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Kugelahorn – Pflanzen, Pflege und Tipps zu Krankheiten

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Beim Kugelahorn ist der Name Programm. Doch nicht nur seine kugelige Form macht ihn in unseren Gärten so beliebt. Er ist zudem auch noch total pflegeleicht.

Kugelahorn
© womue – Fotolia.com

Der Kugelahorn entsteht durch die sogenannte Kopfveredelung aus dem Spitzahorn. Er hat seinen Namen von der kugelförmigen Baumkrone. Die Blätter zeigen die für Ahorn-Blätter typische Form: mehrfach gezackt und in Dolden wachsend. Im Herbst verfärben sich die Blätter je nach Sorte von goldgelb bis leuchtend rot. Im Frühjahr bildet der Kugelahorn außerdem noch geflügelte Samen. Wegen der schönen Form und der hübschen Blätter wird das Ziergehölz gerne im Garten eingepflanzt.

  • Familie: Seifenbaumgewächse
  • Unterfamilie: Rosskastaniengewächse
  • Gattung: Ahorne
  • Art: Spitzahorn / Acer platanoides
  • Botanischer Name: Globosum

Der Kugelahorn wird zwischen drei und fünf Meter hoch und ist durch die geringe Höhe sehr gartentauglich. Doch bedenken Sie: die Baumkrone ist ausladend und kann im Durchmesser bis zu einige Meter betragen, weshalb der Baum also dementsprechend viel Abstand zur Hausmauer braucht. Er eignet sich perfekt für den Hausgarten und kann auch in einem großen Kübel gepflanzt werden, dann bleibt er durch die eingeschränkten Wachstumsbedingungen noch kleiner.

Die runde Krone entwickelt ihre Form von selbst. Ein Formschnitt ist deshalb nicht nötig. Nur wenn die Baumkrone zu üppig wird, sollten Sie die Schere ansetzen. Generell wächst der Baum eher langsam. Die endgültige Höhe wird also erst nach einigen Jahren erreicht. Dabei entwickelt der gerade wachsende Stamm einen kräftigen Umfang.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Der Kugelahorn liebt Licht und Sonne, er verträgt deshalb auch große Hitze. Wind mag er dagegen weniger, weshalb ein geschützter Standort ideal ist. An den Boden stellt der Baum keine besonderen Ansprüche, die Erde sollte lediglich nicht zu sauer sein. Normale Gartenerde, gemischt mit Kompost, ist zum Beispiel optimal. Wichtiger ist die Größe des Pflanzlochs, denn die Wurzeln brauchen viel Platz. Ideal ist ein Pflanzloch, das dem Umfang der Baumkrone entspricht. Sie müssen den Untergrund gut auflockern, sodass die Wurzeln ungehindert in die Tiefe wachsen können.

Kugelahorne können Sie übrigens zu jeder Jahreszeit pflanzen, wenn das Wetter frostfrei ist. Nach dem Einsetzen und in den ersten Wochen nach dem Pflanzen müssen Sie jedoch daran denken, dass der Kugelahorn viel Wasser benötigt. Später reicht einmal Gießen pro Woche aus. Nach einem Jahr ist der Baum gut angewachsen und kommt ohne zusätzliches Wasser aus, außer bei sehr langen und warmen Trockenperioden.

Wichtige Pflegemaßnahmen

Kugelahorn
© Olivia – Fotolia.com

Gießen:

Gießen Sie lieber seltener und dafür dann aber reichlich. Der Grund dafür ist der „Erziehungseffekt“ für die Wurzeln. Bei laufender Wasserversorgung bleiben die Wurzeln flach. Trockene Erde führt dagegen dazu, dass der Baum Wurzeln in die Tiefe bildet und sich besser selbst versorgen kann.

Düngen:

Der Kugelahorn braucht keinen Dünger. Im Frühjahr können Sie die Stammumgebung aber ruhig mit Kompost anreichern.

Schnitt:

Ein Formschnitt ist ebenfalls nicht notwendig. Bei Bedarf können Sie abgestorbene Zweige entfernen und eine zu dichte, üppige Krone auslichten.

Überwinterung:

Der Baum ist frostfest und winterhart. Die kalte Jahreszeit übersteht er deshalb problemlos ohne speziellen Winterschutz.

Bekämpfung der häufigsten Krankheiten und Schädlinge

❒ Echter Mehltau:

Insekten können dem Kugelahorn kaum gefährlich werden, denn gesunde Kugelahorne sind widerstandsfähig und robust. Gelegentlich kann Echter Mehltau auftreten, der aber meist von selbst wieder verschwindet. Wichtig ist nur, dass Sie befallene Blätter entfernen. Bei einem stärkeren Befall hilft es die Bäume mit einem Milch-Wasser-Gemisch (9 Teile Wasser, 1 Teil Milch) oder einem Backpulver-Wasser-Gemisch (5 Liter Wasser, 3 Päckchen Backpulver) zu besprühen.

❒ Verticillium-Welke:

Des Weiteren kann die Verticillium-Welke auftreten, die von einem Pilz verursacht wird. Der Pilz verstopft die Wasserleitungsbahnen und führt zum Welken der Blätter. Frische Triebe sterben hingegen gleich ab. Befallene Triebe müssen Sie bei einem Befall unbedingt herausschneiden. Eine andere Bekämpfung ist schwierig. Bei allen Pilzerkrankungen ist zudem der Einsatz von Fungiziden ratsam.

❒ Rotpustelkrankheit:

Bei der Rotpustelkrankheit handelt es sich ebenfalls um einen Pilz, der überwiegend totes oder geschwächtes Holz befällt. Sie erkennen die Krankheit an orangefarbenen oder roten Auswüchsen. Die Baumrinde verfärbt sich ebenfalls. So ein Befall ist schwer zu bekämpfen. Als Sofortmaßnahme hilft es, wenn Sie alle betroffenen Stellen wegschneiden und den Schnitt verbrennen, sprich also nicht auf den Kompost werfen. Es könnte sonst passieren, dass sich die Pilzsporen weiter ausbreiten.


Foto1: © womue - Fotolia.com, Foto2: © Olivia - Fotolia.com

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