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Steinquendel: So pflanzen und pflegen Sie die Bergminze!

Die Bergminze erfreut uns vom Sommer bis in den Herbst hinein mit duftender Blütenpracht. Und auch Bienen können den herrlich duftenden Blüten nicht widerstehen.

Steinquendel
© Susann Bausbach / stock.adobe.com
Der Steinquendel (Calamintha nepeta) sollte in keinem Gartenbeet fehlen, denn die pflegeleichte Pflanze schmückt sich nicht nur mit hübschen kleinen Blüten, sie verbreitet auch einen aromatischen Duft. Die mehrjährige Staude ist auch unter der Bezeichnung Bergminze bekannt. Die aromatischen Blätter können Gerichten eine frische Note verleihen. Steinquendel kann im Staudenbeet angepflanzt werden oder im Bauerngarten von sich überzeugen.

Herkunft des Steinquendel

Der Steinquendel wird zu den Lippenblütengewächsen gezählt. Die Gattung Calamintha steht für „schöne Minze“. Daher haben sich auch die Bezeichnungen Drüsige Bergminze oder Kleinblütige Bergminze eingebürgert.

Es handelt sich um eine, in Mitteleuropa heimische Pflanze. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den nordafrikanischen Raum bis in den Westen Asiens. In freier Natur kommt der Steinquendel in felsigen Gebirgslagen oder in trockenen Laubwäldern vor. Die ausdauernde Blüte und der aromatische Duft der Blätter haben die Bergminze zu einer beliebten Gartenpflanze gemacht.

Steinquendel, Bergminze (Calamintha nepeta)
Wuchs: buschig, horstbildend
Wuchshöhe: 30 – 40 cm
Wuchsbreite: 30 – 40 cm
Blüte: Juli bis September
Standort: Sonne
Boden: trocken, gut durchlässig, nährstoffarm, steinig
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Passender Standort für den Steinquendel

Der Steinquendel sollte an einen vollsonnigen Standort gepflanzt werden. Nur an einem warmen und sonnigen Standplatz wird sich das typische Minzaroma entwickeln. In schattigen Lagen zeigt sich die Pflanze dagegen kaum blühwillig. Wer sich an den kleinen, blauen Blüten bis in den Herbst hinein erfreuen möchte, sollte daher einen offenen, warmen Sonnenplatz für die mediterrane Pflanze auswählen.

Die Bergminze kann im Steingarten ihren Platz finden oder zur Begrünung von Trockenmauern eingesetzt werden.

Tipp: Besonders attraktiv wirkt der Steinquendel in Kombination mit Rosen oder Schleierkraut.

Wer sich auf Balkon oder Terrasse an Optik und Duft der Pflanzen erfreuen möchte, kann den Steinquendel auch im Kübel kultivieren.

Ideales Substrat für den Steinquendel

Die Pflanze gilt als recht anspruchslos. Den natürlichen Wachstumsbedingungen entspricht ein trockener, magerer Boden. Das Substrat sollte nicht zu dicht sein, denn die Flüssigkeit muss immer gut abfließen können. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Boden nicht vollständig austrocknet.

Tipp: Durch die Anreicherung mit Sand oder Kies wird ein verdichteter Boden durchlässiger.

Steinquendel pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort bestimmen
2. Substrat vorbereiten
3. Pflanzabstand beachten
4. Pflanzloch ausheben
5. Wurzelsperre einbringen
6. Pflanze einsetzen
7. Substrat auffüllen
8. Erde andrücken
9. Pflanze angießen

➔ Steinquendel – wann pflanzen?

Der Steinquendel kann ganzjährig an frostfreien Tagen gepflanzt werden. Für die Staudenpflanzung sind der Frühling und der Herbst zu bevorzugen. Ein Pflanzabstand von 35 bis 40 cm sollte eingehalten werden.

Tipp: Die Bergminze sollte möglichst nicht mehr umgepflanzt werden. Dies ist bei der Wahl des Standortes zu berücksichtigen.

Da die Pflanzen schnell Ausläufer bilden und daher dazu neigen, sich unkontrolliert auszubreiten, ist das Anlegen einer Wurzelsperre ratsam. Natürlich eingedämmt wird der Wuchs auch bei der Kübelpflanzung.

Steinquendel / Bergminze pflegen

➔ Steinquendel gießen

Die Bergminze muss im Freiland nicht regelmäßig gegossen werden. Es ist lediglich darauf zu achten, dass der Boden nicht komplett austrocknet. Ein Wasserbedarf wird von den Pflanzen selbstständig angezeigt, indem der Steinquendel seine Blätter hängen lässt. Gießen Sie nur mäßig, damit keine Staunässe entsteht.

Kübelpflanzen benötigen eine häufigere Bewässerung, da das Nährstoffangebot im Pflanzkübel weit geringer ist, als im Freiland. Überschüssiges Gießwasser muss gut abfließen können. Achten Sie darauf, dass sich die Flüssigkeit nicht im Untersetzer staut und sorgen Sie für ausreichend Abzugslöcher im Boden des Pflanzkübels.

➔ Steinquendel düngen

Der Nährstoffbedarf der Pflanze ist gering. Daher ist es ausreichend, bei der Pflanzung etwas reifen Kompost oder Hornspäne unter das Substrat zu mischen. Dies kann dann jährlich im Frühling wiederholt werden. Eine weitere Düngung ist nicht erforderlich.

➔ Steinquendel schneiden

Um einer Verkahlung der Pflanze vorzubeugen, wird der Steinquendel nach der Blütezeit um circa zwei Drittel in seiner Länge gekürzt. Damit sich die Bergminze nicht eifrig selbst aussät, müssen Sie die Pflanze zeitnah vor Ausbildung der Samenkapseln zurückschneiden.

Zusamenfassung Pflanz- und Pflegetipps

TätigkeitErläuterung
Standort finden• warm
• offen
• sonnig
• trocken
Boden vorbereiten• frisch
• durchlässig
• mager
Gießen• verträgt Trockenheit
• mäßig gießen
• Staunässe vermeiden
Düngen• Kompost oder Hornspähne
• bei der Pflanzung und jährlich im Frühjahr düngen
Schneiden• Rückschnitt nach der Blüte
• Rückschnitt vor der Ausbildung der Samen verhindert Selbstaussaat

Steinquendel vermehren

Beginnen ältere Pflanzen von ihrer Mitte aus zu verkahlen, ist die Teilung des Steinquendels ratsam. Dadurch gewinnen Sie nicht nur neue Pflanzen, Sie verjüngen auch die Mutterpflanze und sorgen für einen kräftigen und gesunden Wuchs.

➔ Steinquendel teilen – Schritt für Schritt

1. Pflanze vollständig ausgraben
2. Erde von den Wurzeln entfernen
3. Wurzeln auf Schadstellen hin kontrollieren
4. Wurzelballen mit spitzem Spaten teilen
5. Wurzelabschnitte separat einpflanzen
6. Pflanze wie gehabt pflegen

➔ Weitere Möglichkeiten der Vermehrung

Die Vermehrung ist auch durch Aussaat möglich. Die Samen lassen sich im Haus vorziehen oder werden im Frühling direkt ins Frühbeet gesät. Sie können auch Stecklinge schneiden und vermehren. Dabei geht man auf Nummer sicher, dass die Jungpflanzen die Eigenschaften der Mutterpflanze mitbringen. Dies ist bei der Aussaat nicht garantiert und der Hobbygärtner kann bei dieser Art der Vermehrung die eine oder andere botanische Überraschung erleben.

Tipp: Möchten Sie die Bergminze aus Samen ziehen, sollten Sie besser auf Samen aus dem Handel zurückgreifen.

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Krankheiten und Schädlinge am Steinquendel

Das intensive Aroma der Pflanzen vertreibt Schädlinge. Während sich Bienen und Schwebefliegen an der Bergminze tummeln, meiden Schnecken die Pflanze. Hin und wieder kann es zum Auftreten von Mehltau kommen. Der Pilzbefall lässt sich durch einen an Mehl erinnernden Belag erkennen, der sich von den Blättern abstreifen lässt. Gegen Mehltau hilft die Behandlung mit einer Milch-Wasser-Lösung oder das Einsprühen mit Ackerschachtelhalmbrühe.

Achtung: Der größte Feind des Steinquendels ist Staunässe. In einem dauerhaft feuchten Boden kann die an Trockenheit gewöhnte Pflanze nicht überleben.

Steinquendel überwintern

Jungpflanzen sollten mit einer Abdeckung aus Laub oder Reisig vor Frost geschützt werden. Sind die Pflanzen gut angewachsen, kann ihnen der Frost nichts mehr anhaben und es ist kein zusätzlicher Winterschutz nötig.

Im Kübel kultivierte Bergminze sollte während der kalten Jahreszeit an einen geschützten Standort umziehen.

Foto1: Steinquendel - kleinbuschig wachsende Duftstaude

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