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Indigolupine pflanzen, pflegen und schneiden

Die Indigolupine oder auch Blaue Färberhülse genannt, ist eine imposante Staude, die einen sonnigen Standort und vor allem viel Platz benötigt.

Indigolupine
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Die Indigolupine (Baptisia australis), oder auch Blaue Färberhülse, kann Farbe in den Garten bringen. Dafür sorgen die intensiv gefärbten Blütenköpfe. Auch außerhalb der Blütezeit wird die Pflanze ihre Wirkung nicht verfehlen. Dies verdankt die Indigolupine den hellgrünen Stängeln und Blättern, die mehr als einen Meter in die Höhe ragen. Die breitwüchsige Indigolupine erobert sich schnell einen Platz im Gartenbeet. Während der Blüte zwischen Juni und Juli (manchmal bin den August) ist die Pflanze ein Magnet für Schmetterlinge. Ähnlichkeit zur Gartenlupine besteht anhand der Blüten. Bei der Pflege werden einige Unterschiede deutlich.

Indigolupine – Herkunft

Aufgrund des botanischen Namens möchte man annehmen, die Pflanze stammt aus Australien. Dem ist aber nicht so. Bevor Australien entdeckt wurde, stand die Bezeichnung für „südlich“. Dies wiederum gleicht einer sehr vereinfachten Definition und liegt letztlich im Auge des Betrachters. Fakt ist: Die Idigolupine stammt aus Nordamerika.

Indigolupine – Verwendung

Die Indigolupine lässt sich vielfältig verwenden:

  • als Sommerblüher im Staudenbeet
  • als Blickfang in Rabatten
  • als Abgrenzung von Sitzplätzen und Terrassen
  • als Schmetterlingsweide im Naturgarten
  • als Wildstaude im Bauerngarten
  • als Heilpflanze im Apothekergarten

Indigolupine pflanzen

Indigolupine pflanzen
Die Indigolupine benötigt viel Platz | © Michal / stock.adobe.com
Indigolupine / Blaue Färberhülse (Baptisia australis)
Wuchs: aufrecht, tiefwurzelnd, breitbuschig, horstig
Wuchshöhe: 100 – 150 cm
Wuchsbreite: 60 – 80 cm
Besonderheiten: zieht Schmetterlinge an, winterhart
Standort: Sonne
Boden: trocken bis frisch, durchlässig, humusarm
» Mehr Bilder und Daten anzeigen

Den passenden Standort finden

Ganz wichtig ist, dass Sie der Indigolupine den nötigen Platzbedarf einräumen. Die Pflanzen breiten sich schnell aus und gehen dabei gehörig in die Breite. Der Indigolupine muss mindestens ein Quadratmeter in sonniger bis halbschattiger Lage gewährt werden.

» Tipp: Die Blaue Färberhülse gedeiht nicht im Schatten. Mindestens drei Sonnenstunden täglich sind notwendig, damit Sie sich an Wuchs und Blüte der Indigolupine erfreuen können.

Die Standortwahl ist gut zu überdenken, denn die Indigolupine ist langlebig und wird dabei nicht gern umgepflanzt. Bis sich eine stattliche Staude entwickelt hat, können vier bis fünf Jahre vergehen. Für den Übergang kann die entstandene Lücke im Beet mit ein- oder zweijährigen Blühpflanzen aufgefüllt werden.

Die Pflanze macht sich sehr gut in Kombination mit dem zur gleichen Zeit in Blüte stehenden Brennenden Busch oder der weinrot blühenden Witwenblume.

Das ideale Substrat auswählen

Was das Substrat betrifft, zeigt sich die Indigolupine weniger anspruchsvoll. Die Pflanze gedeiht in jedem Boden, der nicht zu sauer und zu feucht ist. Auch ein Überangebot an Nährstoffen bekommt der Blauen Färberhülse nicht.

Der Boden sollte durchlässig, sandig und humos beschaffen sein. Ein kalkfreies und leicht steiniges Substrat ist ebenfalls ideal. Schwere Lehmböden können durch die Beimischung von Sand oder Kies durchlässiger gestaltet werden.

Indigolupine pflanzen – Schritt für Schritt

Blaue Färberhülse
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  1. Standort auswählen
  2. Boden gründlich vorbereiten und ggf. aufwerten
  3. Pflanze wässern
  4. Pflanzabstand beachten

  1. Pflanzloch großzügig ausheben
  2. Pflanze einsetzen
  3. Substrat auffüllen und andrücken
  4. Pflanze gut wässern
Der Boden sollte gründlich vorbereitet werden. Sind Wurzeln und Unkraut bereits vor der Pflanzung entfernt, setzt dies den späteren Pflegeaufwand herab. Die Bodenvorbereitung gibt Ihnen die Möglichkeit, das Substrat entsprechend seiner Beschaffenheit durchlässiger zu gestalten oder Kompost und Hornspäne als natürliche Langzeitdüngung einzuarbeiten.

Vor der Pflanzung ist die Indigolupine zu wässern. Stellen Sie die Pflanze dazu in einen Wassereimer oder eine Schüssel. Steigen keine Luftblasen mehr auf, hat sich der Wurzelballen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt.

Nun wird die Staude vorsichtig aus ihrem Pflanztopf befreit. Das Pflanzloch wird großzügig ausgehoben. Der Wurzelballen sollte nicht tiefer in die Erde gesetzt werden, als er im Pflanztopf gestanden hat.

Die Erde wird aufgefüllt und gut angedrückt. Anschließend ist der Boden reichlich zu bewässern. Am besten gelingt dies durch Einschlemmen mit einem Rasensprenger. Das Wasser kann sich dadurch gleichmäßig verteilen und die Blaue Färberhülse wird nicht verletzt.

Indigolupine richtig gießen

Unmittelbar nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen sehr wichtig. Der Boden darf zwischenzeitlich an- aber auf keinen Fall austrocknen. Wird die Pflanze zu trocken gehalten, kann sie sich nicht wunschgemäß entwickeln und bleibt kleinwüchsig und blühfaul.

Sind die Pflanzen angewachsen, kann ihnen Trockenheit nichts mehr anhaben. Selbst in trockenen und heißen Sommern wird die Pflanze keinen großen Schaden nehmen, auch wenn sie nicht gegossen wird.

Indigolupine richtig düngen

Im Frühjahr oder bei der Pflanzung ist eine Grunddüngung angebracht. Werden Kompost oder Hornspäne in den Boden eingearbeitet, ist die Indigolupine im ersten Standjahr reichlich mit Nährstoffen versorgt.
Abhängig von der Bodenbeschaffenheit kann eine erneute Düngergabe im Frühsommer erfolgen.

Die besten Pflanz- und Pflegetipps auf einen Blick

Tätigkeit Worauf kommt es an?
Standort auswählen am besten sonnig
benötigt viel Platz
Boden vorbereiten durchlässig
humos
sandig
Indigolupine pflanzen ein Quadratmeter Pflanzabstand
vor der Pflanzung wässern
Indigolupine gießen nach der Pflanzung reichlich gießen
später keine regelmäßige Bewässerung nötig
Indigolupine düngen Kompost oder Hornspäne im Frühling

Indigolupine schneiden

Stauden wie die Indigolupine stoßen ihre oberirdischen Pflanzenteile im Herbst ab und ziehen sich in ihr Rhizom zurück. Sie müssen im Frühling lediglich die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen.

» Tipp: Im Herbst sollte das abgestorbene Laub nicht von der Pflanze entfernt werden, es schützt die Blaue Indigolupine vor Kahlfrösten.

Indigolupine vermehren

Wer seine Indigolupine vermehren möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  1. Teilung
  2. Aussaat

Die Teilung der Wurzelballen ist nur bei größeren Exemplaren möglich. Hierfür muss die Pflanze komplett ausgegraben werden. Befreien Sie die Indigolupine von abgestorbenen Pflanzenteilen. Nachdem Sie die Pflanze geteilt haben, werden die Wurzelstücke separat verpflanzt und wie gewohnt kultiviert. Damit entsteht mit wenigen Handgriffen eine neue vollwertige Pflanze.

Wer die Samen direkt im Freiland aussäen möchte, wird oftmals enttäuscht. Die Vorkultur auf der heimischen Fensterbank oder im Gewächshaus ist dagegen unproblematisch. Die Samen werden in eine flache Anzuchtschale gelegt und leicht mit Erde bedeckt.

Aufgestellt werden die Pflanzgefäße warm, aber nicht sonnig. Das Substrat ist gleichmäßig feucht zu halten, aber nicht einzuschwemmen.

» Tipp: Durch die Befeuchtung mit einem Pflanzsprüher lässt sich die Feuchtigkeit am besten verteilen und es kommt nicht zu Staunässe.

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Die Jungpflanzen stehen auf dem Speiseplan von Schnecken. Die Samen können vom Speisebohnenkäfer angegriffen werden. Schäden am Laub verursacht der Echte Mehltau zwischen Spätsommer und Herbst.

Meist hilft es, die Indigolupine kräftig abzuduschen.

Indigolupine überwintern

Die robuste Indigolupine ist winterhart und verträgt Frost bis -18 Grad. Kommt es zu strengen Frösten, kann sich der Hobbygärtner mit einem Schutz aus Reisig oder Vlies behelfen.

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