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Nivelliergerät Test 2020

Die besten Nivelliergeräte im Vergleich

Sollen über eine größere Distanz Höhenunterschiede möglichst genau ermittelt werden, kommen Nivelliergeräte zum Einsatz. Grundsätzlich überzeugen guten Nivelliergeräte im Test nicht nur durch höchste Präzision, sondern auch durch eine einfache Handhabung. Mit guten Geräten können Höhenunterschiede und Strecken unterschiedlichster Länge gemessen werden. Mithilfe unserer Tabelle finden Sie heraus, welche Nivelliere Ihnen ausreichend Zoom bieten und wie groß der Blendendurchmesser ist. Weiterhin können Sie sich ein Bild davon machen, welche Mindestmessstrecke die einzelnen Modelle erfordern. So finden Sie im Handumdrehen ein Nivelliergerät, das zu Ihrem Bedarf passt.

Die besten Nivelliergeräte 2020

Bei den Messgeräten hat sich als Klassiker das Nivelliergerät durchgesetzt.

Unter den für Heimwerker und Profis vorhandenen Messgeräten hat sich das Nivelliergerät als echter Klassiker durchgesetzt. Das Nivelliergerät wird als Messinstrument zum einen zum Ermitteln von Distanzen und zum anderen bei Höhenunterschieden genutzt. Heute kommt es sehr gern in der Landvermessung zum Einsatz, da ein optisches Nivelliergerät hier die nötige Präzision bietet.

Auch wenn die Geräte in Aufbau und Eigenschaften deutlich variieren und eine unterschiedliche Vergrößerung ermöglichen, ist die grundlegende Handhabung immer die gleiche. Um ein Nivelliergerät sicher anwenden zu können, brauchen Sie ein Stativ sowie einen Nivellierlatte. Das Stativ dient der Geräteaufnahme, sodass dieses nicht verwackelt und die Nivellierlatte wird dort positioniert, wo die Strecke endet.

Aktuell gibt es kein anderes Gerät, das so genau arbeitet wie Nivelliergeräte. Selbst auf einer Höhe von 1000 m, ermöglicht Ihnen dieses Gerät eine millimetergenaue Messung.

Nivelliergerät kaufen: die Unterschiede zwischen norddeutscher und süddeutscher Bauart

In den letzten Jahren haben sich bei den Nivelliergeräten zwei generelle Bauarten durchgesetzt. Es gibt zum einen die norddeutsche Bauart und zum anderen die Süddeutsche.  Beide Typen unterscheiden sich im Aufbau erheblich voneinander.

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Nivelliergeräte norddeutscher Bauart überzeugen durch Vielfalt

Das Besondere an der norddeutschen Bauart ist die Verbindung, die es zwischen dem Fernrohrträger und dem Fernrohr gibt. Diese ist bei den Nivelliergeräten grundsätzlich starr. Dadurch ergibt sich ein entscheidender Vorteil. Haben Sie das Nivelliergerät richtig eingestellt, können Sie von einem einzigen Standort aus mehrere Punkte messen. Dies geht mit einem erheblichen Bedienkomfort einher. Wichtig ist dabei lediglich, dass sich die Punkte auf nur einer Ebene befinden.

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Nivelliergeräte süddeutscher Bauart müssen nachjustiert werden

Gut zu wissen:
Automatische Nivelliergeräte haben in der Regel die Süddeutsche Bauart. Sie bieten sich vor allem für den Einsatz auf unebenem Boden an, da sich hier Messfehler vermeiden lassen.

Auf die starre Verbindung zwischen Fernrohr und Fernrohrträger wird bei den Nivelliergeräten süddeutscher Bauart verzichtet. Stattdessen müssen Sie hier nach dem Aufstellen des Nivelliergeräts, dieses mit einer Stellschraube individuell justieren. Das bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie das Nivelliergerät auf dem Stativ leicht ankippenkönnen. In den letzten Jahren wurden auch diese Nivelliergeräte deutlich komfortabler gestaltet. So müssen Sie heute mit Hilfe der Libelle nur noch eine grundlegende Justierung vornehmen, danach stellen sich die Geräte automatisch selbst ein.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Bauarten im direkten Vergleich

Jeder Rotationslaser oder auch Linienlaser bietet Vor und Nachteile, die sich zum einen bei der Handhabung zum anderen aber auch bei der Messgenauigkeit zeigen. Die folgende Tabelle fasst für Sie noch einmal die Vor- und Nachteile der süddeutschen und norddeutschen Baujahr zusammen:

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Nivelliergeräte-Typ Vorteile Nachteile
Nivelliergerät süddeutsche Bauart
  • ideal für die Anwendung auf unebenem Boden
  • bieten ausgesprochen präzise Messergebnisse
  • automatische Einstellung für einfache Handhabung
  • nur Grundjustierung muss von Hand erfolgen
  • etwas aufwendiger zu Beginn
Nivelliergeräte norddeutsche Bauart
  • keine manuelle Einstellung erforderlich
  • komfortabel anzuwenden
  • robuste Bauweise
  • häufig Messfehler auf unebenem Boden
  • Nachteil2

Nivelliergeräte werden mit unterschiedlichen Maßeinheiten angeboten

Nivelliergeräte werden für verschiedene Maßeinheiten eingesetzt.

Ähnlich wie bei jedem anderen Laser spielt natürlich auch bei dem Nivelliergerät die Maßeinheit, mit der gearbeitet wird, eine wichtige Rolle. Entscheidend ist vor allem die Maßeinheit, die angibt, in welchem Winkel Fernrohr und Skala zueinander stehen. Je nach Modell und Hersteller wird hiermit Grad oder Gon gearbeitet. Erstere bietet eine Maßeinheit von 360 Grad, sind dagegen 400 Einheiten auf der Skala zu finden, arbeitet das Nivelliergerät mit der Maßeinheit Gon.

Die Verwendung der Maßeinheit an sich hat keinen Einfluss auf die Qualität des Nivelliergerätes. Entscheiden Sie sich hier ganz einfach für die Maßeinheit, mit der Sie lieber arbeiten möchten und mit der Sie Erfahrung haben.

Wenn Sie sich für einen Nivellierset mit mehreren Geräten entscheiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Geräte nur die gleiche Maßeinheit haben. Ansonsten müssen Sie die Messergebnisse umrechnen, was ausgesprochen zeit- und arbeitsaufwendig ist.

Entscheiden Sie sich für ein robustes Gerät

Vor allem im Outdoor-Bereich werden Nivelliergeräte verwendet.

Nivelliergeräte kommen vorwiegend im Außenbereich zum Einsatz. Das sorgt natürlich auch dafür, dass diese einer enormen Beanspruchung ausgesetzt sind. So können Feuchtigkeit als auch Schmutz in die Geräte eindringen und dort die sensible Technik beschädigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich für eine möglichst robuste Ausführung entscheiden. Achten Sie beim Kauf insbesondere auf die ausgewiesene IP Schutzklasse. Während für Heimwerker beispielsweise Nivelliergeräte der IP Schutzklasse 54 ausreichen, entscheiden sich Profis meistens für Ausführungen der Schutzklasse IP56. Diese Nivelliergeräte bieten einen deutlich besseren Staubschutz und reagieren zudem nicht auf ungewollte Berührungen von außen. Ein weiterer Punkt, den diese Schutzklasse mitbringt, ist der gute Schutz gegen Strahlwasser.

Objektiv-Lichtstärke darf nicht zu knapp sein

Ganz egal ob Sie ein Nivelliergerät kaufen oder mieten – Sie sollten auf den Blendendurchmesser des jeweiligen Modells achten. Mithilfe des Blendendurchmessers können Sie sich ein Bild von der Objektiv-Lichtstärke machen. Bei einem guten Nivelliergerät liegt der Blendendurchmesser bei wenigstens 36mm. Umso größer der Blendendurchmesser ist, desto einfacher werden Sie letztlich die Messergebnisse ablesen können.

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Besonders wichtig ist ein hoher Blendendurchmesser an bewölkten Tagen und in der Dämmerung.

Behalten Sie Ihren Anwendungsbereich vor Augen

Bevor Sie sich ein Nivelliergerät kaufen, sollten Sie sich immer überlegen, für welche Messzwecke Sie dieses Instrument brauchen. Wenn Sie beispielsweise über große Distanzen hinweg Strecken oder eben auch Höhenunterschiede ermitteln möchten, brauchen Sie unbedingt ein Gerät mit einem sehr starken Zoom. Der Zoom gibt Auskunft über die Vergrößerung, die mit dem Nivelliergerät möglich ist. Wenn Sie also bei ihrem Nivelliergerät einen 32-fachen Zoom haben, dann werden einzelne Bildausschnitte 32 Mal so groß dargestellt, wie Sie diese mit dem eigenen Auge eigentlich erfassen könnten. Ein guter Zoom macht sich insbesondere bei Ausrichtung der Messlatte bezahlt, die so deutlich einfacher von der Hand geht.

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FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Nivelliergerät

Welche Hersteller bieten ein gutes Nivelliergerät an?

Nivelliergeräte werden heute von vielen Herstellern optischer Messinstrumente angeboten. Führend sind hier unter anderem die Marken Bosch und Leica. Darüber hinaus haben Nedo und Nestle entsprechende Geräte im Angebot.

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Welches  Zubehör brauchen Sie für das Nivelliergerät?

Damit sie ein Nivelliergeräte sicher anwenden können, sind Sie auf ein gutes Stativ, die Nivellierlatte und eine Wasserwaage angewiesen. Die Wasserwaage hilft Ihnen vor allem dabei, das Gerät an sich gerade auszurichten, um Messfehler zu vermeiden.

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Gibt es ein Nivelliergerät für Fliesen?

Bei der Verlegung von Fliesen ist äußerste Präzision gefragt, um unschöne Unebenheiten zu vermeiden. Nivelliergeräte kommen hier allerdings nicht zum Einsatz. Stattdessen gibt es manuelle Sets, die sich für den Einsatz bei Hand- und Heimwerken bewährt haben.

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Wie baut man ein Nivelliergerät auf?

Um das Nivelliergerät im freien Gelände sauber aufstellen zu können, sind sie auf ein Stativ angewiesen. Stellen Sie zunächst das Stativ auf und treten Sie die Füße vorsichtig mit den Fußspitzen in den Boden, sodass das Stativ nicht verrutscht. Danach richten Sie den Stativkopf horizontal aus. Erst jetzt können Sie das Nivelliergerät auf dem Stativkopf abstellen und durch die Stativ-Halteschraube sicher befestigen. Nun ist eine Ausrichtung des Nivelliergerätes unter Berücksichtigung der Position der Nivellierlatte möglich.

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