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Säckelblume: So pflanzen und pflegen Sie den Kleinstrauch

Die Säckelblume erinnert nicht nur optisch an Flieder. Sie ist auch ein genauso großer Bienenmagnet. Zudem benötigt Sie kaum Pflege.

Säckelblume
© Matthew Ashmore / stock.adobe.com

Die buschigen Rispenblüten der Säckelblume (Ceanothus) erinnern an Flieder. Der Trivialname „Kalifornischer Flieder“ hat sich eingebürgert. Eine botanische Verwandtschaft zwischen Säckelblume und Flieder besteht jedoch nicht. Der hübsche Kleinstrauch kann mehr als einen Meter hoch wachsen und überrascht mit einer schier unglaublichen Blütenfülle. Nicht nur Pflanzenfreunde, sondern auch Schmetterlinge und Bienen freuen sich, wenn die Säckelblume das Beet bereichert.

Herkunft der Säckelblume

Die Säckelblume gehört der Familie der Kreuzdorngewächse an und wächst an der Westküste Amerikas. Die meisten der mehr als 50 Arten sind im Sonnenstaat Kalifornien beheimatet. Einige weitere Arten stammen aus dem Süden der USA oder aus Mexiko.

Die natürlichen Vorkommen der Säckelblume sind steinige und felsige Untergründe in Wäldern und in Küstennähe. In unseren Gärten fühlt sich besonders die Blaue Säckelblume wohl. Diese spezielle Hybride wurde aus der Amerikanischen und der Mexikanischen Säckelblume herausgezüchtet.

Hübsche Sorten der Säckelblume im Überblick

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Hybriden aus der Amerikanischen und Mexikanischen Säckelblume herausgezüchtet. Hier die drei schönsten Sorten:

Blaue Säckelblume ‚Glorie de Versailles‘

Blaue Säckelblume 'Glorie de Versailles'
Die Blaue Säckelblume ‚Glorie de Versailles‘ ist weit verbreitet und wächst leicht überhängend – © hcast / stock.adobe.com
Blaue Säckelblume ‚Glorie de Versailles‘ (Ceanothus delilianus ‚Glorie de Versailles‘)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 100 – 150 cm
Wuchsbreite: 60 – 100 cm
Blüte: blau-lila Blüten von Juli bis Oktober
Standort: Sonne
Boden: durchlässig, nicht zu nass, kalkliebend, humos
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Säckelblume ‚Victoria‘

Säckelblume 'Victoria'
Die Säckelblume ‚Victoria‘ wächst buschig – © PIXATERRA / stock.adobe.com
Säckelblume ‚Victoria‘ (Ceanothus impressus ‚Victoria‘)
Wuchsgeschwindigkeit: 10 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 80 – 100 cm
Wuchsbreite: 50 – 70 cm
Blüte: tiefblaue Blüten von Ende Mai bis Juli
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: normaler Gartenboden
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Rosa Säckelblume ‚Marie Simon‘

Rosa Säckelblume 'Marie Simon'
Die Rosa Säckelblume ‚Marie Simon‘ wächst locker-buschig – © Иван _ / stock.adobe.com
Rosa Säckelblume ‚Marie Simon‘ (Ceanothus pallidus ‚Marie Simon‘)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 60 cm im Jahr
Wuchshöhe: 100 – 150 cm
Wuchsbreite: 70 – 120 cm
Blüte: zartrosa Blüten von Juli bis Oktober
Standort: Sonne
Boden: durchlässiger Boden
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Die Säckelblume pflanzen

Den passenden Standort finden

Säckelblumen fühlen sich an einem warmen Standplatz in der vollen Sonne am wohlsten. Ein windgeschützter Standort ist wichtig. Eine Hauswand in Südlage bietet die optimale Wachstumsumgebung.

Die Säckelblume wird häufig im Steingarten angepflanzt. Durch die lange Blütezeit kann die Säckelblume im Rosenbeet für Kontraste sorgen. Die blauen Rispenblüten harmonieren sehr gut mit gelben oder weißen Rosensorten.

Tipp: Sehr ansprechend wirkt die Säckelblume als niedrige Hecke gepflanzt. Hier kommt das Blütenmeer besonders gut zur Geltung.

Das ideale Substrat auswählen

Die Säckelblume wächst in ihrer ursprünglichen Heimat zwar in Küstennähe, steht aber im Beet ungern zu nass. Daher sollte der Boden gut durchlässig beschaffen sein. Ein schwerer Lehmboden würde das Auftreten von Staunässe begünstigen und sollte daher mit Sand oder Kies aufgewertet und lockerer gestaltet werden.

Ein magerer Sandboden mit Kalkanteil wird bevorzugt. Auch ein höherer Salzgehalt des Substrates wird vertragen. In schwere Böden sollte die Säckelblume dagegen nicht gepflanzt werden, ohne eine Drainage in Form einer Kiesschicht in den Boden einzubringen.

Säckelblume pflanzen – Schritt für Schritt

Die Säckelblume sollte im Frühling bis Frühsommer gepflanzt werden. Der Standort ist dabei besonders sorgfältig auszuwählen, denn es wird nicht empfohlen, die Säckelblume nachdem sie sich eingewurzelt hat, zu verpflanzen.

1. Standort bestimmen
2. Substrat vorbereiten und auflockern
3. Säckelblume aus dem Pflanzgefäß nehmen
4. Pflanzloch ausheben
5. Drainage einbringen
6. etwas Substrat einfüllen
7. Säckelblume in das Pflanzloch einsetzen
8. Substrat komplett auffüllen
9. Erde gut andrücken
10. Säckelblume angießen
Säckelblume als Hecke
© Ian / stock.adobe,com

Wer sich für die bereits erwähnte Heckenpflanzung entschieden hat, sollte die Pflanzen dichter in den Boden setzen. Die Säckelblume kann sich bis zu 1,5 Meter ausbreiten. Damit sich ein geschlossenes Bild ergibt, ist ein Pflanzabstand von 50 bis 60 Zentimetern ratsam. Die Jungpflanzen benötigen reichlich Wasser und im ersten Standjahr einen stabilen Winterschutz.

Die Säckelblume pflegen

Die Säckelblume richtig gießen

Jungpflanzen werden reichlich bewässert. Hat sich die Pflanze an ihren Standort gewöhnt, sinkt der Flüssigkeitsbedarf. Die Säckelblume muss nur gegossen werden, wenn an heißen Sommertagen längere Zeit kein Regen fällt.

Die Säckelblume richtig düngen

Da die Säckelblume auf kargen Böden wächst, ist der Nährstoffbedarf gering. Eine Düngung ist für diese Pflanzen nicht notwendig. Auch von der Gabe organischer Langzeitdünger wie Kompost oder Hornspänen muss der Hobbygärtner keinen Gebrauch machen.

Die Säckelblume schneiden

Die Blüten der Säckelblume bilden sich am neuen Holz. Für einen kompakten Wuchs kann die Pflanze im Frühling zurückgeschnitten werden. Der Schnitt kann ähnlich dem des Sommerflieders erfolgen. Es werden die alten Triebe bis auf wenige Augen zurückgeschnitten.

Tipp: Wer im Sommer regelmäßig die verblühten Rispen entfernt, fördert die Ausbildung neuer Blüten.

Die Säckelblume vermehren

Die Säckelblume kann durch folgende Methoden vermehrt werden:

  • Stecklinge
  • Absenker

Die Säckelblume durch Stecklinge vermehren

Der richtige Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung ist der Frühsommer. Es wird ein frischer Trieb ausgewählt, der noch keine Blüten gebildet hat. Von der Schnittbasis werden die Ansätze der Blätter und die Rinde entfernt.

Tipp: Der Austrieb lässt sich beschleunigen, wenn die Schnittfläche in Bewurzelungspulver getaucht wird.

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Der Steckling wird in ein mit Anzuchterde gefülltes Pflanzgefäß gesteckt und gleichmäßig feucht gehalten. Die Bewurzelung sollte bei Zimmertemperatur erfolgen. Das Pflanzgefäß wird dabei hell, aber nicht vollsonnig aufgestellt. Nach etwa einem Monat sollten sich neue Wurzeln gebildet haben und die Pflanze kann in einen größeren Pflanztopf umziehen.

Die Säckelblume durch Absenker vermehren

Für diese Art der Vermehrung wird im Frühling ein Trieb des Vorjahres ausgewählt, der beinahe bis zum Boden reicht. Die Stelle, die später Wurzeln bilden soll, wird mit dem Messer angeritzt, am Boden fixiert und mit Erde bedeckt.

Im darauffolgenden Frühjahr sollte der Absenker über ein eigenes Wurzelsystem verfügen und kann nun von der Mutterpflanze abgetrennt und separat verpflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge an der Säckelblume entdecken

Die Säckelblume ist nicht anfällig für Krankheiten – vorausgesetzt, es wurden keine groben Pflegefehler begangen. Bei trockener und heißer Witterung kann es zu einem Befall mit Spinnmilben können. Diese sind an ihren weißen Gespinsten gut zu erkennen. Durch häufiges Abspritzen mit Wasser wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und der Befall lässt sich dadurch eindämmen.

Häufiger werden an der Säckelblume auch Blattwanzen gesichtet. Diese saugen an den jungen Blättern und durchbohren diese. Ein größerer Schaden für die Pflanze ist jedoch nicht zu befürchten.

Die Säckelblume überwintern

Die Säckelblume braucht in der kalten Jahreszeit etwas Unterstützung. Werden an der Strauchbasis Laub oder Reisig ausgebreitet, sind die Pflanzen gut vor Kahlfrost geschützt. Kübelpflanzen sind bevorzugt im Haus zu überwintern. Ist dies nicht möglich, werden ein geschützter Standort und eine Abdeckung aus Gartenvlies empfohlen.

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Ist die Säckelblume giftig?

Die Pflanze ist ungiftig. Damit steht einer Pflanzung im von Kindern und Haustieren frequentierten Garten nichts im Wege.

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