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Olymp Felsenblümchen – Pflanzen, pflegen & vermehren

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Das Olymp Felsenblümchen gehört zu den ersten Farbtupfern nach einem tristen und grauen Winter. Mit ihr lassen sich vor allem triste Mauern gekonnt in Szene setzen. Und das Beste: Die Pflanze ist pflegeleicht und anspruchslos.

Olymp Felsenblümchen
© ArtHdesign – Fotolia.com

Mit seinem moosartigen Polster ist das Olymp Felsenblümchen eine Zierde für jeden Steingarten. Das wintergrüne Laub ist ebenso ein Blickfang, wie die goldgelben Blüten im Frühling. Die kleine Staude ist vielseitig verwendbar und pflegeleicht. Was es bei der Pflanzung des Olymp Felsenblümchens zu beachten gibt, erfahren Sie nun.

Pflanzenbeschreibung

Die Felsenblümchen zählen zu den Kreuzblütengewächsen. Die Gattung Draba umfasst etwa 400 Arten in Eurasien, Nordamerika und Nordafrika verbreiteter Pflanzen. Hauptsächlich sind Felsenblümchen auf der Nordhalbkugel anzutreffen. Die ausdauernden krautigen Pflanzen besitzen schirmartige Blütenstände. Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Schoten. Die Samen sind zweireihig in der Frucht angeordnet. Nach der Fruchtreife öffnen sich die Früchte und geben die Samen frei.

Felsenblümchen – die artenreiche Gattung

Carl Linnaeus benannte und beschrieb im Jahre 1767 die ersten Felsenblümchen. Draba gilt als artenreichste Gattung der Pflanzenfamilie Brassicaceae. Einige Arten des Felsenblümchens werden auch als Hungerblümchen bezeichnet. Hauptsächlich gedeihen Felsenblümchen in alpinen, arktischen oder subalpinen Zonen. Im Norden Amerikas sind die Felsenblümchen mit etwa 120 Arten am zahlreichsten vertreten. In Südamerika sind etwa 70 Arten vertreten. China kann knapp fünfzig Arten vorweisen.

Wann blüht das Olymp Felsenblümchen?

Die doldenförmigen gelben Blüten erscheinen zwischen März und April. Damit zählt das Olymp Felsenblümchen zu den Frühlingsblühern und den ersten bunten Lichtblicken im Garten nach dem Winter.

Einige Felsenblümchen-Arten vorgestellt

Felsenblümchen kommen in zahlreichen Arten vor, die sich teilweise nur schwer voneinander unterscheiden lassen.

Karpaten Felsenblümchen

Das Karpaten Felsenblümchen kann bis zu 20 Zentimeter hoch wachsen und ist damit um einiges höher als das Olymp Felsenblümchen. Die ledrigen Laubblätter stehen in Rosetten zusammen. Die Stängel bleiben blattlos. Die Blüte setzt später ein und reicht von Mai bis Juni. Vorwiegend wächst die Pflanze auf dem Balkan oder in der Slowakei. Einige wenige Vorkommen sind in den österreichischen Alpen zu verzeichnen.

Graues Felsenblümchen

Das Graue Felsenblümchen kann bis zu 30 Zentimeter hoch werden und bildet im Steingarten durch die behaarten Blätter und grauen Blütenstände einen hübschen Kontrast zum Olymp Felsenblümchen. Die Blütezeit erstreckt sich über den Sommer. Das Graue Felsenblümchen bevorzugt trockene Abhänge und wächst häufig in Küstennähe.

Norwegisches Felsenblümchen

Das Norwegische Felsenblümchen wächst mit sieben bis zwanzig Zentimetern ebenfalls recht niedrig. Die Stängel sind mit einigen Blättern und mit Härchen besetzt. Die weißen Strahlenblüten erscheinen im Frühsommer. Das Norwegische Felsenblümchen wächst an Flussufern, in Felsschluchten oder auf Schotterflächen.

So pflanzen Sie das Olymp Felsenblümchen

❍ Standort:

Betrachten wir uns die Wuchsform des Olymp Felsenblümchens, dürfte das Platzproblem bereits gelöst erscheinen, denn die Pflanzen werden lediglich fünf bis sieben Zentimeter hoch und etwa zwölf Zentimeter breit.

Der passende Standort ist in einem sonnigen Steingarten, auf Trockenmauern oder im Alpinum gefunden. Das Olymp Felsenblümchen möchte zwischen Steinen wachsen und dabei trockene Füße behalten. Eine Alleinstellung ist für die Pflanze von Vorteil, da sie von größeren Pflanznachbarn schnell in ihre Schranken gewiesen und verdrängt wird.

In Kürze:

  • sonnig
  • trocken
  • warm

❍ Substrat:

Der Boden sollte in erster Linie durchlässig sein. Das Wasser muss immer gut abfließen können, da keine Staunässe entstehen darf. Ein magerer Boden ist für die anspruchslosen Pflanzen dagegen kein Problem und auch Kalk ist gut verträglich.

In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Olymp Felsenblume auf trockenen, steinigen Böden, in Felsspalten oder auf Trockenrasen.

» Tipp: Schwere Böden können durch die Beigabe von grobem Sand oder Kies durchlässiger gemacht werden.

In Kürze:

  • durchlässig
  • mager
  • mineralisch
  • kalkhaltig

❍ Pflanz-Anleitung:

❶ Standort auswählen
❷ Pflanzabstand beachten
❸ Pflanzloch ausheben
❹ Drainage einbringen
❺ Pflanze einsetzen
❻ Aushub auffüllen
❼ Boden leicht andrücken
❽ Pflanze wässern

Soll sich schnell ein attraktiver Blütenteppich ausbilden, bietet sich die Gruppenpflanzung an. Dabei ist ein Pflanzabstand von 20 Zentimetern einzuhalten. Pro Quadratmeter lassen sich bis zu 25 Pflanzen einsetzen.

Extratipp: Trockenmauern mit dem Olymp Felsenblümchen bepflanzen

Das Olymp Felsenblümchen ist sehr gut für die Bepflanzung von Trockenmauern geeignet. Die Pflanzen sind gut winterhart und haben kein Problem mit trockenen und kargen Bodenverhältnissen. Damit es zu einem reichen Blütenteppich kommt, sollte eine sonnige Trockenmauer ausgewählt werden. Die verschiedenen Bereiche der Trockenmauer sind von einem unterschiedlichen Mirkoklima gekennzeichnet. Das Felsenblümchen fühlt sich dabei auf der Mauerkrone am wohlsten. Die Polsterstaude wirkt auf der Mauerkrone attraktiv und leicht überhängend. Dort lässt sie sich mit Steinkraut, Steintäschel, Gänsekresse oder Blaukissen kombinieren.

So pflegen Sie das Olymp Felsenblümchen richtig

Olymp Felsenblümchen Blüte
© Andy Nowack – Fotolia.com

❍ Gießen:

Das Olymp Felsenblümchen bevorzugt einen trockenen Standort. Längere Trockenperioden machen der Polsterstaude nichts aus. Es sollte nur mäßig gegossen werden. Der Boden darf sich nicht nass anfühlen. Gegen Staunässe hilft eine Drainage aus grobem Sand oder Split.

❍ Düngen:

Die Pflanzen benötigen keine Düngung, denn sie wachsen bevorzugt auf einem kargen und nährstoffarmen Boden. Zu schwere Böden werden mit Sand oder Kies aufgelockert. Bei dieser Gelegenheit kann dem Substrat etwas reifer Kompost beigemischt werden. Weitere Düngungen sind nicht notwendig.

❍ Rückschnitt:

Die Pflanzen müssen nicht geschnitten werden. Auf Grund des niedrigen Wuchses machen sich Schnittmaßnahmen überflüssig. Der Hobbygärtner ist aber dennoch angehalten, verblühte Blütenstände zu entfernen und auch verdorrte oder kranke Triebe zu entfernen.

❍ Vermehrung:

Felsenblümchen lassen sich leicht vermehren. Besonders einfach ist dies durch Teilung möglich. Die kleinen Polster nehmen schnell an Umfang zu. Die Pflanzen können einfach mit einem Spaten abgeteilt werden. Anschließend wird die Pflanze vorsichtig aus dem Boden befreit, damit die Wurzeln nicht verletzt werden. Anschließend kann das abgeteilte Pflanzenstück am gewünschten Standort sofort neu verpflanzt werden.

Für die Aussaat wird etwas mehr an Geduld benötigt. Dafür lassen sich mehrere Jungpflanzen heranziehen. Die Samenkörner werden in Anzuchtschalen oder Pflanztöpfe gesetzt, leicht mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Eine Abdeckung aus Folie fördert die Keimung. Zeigen sich erste Blättchen, kann die Folienabdeckung entfernt werden. Haben sich die Pflanzen nach einigen Monaten ausreichend entwickelt, können sie in größere Pflanzgefäße umgepflanzt oder direkt ins Freiland gesetzt werden.

❍ Überwinterung:

Die robusten Pflanzen sind an raue Witterung gewöhnt und wachsen auch in Lagen von mehr als 3.000 Metern. Daher sind unsere Winter keine Herausforderung für das Olymp Felsenblümchen und der Hobbygärtner muss keine zusätzlichen Vorkehrungen treffen, um die Pflanze gut über die kalte Jahreszeit zu bringen.

Schädlinge und Krankheiten erkennen und bekämpfen

Krankheiten und Schädlinge treten beim Olymp Felsenblümchen kaum auf. Die Pflanzen sind robust und unserem Klima gut angepasst. Auf Grund des geringen Anspruchs an Boden und Nährstoffe treten kaum Mangelerscheinungen auf, die die Pflanze schwächen und damit anfällig für Krankheiten machen.

Ein Feind könnte Staunässe werden. Der Boden sollte niemals zu nass sein. Dies greift die Wurzeln an und könnte zu Wurzelfäule führen.


Foto1: © ArtHdesign - Fotolia.com, Foto2: © Andy Nowack - Fotolia.com

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