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Okra im Garten anbauen

Okra zählt zu den ältesten Gemüsepflanzen der Welt. Der Anbau im Garten ist etwas schwierig, aber nicht unmöglich.

Okra
Okra braucht viel Wärem zum Keimen | © Cozine / stock.adobe.com

Okra sorgt für Exotik im Gemüsegarten. Das ursprünglich aus Afrika stammende Gemüse sollte in unseren Breiten besser im Gewächshaus angebaut werden. Allein in klimatisch begünstigten Landstrichen, wie dem Rheinland und der Bodenseeregion, kann ein Anbau im Freiland Erfolg versprechen. In jedem Fall stellen die würzigen Okra-Schoten eine Bereicherung auf dem Speisezettel dar.

Herkunft

Okra (Abelmoschus esculentus) zählt zu den Malvengewächsen. Die ursprüngliche Heimat des Gewächses liegt in Äthiopien. Bereits die alten Ägypter befassten sich mit dem gezielten Okra-Anbau.

In der afrikanischen und mediterranen Küche hat der „Gemüse-Eibisch“ seinen festen Platz gefunden. Das Fruchtgemüse ist einjährig und stellt heimische Gemüsegärtner auf die Probe. Der Anbau unter unseren Klimabedingungen gestaltet sich etwas schwierig.

Standort und Boden

In den meisten Regionen Deutschlands ist der Anbau im Gewächshaus die einzige sichere Option, Okra-Schoten ernten zu können.

Wer sich an die Kultivierung im Freiland wagt, sollte in jedem Fall einen sonnigen, warmen und geschützten Standplatz wählen. Okra benötigt weiterhin einen humosen und nährstoffreichen Boden.

Okra anbauen

Die Anzucht der Okra-Pflanzen sollte in Zimmerkultur geschehen. Die Aussaat erfolgt ab Anfang April.

Okrapflanzen gedeiehen im Folientunne

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Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. flache Pflanzschale mit Anzuchterde füllen
  2. Okra-Samen darin aussäen
  3. Pflanzgefäß bei 22 bis 25 Grad aufstellen
  4. Samen gleichbleibend feucht halten
  5. Keimung abwarten

» Tipp: Werden die Samen eine Nacht vor der Aussaat in Wasser eingelegt, kann dies die Keimung verbessern und beschleunigen.

Okra pflanzen

Okra Pflanze
Die Früchte der Okra werden Okra-Schoten genannt | © ittipol / stock.adobe.com

Etwa eine Woche nach der Keimung werden die Pflänzchen in zehn Zentimeter große Pflanztöpfe pikiert und weiterhin im Zimmer warm gehalten und regelmäßig gegossen.

Ab Ende Mai können die Jungpflanzen ins Gewächshaus umziehen. Die Wachstumsaussichten im Freiland kann ein Folientunnel verbessern. Dort hinein setzen Sie die Okra-Pflanzen in einem Abstand von 30 x 60 Zentimetern.

Okrapflanzen brauchen Wärme zum Wachsen

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Okra pflegen

Die kälteempfindlichen Pflanzen sind möglichst abzudecken. Die Triebe können an Schnüren nach oben geleitet werden. Okra wird regelmäßig gegossen. In Trockenperioden kann eine tägliche Wassergabe notwendig werden. Während der Wachstumsphase können Okras wöchentlich mit einem Flüssigdünger für Gemüsepflanzen versorgt werden.

Ernte und Verwendung

Okra zubereiten
Okra mit Tomaten und Zwiebeln | © FomaA / stock.adobe.com

Okras können im Spätsommer, etwa 14 Tage nach dem Verblühen in noch unreifem Zustand, geerntet werden.

Okra-Schoten können roh gegessen werden, schmecken aber gekocht oder gegart besser. Beim Kochen tritt eine schleimige Substanz aus. Dabei handelt es sich um einen auch Mucilago genannten wasserlöslichen Schleimstoff, welcher zum Eindicken von Speisen Verwendung finden kann. Dem Pflanzenschleim wird eine erweichende und reizmildernde Wirkung nachgesagt.

» Tipp: Werden die Schoten vor dem Kochen in Essig- oder Zitronenwasser eingelegt, tritt der Schleim nicht aus der Pflanze aus.

Geschmacklich lässt Okra an grüne Bohnen denken. Verwendung findet Okra in Eintöpfen oder Currys. Sie können die Schoten auch als Gemüsebeilage zu Fleisch oder Fisch servieren. In Afrika wird zum Huhn eine Soße aus Okra, Knoblauch und Tomaten gereicht. Die kreolische Küche kennt mit „Gumbo“ ein traditionelles Eintopfgericht.

Krankheiten und Schädlinge

Die Okra kann von Blattläusen heimgesucht werden. Diese können Sie mit einem gelegentlichen Abduschen der Pflanzen bekämpfen. Eine Anfälligkeit zeigt die Pflanze auch für die Weiße Fliege. Zur Abschreckung von Schädlingen können Gelbtafeln hilfreich sein, welche zwischen den Pflanzen aufgestellt werden.

Okra als Heilpflanze

Die enthaltenen Schleimstoffe können zu einer gesunden Darmflora beitragen. Das beim Kochen der Okra anfallende Wasser wird als Hausmittel bei Erkältungen und Schleimhautentzündungen geschätzt.

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