Weißkohl lässt sich problemlos im Garten anbauen. Was Sie zur Aussaat, Pflege und Ernte von Weißkohl wissen müssen, lesen Sie hier.

Weißkohlanbau im Garten.
Weißkohl-Anbau gelingt auch im Garten. © Natallia / stock.adobe.com

Weißkohl ist ein vielseitiges Gemüse, welches in keinem Gemüsegarten fehlen sollte. Besonders in der kalten Jahreszeit bringt der vitaminreiche Kohl in Form von Krautsalat, Kohlrouladen oder Sauerkraut Abwechslung auf den Tisch. Da es verschiedene Sorten gibt, kann Weißkohl zwischen Sommer und Spätherbst geerntet werden. Weißkohl besitzt die meisten Vitamine unter den Kohlarten. Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Folsäure oder Senföle sorgen für die entgiftende Wirkung der Kohlgewächse.

Herkunft und Vielfalt

Vermutlich liegt der Ursprung des Weißkohls im Mittelmeerraum. Es wird vermutet, dass es sich um eine Wildform des Gemüsekohls handelt. Dieser ist auch der Ursprung von Blumenkohl, Kohlrabi und anderen Kohlsorten.

Weißkohl kennzeichnet die Ausbildung eines festen Kopfes. Abhängig von der Sorte kann dieser rund, platt oder auch spitz erscheinen. Weißkohl kommt erst im zweiten Jahr zur Blüte.

Die Weißkohlsorten lassen sich bezüglich Anbauzeit, Aussehen und Geschmack unterscheiden:

  • frühe Kohlsorten: können im Sommer geerntet werden (Ruhm von Enkhuizen 2)
  • späte Kohlsorten: können bis Ende Oktober im Beet verbleiben (Dottenfelder Dauer, Holsteiner Platter)
Spitzkohl: schlanker Weißkohl.
Spitzkohl braucht etwas weniger Platz. © eddi_m / stock.adobe.com

Standort und Pflege

Weißkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Das Substrat sollte gut durchlässig und nährstoffreich beschaffen sein. Weißkohl verlangt nach lehmigen Böden. Sind diese zu schwer, können sie mit Sand durchlässiger gemacht werden.

Der Weißkohl zählt zu den Starkzehrern und braucht für ein gesundes Wachstum viel Feuchtigkeit und Energie. Regelmäßiges Gießen und Düngen sollten nicht vernachlässigt werden. Wird bereits im Herbst Dünger in das Substrat eingearbeitet, können die Düngergaben während der Wachstumsphase reduziert werden. Der Boden ist gleichmäßig feucht zu halten.

Weißkohl pflanzen

Sie können Weißkohl vorziehen oder unmittelbar im Beet aussäen. Frühe Sorten lassen sich bereits Ende Januar in Saatkisten vorziehen. Füllen Sie die Kisten mit Aussaaterde und bewahren Sie die Behältnisse frostgeschützt auf.

Eine Anzucht im warmen Zimmer ist nicht notwendig, denn Weißkohl-Samen keimen bereits bei zwei Grad zuverlässig. Zeigen sich die Keimblätter, werden die Jungpflanzen in Einzeltöpfe gesetzt. Ab März kann die Aussaat ins Freiland erfolgen.

Bei späten Sorten kann die Aussaat ins Frühbeet ab März beginnen. Ab Mai ist die Direktaussaat im Freien möglich.

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Bereits junge Weißkohl-Pflanzen können von der Umfallkrankheit befallen werden. Der Pilz lässt sich an schwarzen Flecken am Strunk erkennen. Die Pflanzen können nicht gerettet werden. Vorbeugend sollte die vorab beschriebene Fruchtfolge eingehalten werden.

Ein Schleimpilz gilt als Auslöser der Kohlhernie. Die betroffenen Pflanzen besitzen Wucherungen an den Wurzeln. Der Hobbygärtner erkennt Kohlhernie an kleinen Köpfen oder einem kompletten Ausbleiben des Kohlkopfes.

Falscher Mehltau lässt die Blätter vergilben. An der Unterseite zeigt sich dagegen eine violette Färbung. Eine Belüftung der Pflanzen, wenn sie unter Netzen oder Folie angebaut werden, kann dem Pilz vorbeugen.

Kohlnetz über Kohlbeet.
Kohlnetze schützen vor der Kohlfliege. © Peter / stock.adobe.com

Der Einsatz von Netzen bietet sich an, um der Kohlfliege Einhalt zu gebieten. Diese nutzt die Pflanzen zur Eiablage und die Raupen schädigen den Kohl nachhaltig.

Weißkohl ernten und verwenden

Die ersten Weißkohlsorten können bereits im Juni geerntet werden. Spätere Sorten, die sich für die Herstellung von Sauerkraut eignen, benötigen etwa 120 Tage für die Reife. Achten Sie darauf, dass die Köpfe bei der Ernte geschlossen sind.

Die Köpfe werden am Strunk keilförmig abgeschnitten. Abstehende Hüllblätter können Sie entfernen.

Weißkohl kann roh als Krautsalat gegessen werden (siehe Coleslaw Rezept). Gedünstet lässt sich das Kraut zu Eintöpfen oder Aufläufen verarbeiten. Späte Sorten sind für die Sauerkraut-Konservierung ideal.

Frühkohl kann maximal drei Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Eine Möglichkeit der Haltbarmachung ist die Fermentation in Schraubgläsern. Sie können Weißkohl auch einfrieren, indem das Kraut geschnitten und kurz blanchiert wird.

Im Spätherbst geernteter Weißkohl lässt sich im kühlen und feuchten Keller mehrere Monate lagern und damit gut über den Winter bringen.

Gartentipp des Tages!

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

Antwort hinterlassen