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Gundermann: Anbau und Nutzung des unscheinbaren Wildkrautes

Was gibt es Schöneres als Kräuter aus dem eigenen Garten? Haben Sie auch das Gundermann Wildkraut angepflanzt? Wir erklären, wie das gemacht wird.

Gundermann: Anbau und Nutzung
Gundermann ist ein aromatisches Wildkraut – © Tora Stark / stock,adobe.com

Der Gundermann (Glechoma hederacea), manchmal auch als Gundelrebe bezeichnet, ist ein Wildkraut, das Sie oftmals auf Wildwiesen und an Wegesrändern finden. Da es sich hierbei um ein aromatisches Wildkraut handelt, können Sie es gut und gerne auch im Kräutergarten anbauen. Das Tolle daran: das Wildkraut zaubert im Frühjahr (April bis Juni) eine hübsche, violette Blütenpracht hervor und verleiht Ihrem Wildkräutergarten somit sogar ein wenig mehr Farbe.

Anbau des Gundermann

Möchten Sie den Gundermann in Ihrem Garten anbauen, haben Sie dazu zwei Möglichkeiten. Entweder ziehen Sie das Wildkraut aus Samen oder Sie verpflanzen einen Ableger.

Gundermann aussäen

Haben Sie sich dazu entschieden, den Gundermann aus Samen zu ziehen, können Sie diese in den letzten Sommertagen direkt ins Freiland geben. Alternativ ist es möglich, den Gundermann in der Wohnung vorzuziehen und ihn im Frühjahr ins Freiland zu pflanzen.

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Gundermann aus Ablegern ziehen

Die Kultivierung über Ableger gestaltet sich deutlich einfacher als die Aussaat des Gundermanns. Hierfür können Sie zum Beispiel einen wild gewachsenen Gundermann-Trieb (einzelne Triebe können bis zu 1 Meter lang wachsen) in möglichst nährstoffreicher Erde in Ihrem Garten anpflanzen. Die Gundelrebe wird sehr schnell anwurzeln und schon nach kurzer Zeit Ausläufer bilden. Diese bilden dichte, flache Teppiche.

Tipp: Der Gundermann fühlt sich in schattigen bis halbschattigen Lagen auf nährstoffreichen Böden am wohlsten.

Da er recht gut wuchert, können Sie den Gundermann natürlich prima als Bodendecker pflanzen, z.B. zur Begrünung großer Flächen, wofür er als pflegeleichte, ausgesprochen robuste Blühpflanze optimal geeignet ist.

Tipp: Damit sich der Gundermann nicht zu sehr ausbreitet, sollten Sie dessen Wuchs jedes Jahr rechtzeitig durch einen beherzten Zuschnitt eindämmen.

Gundermann gießen und düngen

Der Gundermann ist im Freiland sehr robust. Hier benötigt er keine Düngung und er kann sowohl feuchte als auch trockene Phasen gut verkraften. Steht der Gundermann aber sehr sonnig, sollten Sie ihn an sehr heißen Tagen jedoch täglich gießen. Als Richtwert für das richtige Maß, gelten hier die ersten fünf Zentimeter der Erde, die feucht sein sollten.

Verwendung des Gundermanns

Das Wildkraut wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, weshalb es sogar vielfach zu den Heilkräutern gezählt wird. Aber auch in der Küche findet es sehr oft Verwendung. Wichtig dabei ist, dass Sie den Gundermann immer nur für den direkten Verzehr ernten.

Gundermann in der Küche

Sie können sowohl die jungen Blätter als auch die Blüten des Gundermanns für die Zubereitung von Speisen verwenden. Das Wildkraut besitzt einen pikanten und leicht bitteren Geschmack, der an Minze erinnert. Seine interessante Geschmacksnote kommt zum Beispiel hervorragend in Salaten, Kräuterbutter oder Kräuterquark zur Geltung. Zudem passt er sehr gut zu Ofen- und Pfannengerichten.

Tipp: Beachten Sie, dass der Gundermann einen sehr dominanten Geschmack besitzt und daher wohldosiert verwendet werden sollte.

Gundermann als Heilkraut

Der Gundermann ist reich an Inhaltsstoffen, die ihn für die Naturheilkunde interessant machen. So wirken diese

  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • wundheilungsfördernd
  • krampflösend
  • adstringierens
  • antibakteriell
  • schleimlösend
  • auswurffördernd

Aufgrund dessen kann der Gundermann bei diversen Krankheitsbildern Abhilfe verschaffen. Meist verwendet man ihn zur Linderung von Erkältungsbeschwerden, bei Verdauungsstörungen und bei leichten Magen- und Darmbeschwerden. Aber auch bei Appetitlosigkeit, Entzündungen der Haut oder bei Nierenbeschwerden kann das Kraut Abhilfe schaffen.

3 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrtes Team von Gartentipps,
    Ihre Homepage ist sehr informativ und ich habe mir schon viele Tipps bei Ihnen geholt. Eine Anmerkung zum Foto, dass sie als Gundermann eingestellt haben. Es ist kein Gundermann, sondern meiner Meinung nach, ein Natternkopf. Ich fotografiere selber Pflanzen und Insekten, daher ist mir das aufgefallen. Beide sind zwar Heilpflanzen, aber der Einsatz dieser Heilpflanzen unterscheidet sich doch etwas.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gaby Droß

  2. Auf dem obigen Foto ist nicht der Gundermann abgebildet, sondern der Natternkopf – von einem Verzehr dieser Pflanze ist dringend abzuraten!!!
    Sehr schade, daß diese Website nicht mit der gebotenen Sorgfalt überprüft, ob die Bilder zum Artikel passen. Gerade bei der Pflanzenbestimmung nicht ungefährlich….

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