücken und eventuell mit einem Stein beschweren. Das obere Ende sollte allerdings weiterhin aus dem Boden herausschauen.

❸ Sorgen Sie nun stets für ausreichend Feuchtigkeit.

❹ Es kann mehrere Monate dauern, bis diese Gewürzstrauch-Absenker ausreichend neue Wurzeln ausbilden. Erst wenn die Bewurzelung geglückt ist, dürfen Sie den Gewürzstrauch und den Absenker voneinander trennen.


Foto1: © nickkurzenko - Fotolia.com, Foto2: © emer - Fotolia.com

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