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Wasserdost – Pflanzen, pflegen und schneiden

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Für die Uferbepflanzung ist der Wasserdost mit seinen weithin leuchtenden Blütendolden nahezu perfekt. Noch dazu ist dieses Gewächs ziemlich pflegeleicht.

Wasserdost
© PhotoSG – Fotolia.com

Wer sich in seinem Garten einen naturnahen Teich anlegt, sieht sich bald vor der unausweichlichen Frage gestellt: Wie gestalte ich die Uferzone? Die Palette zweckmäßiger Gewächse für den Teichrand ist breit gefächert. Die Vielfalt geeigneter Uferpflanzen sollte jedoch nicht zur chaotischen Uferbepflanzung führen. Ratsam ist deshalb ein durchdachter Pflanzplan. Neben hohen Gräsern im Hintergrund des Gartenteichs kommt zweifellos der Wasserdost (Eupatorium) besonders gut zur Geltung. Mit seinen bemerkenswerten Blütendolden unterstützt er zudem die Artenvielfalt von Insekten, Vögeln und anderen kleinen Nützlingen.

Porträt des Wasserdost

Der Wasserdost ist eine winterharte, krautige Staude. Ursprünglich stammt das Gewächs aus Nordamerika. Je nach Art und Sorte kann der Wasserdost Wuchshöhen von 40 Zentimetern bis zu beachtlichen zwei Metern erreichen. Seine Blütendolden entfalten dabei von Juli bis September Einzelblüten, die wiederum abhängig von Art und Sorte weiß-, rosa-, weinrot- bis purpurfarben leuchten. Die meist aufrechten Stängel sind recht derb und rot bis braun überlaufend gefärbt. Die Öldrüsen am Stängel verleihen dem Wasserdost zudem einen herbaromatischen Duft.

Eupatorium-Arten im Überblick

❍ Eupatorium cannabinum:

  • auch Kunigundenkraut genannt
  • blüht rosafarben und wächst bis zu 130 Zentimeter

❍ Eupatorium Fistulosum:

  • bekannt als Riesenschirm
  • blüht weiß, rosa oder pupurfarben
  • kann bis zu 200 Zentimeter heranwachsen

❍ Eupatorium rugoum:

  • ist ein braunblättriger Riesenschirm

❍ Atropurpureum:

  • Purpurdost
  • Blüte dunkelpurpurrot
  • 180 Zentimeter
  • großblumig

❍ Eupatorium Fistulosum „Baby Joe“:

  • kleinwüchsig bis 40 Zentimeter
  • rosaviolett
  • kompaktwachsend

❍ Eupatorium fistulosum „Phantom“:

  • großer Wasserdost 80 bis 100 Zentimeter
  • Blüte purpurrosa

❍ Eupatorium fistulosum „Augustrobin“:

  • wird auch Gluball genannt
  • 130-160 Zentimeter
  • weinrote Blüten

Dieser Standort ist am besten für den Wasserdost

Wasserdost-Blüten
© Martina Berg – Fotolia.com

Weder prall sonnig noch zu dunkel sollte der Standort für den Eupatorium sein. Daher ist ein lichter Halbschatten bestens geeignet, in dem die Pflanze morgens und abends hinreichend sonnige Stunden erhascht. Zudem sollte der Standort feucht sein. Günstige Lagen sind Uferzonen von Teichen oder Bächen aber auch feuchte Wiesen. Grundsätzlich sollte der Boden feucht, leicht sauer und humos sein.

Vorbereitung zur Pflanzung

Wasserdost können Sie von Frühjahr bis Herbst pflanzen. Ratsam ist es dabei, die Pflanzung gut vorzubereiten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Mischen Sie lehmige Gartenerde mit feinem Sand im Verhältnis 1:1.
  2. Heben Sie dann ein geräumiges Pflanzloch aus.
  3. Kleiden Sie Boden und Seiten der Pflanzgrube mit dem Lehm-Sand-Gemisch aus.
  4. Danach wird der Wasserdost ins Pflanzbett gestellt.
  5. Mit dem restlichen Erdgemisch decken Sie den Wurzelballen ab.
  6. Letztlich gießen Sie die Jungpflanze noch gründlich an.

So pflegen Sie den Wasserdost richtig

Gießen:

Haben Sie dem Wasserdost einen feuchten Standort gegeben, dann erübrigt sich zusätzliches Gießen. Tritt doch einmal eine längere Trockenperiode auf, dann wässern Sie Ihre strauchige Pflanze ein- bis zweimal wöchentlich.

Tipp:
Decken Sie den Standort Ihrer Pflanze mit Mulch ab. Dadurch wird der Feuchtigkeitsverlust bei Trockenheit reduziert.

Düngen:

Im Frühjahr füllen Sie das Nährstoffdepot mit verrottetem Kompost und Humus auf. Eine Schicht Laub sorgt im Herbst zusätzlich für einen gehaltvollen Boden.

Rückschnitt:

Schneiden Sie Ihren Wasserdost im Frühjahr zurück. Zu dieser Zeit können Sie am besten beurteilen, auf welche Länge und Breite Sie die Staude einkürzen möchten. Verwelkte Blütenstände können Sie hingegen unmittelbar nach der Blüte entfernen.

Zusammenfassung:

Der Wasserdost belebt mit seinem strauchigen Wuchs und den leuchtenden Blütendolden Uferzonen von Teichen und Bächen. Die meist hochwüchsige Staude benötigt einen feuchten, halbschattigen Standort. Steht die Pflanze auf dem richtigen Platz, erübrigt sich weiteres Gießen. Gedüngt wird vorrangig im Frühjahr mit verrottetem Kompost und Humus.


Foto1: © PhotoSG - Fotolia.com, Foto2: © Martina Berg - Fotolia.com

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