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Gundermann: Anbau und Nutzung des unscheinbaren Wildkrautes

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Was gibt es Schöneres als Kräuter aus dem eigenen Garten? Haben Sie auch das Gundermann Wildkraut angepflanzt? Wir erklären, wie das gemacht wird.

Gundermann (Glechoma Hederacea)
Gundermann: Ein sehr aromatisches Wildkraut

Das Gundermann Wildkraut, manchmal auch als Gundelrebe bezeichnet, finden Sie vielmals auf Wildwiesen und an Wegesrändern. Da es sich hierbei um ein aromatisches Wildkraut handelt, können Sie es gut und gerne auch im Kräutergarten anbauen. Das Tolle daran: das Wildkraut zaubert im Frühjahr (April bis Juni) eine hübsche, violette Blütenpracht hervor und verleiht Ihrem Wildkräutergarten somit sogar ein wenig mehr Farbe.

Anbau des Gundermann

Gundermann zählt ebenso zu den Lippenblütlern, wie auch Lavendel und Co., weswegen sie sich in Anbau und Pflege weitgehend gleichen. Wenngleich der Gundermann sich am Boden entlang schlängelt (ähnlich wie Efeu), weshalb er im Volksmund vielfach auch als Erd-Efeu bezeichnet wird.

Meist genügt es, wenn Sie einen wild gewachsenen Gundermann-Trieb (einzelne Triebe können bis zu 1 Meter lang wachsen) in möglichst nährstoffreicher Erde in Ihrem Garten anpflanzen. Wobei ab dann höchste Vorsicht geboten ist, weil sich dieses Kraut bereits im ersten Jahr schon stark ausbreitet und schnell ein Beet überwuchern kann. Alljährlich sollten Sie diesen Wuchs deshalb immer rechtzeitig durch einen beherzten Zuschnitt eindämmen.

Da er recht gut wuchert, können Sie den Gundermann natürlich prima als Bodendecker pflanzen, z.B. zur Begrünung großer Flächen, wofür er als pflegeleichte, ausgesprochen robuste Blühpflanze optimal geeignet ist.

Nutzung des Wildkrautes

Das Gundermann Wildkraut wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, weshalb es sogar vielfach zu den Heilkräutern gezählt wird. Aber auch in der Küche findet es sehr oft Verwendung. Wichtig dabei ist, dass Sie den Gundermann immer nur für den direkten Verzehr ernten. Dabei sollten in erster Linie die frischen Jungblätter Verwendung finden. Diese können Sie dann:

  • Salaten beimischen (das minzige, aromatische Bitteraroma passt prima dazu)
  • in Schokolade tauchen und z.B. zu Desserts reichen (eine hübsche Verzierung, die ein wenig nach Lakritze schmeckt)
  • als Wildgemüse verarbeiten (sehr empfehlenswert zu Fischgerichten)

3 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrtes Team von Gartentipps,
    Ihre Homepage ist sehr informativ und ich habe mir schon viele Tipps bei Ihnen geholt. Eine Anmerkung zum Foto, dass sie als Gundermann eingestellt haben. Es ist kein Gundermann, sondern meiner Meinung nach, ein Natternkopf. Ich fotografiere selber Pflanzen und Insekten, daher ist mir das aufgefallen. Beide sind zwar Heilpflanzen, aber der Einsatz dieser Heilpflanzen unterscheidet sich doch etwas.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gaby Droß

  2. Auf dem obigen Foto ist nicht der Gundermann abgebildet, sondern der Natternkopf – von einem Verzehr dieser Pflanze ist dringend abzuraten!!!
    Sehr schade, daß diese Website nicht mit der gebotenen Sorgfalt überprüft, ob die Bilder zum Artikel passen. Gerade bei der Pflanzenbestimmung nicht ungefährlich….

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