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Wald-Simse – Standort und Pflege

Die Wald Simse ist eine pflegeleichte Staude für den Teichrand, die aber auch wunderbar im Garten oder Topf gepflanzt werden kann.

Wald Simse
© progarten / stock.adobe.com
Bei der Teichbepflanzung im Garten darf die Wald-Simse nicht fehlen. Ihre schilfähnlichen Blattspreiten gehören zum Teich Ambiente einfach dazu. Dabei ist die Grünpflanze äußerst pflegeleicht und lässt sich selbst im Schatten hervorragend kultivieren. Bei der Wald-Simse (Scirpus sylvaticus) handelt es sich um einen Artverwandten der Sauergräser. Sie gehört auch zur Familie der Sauergrasgewächse unter denen sich neben der Wald-Simse noch zahlreiche andere Teichgräser tummeln. Nun kann man Scirpus sylvaticus aber nicht ausschließlich in Teichnähe pflanzen. Auch andere Gartenstandorte profitieren von einer Pflanzung der Wald-Simse.

Wald-Simse im Garten

Wald-Simsen sind klassische Pflanzbeispiele aus der Hydrokultur. Da sie sehr feuchtigkeitsliebend sind, eignen sie sich perfekt für wasserbasierte Pflanzkonzepte und Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzen erreichen gemeinhin Wuchshöhen von bis zu 1 m. Dabei bildet die Wald-Simse aber recht locker wachsende Horste aus.

Der liebste Einsatzort für Scirpus sylvaticus im Garten ist der Teichrand. Hier umspielen die Halme des Sauergrasgewächses das Gewässer sehr schön und bilden bei großflächiger Pflanzung einen gräsernen Saum um das Teichufer. Auch eine Pflanzung an anderen Gartengewässern, zum Beispiel am Bachlauf, ist denkbar. Und auch im garteneigenen

macht sich die Wald-Simse ganz gut.

Wald-Simse (Scirpus sylvaticus)
Wuchs: bildet kurze Ausläufer, lockerhorstig, nach und nach rasenähnlich
Wuchshöhe: 20 – 60 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blütezeit: Mai – Juni
Standort: Halbschatten bis Schatten
Boden: frisch, durchlässig, humusreich
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Zur Gruppenbepflanzung geeignet

Darüber hinaus können Gruppenpflanzungen des Sauergrasgewächses auch naturbelassenen Gartenkonzepten wie dem Naturgarten, Waldgarten oder Wassergarten das gewisse Etwas verleihen. Hier lassen sich malerische Wegpassagen und versteckte Sitzecken mit Scirpus sylvaticus umrahmen. Ein unauffälliges Gartenlicht, das die Gräser des Nachts bescheint, sorgt zusätzlich für magische Akzente.

Auf Kiesflächen (z.B. im Steingarten oder an Hauswänden) kultiviert man Wald-Simsen gerne in Einzelstellung. Hier zaubern die grünen Grashorste schöne Akzente in die Steinlandschaft. Und selbst als Zimmerpflanzen in Hydrokultur werden Wald-Simsen hin und wieder gehalten.

Wussten Sie es?: Früher war die Wald-Simse auch ein begehrtes Flechtmaterial und wurde als Futterpflanze für Vieh genutzt.

Walld-Simse – Standort und Pflanzung

Mit Blick auf die Lichtverhältnisse am Standort ist Scirpus sylvaticus eher dem Schatten bzw. Halbschatten zugetan. Die ausdauernde Pflanze ist somit eine gute Lösung für mäßig beschienene Gartenstandorte. Eine gute Winterhärte ist der Wald-Simse ebenfalls zu eigen. Sie kann also ohne Probleme mehrjährig im Garten stehen.

Scirpus sylvaticus ist in ganz Eurasien heimisch. In Deutschland bevölkert sie vor allem die Heide- und Moorlandschaften der Ost- und Nordsee sehr üppig. Doch auch andernorts gedeiht sie prächtig in Wäldern, Gräben und auf Nasswiesen. Nass ist hier genau das richtige Stichwort. Denn die Wald-Simse bevorzugt, wie für Teichpflanzen üblich, eher feuchte Standorte. Man kann die Grasstaude bis in eine Wassertiefe von 5 bis 10 cm pflanzen, ohne dass es ihr schadet. Ungeeignet sind dagegen trockene Substrate.

Das Standortsubstrat für Wald-Simsen sollte eher kühl, nährstoffreich und mit einem schwach sauren pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 Punkten versehen sein. Damit die Pflanze trotz hohem Feuchtigkeitsgehalt im Boden dennoch gut belüftet wird, empfehlen sich humose, sandig-lehmige oder sandig-torfige Substrate.

➔ Substrat für Wald-Simse selber mischen

Bei Topfkultur oder auch an Beetstandorten kann es sinnvoll sein, das Standortsubstrat selbst zu mischen. Die ideale Substratmischung sieht wie folgt aus:

  • 5 Anteile Humussubstrat (z.B. Torferde oder herkömmliche Blumenerde)
  • 2 Anteile tonige Ackererde
  • 1 Anteil Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Perlit oder Lavagranulat

Wald-Simse pflanzen in 3 Schritten

  1. Die beste Pflanzzeit für Wald-Simsen ist das Frühjahr. Sie können das Sauergrasgewächs pflanzen sobald der Boden offen ist und keine starken Fröste mehr drohen.
  2. Wer die Wald-Simse am Uferrand pflanzt, setzt die Staude am besten in einen Pflanzkorb mit geeignetem Substrat. Beschweren Sie den Pflanzkorb mit etwas Perlit oder mischen Sie das Gestein unter die Erde. Auf diese Weise kann er solide im Wasser stehen ohne aufzutreiben. Zudem garantiert Perlit einen gut durchlässigen Boden, was später beim Luftaustausch hilft.
  3. Senken Sie die Pflanzkörbe mit Ihren Wald-Simsen in ein vorbereitetes Pflanzloch. Eine optimale Wassertiefe liegt wie erwähnt zwischen 5 und 10 cm. Beim passenden Pflanzabstand ist die natürliche Wuchsbreite von Scirpus sylvaticus von ca. 30 cm zu beachten.
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Wald-Simse – Gießen und Düngen

An Wasserstandorten muss man Scirpus sylvaticus im Grunde nicht bewässern. Anders sieht es bei Standorten im Garten aus. Wer nicht gerade im feuchten Moorbeet oder Sumpfbeet pflanzt, sollte bei ausbleibendem Niederschlag gelegentlich die Gießkanne zücken. Als Faustregel gilt: Die Erde muss kontinuierlich feucht sein.

Sofern die Wald-Simse in nährstoffreichem Teichboden steht, erübrigt sich die Düngung. In Topfkultur oder and trockenen Standorten empfiehlt es sich allerdings, alle 4 bis 6 Wochen etwas Blumendünger zu geben. Bei Topfkulturen geht auch ein herkömmlicher Dünger für Zimmerpflanzen. In der kalten Jahreszeit wird von November bis Februar auf eine Düngung reduziert.

Wald-Simse – Schnitt und Vermehrung

Ein Schnitt ist an der Wald-Simse eigentlich nicht nötig. Man kann aber welke Pflanzenteile entfernen, um ein ansprechendes Erscheinungsbild zu erhalten. Allerdings wirkt mitunter auch das Herbstlaub der Pflanze im Garten und am Teichrand sehr schön. Die Vermehrung der Wald-Simse klappt ganz unkompliziert via Teilung des Wurzelstocks.

➔ Wurzelteilung im Freiland

Hierzu wird die Pflanze im Frühling ausgegraben und Teilstücke mit mindestens 20 Blättern pro Stück abgestochen. Eine gute Blattdichte ist wichtig, damit sich die Teilstücke schnell entwickeln können. Die abgeteilten Horste können danach sofort neu verpflanzt werden. Wer regelmäßig teilt, erhält binnen weniger Jahre einen preiswerten, selbstgezüchteten Teichsaum aus Wald-Simsen.

➔ Wurzelteilung bei Topfkultur

Die Wurzelteilung bei Topfkulturen erfolgt am besten im Rahmen des Umtopfens. Dieses ist angezeigt, sobald die Horste von Scirpus sylvaticus sich sichtbar am Topfrand drängen. In solchen Fällen führt man am besten ebenfalls eine Wurzelteilung durch, um den Pflanzenumfang wieder zu reduzieren. Kürzen Sie anschließend die Wurzeln etwas ein und entfernen sie abgestorbene Wurzelstücke. Nach dem erneuten Einpflanzen sollten Topfkulturen für mindestens zwei Wochen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dadurch kann sich die Pflanze im schützenden Schatten schneller regenerieren und wieder im Topf etablieren.

Schadbilder an der Wald-Simse

Scirpus sylvaticus ist relativ resistent gegen Pflanzenkrankheiten. Zur Wurzelfäule kommt es trotz dauerhaft nassem Standort nicht, ist die Pflanze doch für Gewässerstandorte und Hydrokultur prädestiniert. Wesentlich schlimmer wirkt sich ein zu trockener Boden und sehr trockene Luft (z.B. Heizungsluft) aus. Sie verursacht braune Blattspitzen und zeigt an, dass eine höhere Luftfeuchtigkeit von Nöten ist.

Unter den Schädlingen setzten sich gelegentlich gerne Blattläuse und Spinnmilben an der Wald-Simse fest. Sie können aber durch den Einsatz von Nützlingen, sowie das Sprühen von Brennnesselsud, gut in Schach gehalten werden.

Foto1: Wald Simse

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