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Silberregen: Kultivierung als Bodendecker oder im Kübel möglich

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Der exotische Silberregen macht sowohl als Bodendecker als auch im Kübel eine gute Figur. Überwintern Sie ihn richtig, bleibt er Ihnen mehrere Jahre erhalten.

Silberregen
© berner51 / stock.adobe.com

Der Silberregen ist eine ausgesprochen attraktive Ampelpflanze. Die rundlichen Blätter erscheinen wie an einer Schnur aufgefädelte Silbertaler. In Kombination mit farbenfrohen Sommerblühern ergibt sich ein kontrastreiches Bild, welches mit Sicherheit zum Blickfang wird. Bis zu zwei Meter kann sich der Silberregen vom Balkon in die Tiefe ergießen. Wie diese attraktive Pflanze kultiviert wird, kann im Folgenden nachgelesen werden.

Herkunft und Verbreitung vom Silberregen

Das Markenzeichen des Silberregens sind die silbrig schimmernden Blätter, die sich mattenartig ausbreiten können und meterlange Schnüre bilden. In ihrer natürlichen Heimat, den Tropen und Subtropen wächst die Pflanze als Bodendecker.

Der Silberregen stellt keine eigenständige Art dar, sondern ist eine besonders attraktive Zuchtform der in Mittel- und Südamerika beheimateten Dichondra argentea. Die Gattung Dichondra umfasst 15 Arten. Zwei Formen sind auch in Australien und Neuseeland heimisch.

Der Silberregen zählt zur Familie der Windengewächse und ist damit mit der Süßkartoffel verwandt.

Tipp: Auch die Süßkartoffel kann zu einer attraktiven Hängepflanze werden, wenn die Knolle zur Hälfte in Blumenerde gesteckt wird.

Ist der Silberregen giftig?

Die Pflanzen eignen sich zwar nicht unbedingt zum Verzehr, sind aber für Menschen und Tiere komplett ungiftig.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es nicht zu Verwechslungen kommen darf. Silberregen stellt den deutschen Trivialnamen für die Gewöhnliche Robinie dar. Robinien sind in allen Pflanzenteilen giftig. Vergiftungen können bei Mensch und Tier zum Tode führen.

Silberregen pflanzen

Passender Standort für den Silberregen

Es wird ein sonniger und warmer Standort bevorzugt. Die Temperaturen dürfen ganzjährlich nicht unter 16 Grad fallen. An schattigeren Standplätzen weiß sich die Pflanze zu helfen und richtet ihre langen Triebe zur Sonne hin aus. Dies ist vorteilhaft für die Balkonbepflanzung. Während sich nur die Triebe in der Sonne befinden, muss das Substrat im Kübel weniger bewässert werden.

Tipp: Steht die Pflanze zu kalt, wird das Wachstum eingestellt.

Der Silberregen sollte vor Wind und Regen geschützt werden. Ein besonders eindrucksvolles Bild ergibt sich, wenn die Pflanze mit rot blühenden Stauden oder Sommerblumen in Verbindung gebracht wird.

Ideales Substrat für den Silberregen

Der Silberregen kann in herkömmliche Balkonblumenerde gesetzt werden. Gegenüber dem passenden Substrat zeigt sich die Pflanze nicht wählerisch. Wichtig ist allein, dass es sich um einen lockeren Boden mit guter Durchlässigkeit handelt. Die Pflanzen stehen lieber zu trocken als zu nass und reagieren empfindlich auf Staunässe.

Bei der Pflanzung in Kästen und Kübel ist die Gefahr von Staunässe besonders groß. Daher sollte auf eine gute Drainage nicht verzichtet werden. Überschüssiges Gießwasser darf sich nicht im Untersetzer stauen, sondern ist sofort abzugießen.

Silberregen vorziehen

Silberregen ist als Topfware (zum Beispiel von Blumen Eber) erhältlich, lässt sich aber auch aus Samen heranziehen. Diese können Sie aus bereits vorhandenen Pflanzen gewinnen, Sie erhalten sie aber auch im Handel.

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Die Samen können ab Mitte Januar in mit Anzuchterde gefüllte Pflanztöpfe ausgesät werden. Die Pflanzgefäße erhalten einen hellen Fensterplatz und werden bei etwa 22 Grad aufgestellt.

Tipp: Die Erde wird nur leicht feucht gehalten und am besten besprüht, anstatt gegossen.

Ein zu feuchter Boden führt zu Schimmelbefall. Die Keimung erfolgt nach etwa zwei Wochen. Die Umgebungstemperatur kann nun auf etwa 20 Grad reduziert werden.

Die Aussaat kann auch direkt ins Freiland erfolgen. Damit ist jedoch bis Mai zu warten, denn die Temperaturen dürfen nicht unter 16 Grad absinken.

Sie können die Pflanze als Bodendecker oder als Hängepflanze kultivieren.

Silberregen als Bodendecker pflanzen – Schritt für Schritt

Silberregen als Bodendecker
© Kylie / stock.adobe.com

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Pflanzloch ausheben
4. Abstand beachten
5. Pflanze einsetzen
6. Substrat auffüllen
7. Pflanze angießen

Soll der Silberregen als Bodendecker ins Beet gepflanzt werden, ist auf einen Pflanzabstand von mindestens 20 Zentimetern zu achten. Die Pflanzen können sich mehr als einen halben Meter ausbreiten.

Silberregen als Hängepflanze pflanzen – Schritt für Schritt

1. Pflanzgefäß auswählen
2. Substrat vorbereiten
3. Drainage legen
4. Substrat einfüllen
5. Pflanze einsetzen
6. Substrat auffüllen
7. Boden leicht andrücken
8. Balkonkasten bewässern

Auch im Balkonkasten ist der notwendige Pflanzabstand einzuhalten. In einen Balkonkasten von 50 Zentimeter Länge können bis zu vier Pflanzen eingesetzt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanzen etwa 20 bis 25 Zentimeter in die Höhe wachsen. Um ein ansprechendes Gesamtbild im Kübel zu erzeugen, ist auf höhere Begleitpflanzen auszuweichen.

Silberregen pflegen

Silberregen richtig gießen

Der Wasserbedarf der Pflanzen ist als gering einzuschätzen. Im Freiland ist ein trockener und geschützter Standort zu wählen. In regenreichen Sommern kann es ansonsten schnell zu Staunässe kommen. Nur bei längerer Trockenheit müssen die Pflanzen im Beet bewässert werden. Es kann dabei abgewartet werden, bis der Boden etwa zwei Zentimeter abgetrocknet ist.

Meist wird der Silberregen jedoch in Balkonkästen oder Pflanzkübeln kultiviert. Der Wasserbedarf ist auf kleinem Raum höher. Die Pflanzen benötigen regelmäßige Wassergaben. Damit es nicht zu Staunässe kommt, ist eine Drainage aus Tonscherben oder Kies im Gefäßboden anzulegen.

Silberregen richtig düngen

Wurde der Boden vor der Pflanzung im Freiland mit reifem Kompost oder Hornspänen angereichert, ist für einen organischen Langzeitdünger gesorgt und es muss keine zusätzliche Düngung erfolgen.

In Kasten oder Kübel stehen weniger Nährstoffe zur Verfügung. Daher kann die Wuchsfreude gefördert werden, wenn alle zwei Wochen dem Gießwasser etwas Flüssigdünger zugegeben wird.

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Silberregen schneiden

An einem idealen Standort wird der Silberregen üppig wachsen. Lässt man ihm dabei freien Lauf, ist die Wirkung umso eindrucksvoller. Ist das Platzangebot entsprechend geringer, lassen sich die Triebe jederzeit mit einer scharfen Gartenschere kürzen. Dies bietet dem Hobbygärtner zugleich Gelegenheit, die Pflanze zu vermehren.

Silberregen vermehren

Die Vermehrung kann durch Aussaat erfolgen. Die Vorgehensweise wurde bereits beschrieben.

Es gibt jedoch eine schnellere und zudem einfache Methode: Sie können aus bereits vorhandenen Pflanzen Stecklinge schneiden und diese vermehren.

Dabei ist wie folgt zu verfahren:

1. Stecklinge schneiden
2. Stecklinge in Substrat stecken
3. Stecklinge hell und geschützt aufstellen
4. Bewurzelung abwarten

Als Stecklinge eignen sich etwa fünf Zentimeter lange Triebe. Diese werden abgeschnitten oder einfach abgezwickt. Die Stecklinge werden sofort in mit Anzuchterde gefüllte Pflanztöpfe gesteckt. Ein heller, aber vor praller Mittagssonne geschützter Standort ist ideal. Die Stecklinge bewurzeln innerhalb kurzer Zeit. Die erfolgreiche Vermehrung lässt sich am Neuaustrieb der Blätter erkennen. Sind die Pflanzen bewurzelt, können Sie sie in Kästen und Kübel umsetzen oder auch ins Freiland pflanzen.

Silberregen überwintern

In unseren Breiten wird der Exot meist als einjährige Pflanze kultiviert und nach dem Sommer in Beet oder Kübel entsorgt. Dies ist nicht notwendig, denn die Pflanzen können recht einfach überwintert werden.

Das Winterquartier sollte hell beschaffen sein und die Temperatur darf nicht unter zehn Grad abfallen. Die Pflanzen dehnen ansonsten ihre Ruhephase aus und stellen das Wachstum vollständig ein. Dies ist für ein üppiges Wachstum in der nächsten Saison nicht von Vorteil.

Im Winter wird der Silberregen nur sporadisch bewässert. Im Frühling wird die Pflanze zurückgeschnitten und beginnt neu auszutreiben. Nun wird wieder regelmäßig bewässert. Ist die Frostgefahr Mitte Mai gebannt, dürfen die Pflanzen zurück ins Freie.

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