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Frostschäden an der Hanfpalme – Erste Hilfe und weitere Maßnahmen

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Hanfpalmen vertragen grundsätzlich Temperaturen bis minus 20 Grad. Voraussetzung ist ein sorgfältiger Winterschutz. Trotzdem kann es passieren, dass die Pflanze Frostschäden bekommt.

Frostschäden an der Hanfpalme – Erste Hilfe und weitere Maßnahmen
Mulch schützt Hanfpalmen im Winter vor dem Erfrieren
Es gibt für einen Gärtner nichts Schlimmeres, als wenn seine geliebten Pflanzen den Winter nicht überstehen. Obwohl Hanfpalmen mit dem richtigen Schutz recht winterfest sind, so kann es doch passieren, dass die Blätter im kalten Winter erfrieren oder sogar das Herz der Palme geschädigt wird.

Häufig sieht der Schaden schlimmer aus, als es tatsächlich ist. In den meisten Fällen ist die Palme noch zu retten.

Mögliche Frostschäden erkennen und behandeln

Erfrorene Blätter an der Hanfpalme

Feuchtigkeit in Kombination mit Kälte macht der Hanfpalme mehr zu schaffen als tiefe Temperaturen allein. Besonders die Blattwedel erfrieren schnell. Bereits -10° Celsius reichen aus, damit die Blätter Frostschäden bekommen. Optisch erkennen Sie das an den sogenannten „Verglasungen“, das sind dunkle Stellen an den Blättern. Erfrorene Blätter verfärben sich vollständig braun und sterben ab, die Palme ist aber deshalb nicht verloren.

Solange keine Feuchtigkeit in das Palmenherz eindringt, erholt sich die Pflanze im Frühjahr gut. Noch vorhandene grüne Blätter tragen durch die Photosynthese zur Regeneration bei. Lassen Sie die erfrorenen Blätter vorerst an Ort und Stelle, erst im Frühling schneiden Sie die betroffenen Palmwedel ab. Mit steigenden Temperaturen bildet die Palme neue Triebe aus.

Hanfpalmen im Kübel sollten den Winter in einem kühlen und trockenen Raum verbringen. Ist das nicht möglich, sorgen Sie mit einem entsprechenden Winterschutz vor.

» Wichtig: Vermeiden Sie den permanenten Standortwechsel – entweder bleibt die Palme gut eingepackt draußen, oder sie verbringt die Wintermonate komplett drinnen. Raus – rein, je nach Außentemperatur, ist die schlechteste Wahl.

Geschädigtes Palmenherz

Hanfpalmen im Freien sind bei langen Kälteperioden mit tiefem Bodenfrost in Gefahr. Hier ist ein ordentlicher Winterschutz besonders wichtig. Das Herz der Palme leidet nämlich nicht nur unter der Kälte, sondern es besteht die Gefahr von Pilzinfektionen, wenn die Hanfpalme der Wechselwirkung von Kälte und Nässe ausgesetzt ist. Gegen Pilzinfektionen hilft nur Chemie, allerdings mit dem Nachteil, dass chemische Fungizide die Widerstandskraft der Hanfpalme generell schwächen.

Außerdem führt Feuchtigkeit unter dem Winterschutz zur Fäulnisbildung, die das Palmenherz nachhaltig schädigt. Das vollständige Absterben einer von Pilzen oder Fäulnis betroffenen Hanfpalme können Sie oft nicht verhindern – hier hilft nur, wenn Sie das nächste Exemplar besser verpacken.

Frostschäden vorbeugen

Einpacken, bevor die Hanfpalme leidet, ist der beste Schutz vor Frost- und Winterschäden. Rund um die Wurzel bedecken Sie den Boden mit einer Schicht aus Rindenmulch und, wenn möglich, Mist. Den Stamm schützen Sie mit Stroh, einer Juteverpackung oder Noppenfolie.

» Achtung: Schneiden Sie in die Folie Löcher, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann. Oberhalb des Stammes stopfen Sie die Zwischenräume zwischen den einzelnen Ästen mit Stroh aus, damit schützen Sie das Herz der Hanfpalme am besten. Die Blattkrone binden Sie zusammen und hüllen Sie ebenfalls in eine warme, aber luftdurchlässige Verpackung.


Foto1: © Matthew Benoit - Fotolia.com

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