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Hornveilchen: Tipps für die Kultivierung im Kübel und im Beet

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Hornveilchen können je nach Sorte vom Frühjahr bis zum Herbst in den unterschiedlichsten Farben blühen. Sie können sie im Beet oder im Kübel kultivieren.

Hornveilchen
© M. Schuppich / stock.adobe.com

Hornveilchen (Viola cornuta) erfreuen uns mit einer unermüdlichen Blühfreude. Immer wieder scheinen die Mini-Stiefmütterchen neue Blütenköpfe hervorzubringen. Die Veilchengewächse sind ausgesprochen artenreich und blühen in allen erdenklichen Farben. Hornveilchen werden bevorzugt in Kübel oder Balkonkästen gepflanzt. Auch als Unterpflanzung sind die farbenfrohen Dauerblüher bestens geeignet. Was bei der Pflege und Kultivierung beachtet werden sollte, erfahren Sie im Folgenden.

Herkunft des Hornveilchens

Hornveilchen werden zu den Veilchen gezählt. Weltweit kommen circa 500 Arten vor. Sie sind deutlich kleiner als Stiefmütterchen und überragen die wilden Feld-Stiefmütterchen. In den vergangenen Jahrhunderten gelang es, durch die Kreuzung von Hornveilchen und Stiefmütterchen zahlreiche farbenfrohe Hybriden heraus zu züchten.

Kurzer Steckbrief für das Hornveilchen

Hornveilchen (Viola cornuta)
Wuchs:buschig
Wuchshöhe:15 – 20 cm
Blüte:mehrfarbig, März bis Oktober
Standort:Sonne bis Halbschatten
Boden:sandig bis lehmig, humusreich, frisch

Hornveilchen pflanzen

Der passende Standort für das Hornveilchen

Hornveilchen gedeihen bevorzugt an einem hellen, sonnigen bis halbschattigen Standort. Im Schatten werden die robusten Pflanzen vermutlich nicht eingehen, aber kaum Blüten ausbilden und eher kümmerlich wachsen.

Hornveilchen können nicht nur im Beet überzeugen. Im Pflanztopf oder Kübel ist die Kultivierung der blühfreudigen Pflanzen auch auf Balkon oder Terrasse möglich.

Das passende Substrat für das Hornveilchen

Das Hornveilchen verlangt nach einem lockeren und durchlässigen Gartenboden. Das Substrat darf nicht austrocknen. Ein humusreicher Boden wird bevorzugt. Um die Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen für eine ausdauernde Blüte zu versorgen, kann dem Substrat reifen Kompost oder Hornmehl untergemischt werden.

Hornveilchen aussäen

Hornveilchen können ganzjährlich, bis zum Ende der Wachstumsperiode ausgesät werden. Ist der Standort günstig gewählt, sät sich die Pflanze fortlaufend selbst aus und neigt zum Verwildern. Für den Hobbygärtner ist dies spannend zu erleben, denn es können immer neue Farbvariationen entstehen.

Wer den Samen für die Pflanzen selbst gewinnt, muss einiges beachten. Die Samen müssen mit Frost in Berührung kommen, bevor sie keimen. Dies ist gegeben, wenn die Samen im Spätsommer in Schalen ausgesät und im Freien aufgestellt werden. Dort können sie geschützt überwintern und sind dabei gleichmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen. Im Frühling beginnen die Samen zu keimen. Haben sich mehrere Blattpaare gebildet, werden die Sämlinge pikiert und in einzelnen Pflanzgefäßen weiterkultiviert.

Tipp: Sie erhalten die Samen auch in Handel – zum Beispiel hier bei Amazon:

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Hornveilchen pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Pflanzlöcher anlegen
4. Abstände beachten
5. Pflanzen einsetzen
6. Erde auffüllen
7. Pflanzen leicht andrücken
8. Pflanzen angießen

Hornveilchen können ab März gepflanzt werden. Die Pflanzsaison endet je nach Witterung Ende September oder Anfang Oktober. Die Pflanzen werden im Abstand von zehn Zentimetern in die Erde gebracht. Die Gruppenpflanzung ist zu empfehlen, dadurch kommen die Mini-Stiefmütterchen einfach besser zur Geltung.

Die wichtigsten Pflanztipps im Überblick

TätigkeitErläuterung
Standort bestimmenhell
sonnig bis halbschattig
Substrat auswählendurchlässig
feucht
nährstoffreich
Pflanzung vorehmenGruppenpflanzung empfohlen
Pflanzabstand: zehn Zentimeter

Hornveilchen pflegen

Hornveilchen richtig gießen

Hornveilchen pflegen
Hornveilchen im Topf oder Kübel sind besonders anfällig für Staunässe – © alisseja / stock.adobe.com

Ob und wie häufig Hornveilchen bewässert werden müssen, ist vom Standort abhängig. An sonnigen Standplätzen wird regelmäßig gegossen. Wassermangel wird angezeigt, indem die Pflanzen ihre Blütenköpfe hängen lassen.

Tipp: Hornveilchen im Kübel besitzen einen hohen Feuchtigkeitsbedarf.

Kübelpflanzen werden immer dann gegossen, wenn die Erde oberflächlich leicht angetrocknet ist. Die Pflanzen dürfen nicht eingeschwemmt werden, da es ansonsten zu Staunässe kommt. Eine Drainage aus Tonscherben oder Kies sorgt dafür, dass die Flüssigkeit besser abfließen kann und Staunässe vorgebeugt wird.

Wurden die Mini-Stiefmütterchen in den Schatten gesetzt, muss weniger gegossen werden. Häufig genügt den Pflanzen sogar der Regen. Dies ist natürlich abhängig von der Niederschlagsneigung und den vorherrschenden Temperaturen.

Wer Hornveilchen als Unterpflanzung für Bäume und Sträucher nutzt, darf das Gießen nicht vernachlässigen. Auch wenn die Pflanzen schattig stehen, benötigen sie Feuchtigkeit, denn das Regenwasser wird vom Blattwerk abgehalten und kann meist nicht bis zu den Wurzeln vordringen.

Hornveilchen richtig düngen

Hornveilchen sind genügsam und müssen nicht regelmäßig gedüngt werden. Ist das Substrat ausreichend mit Nährstoffen versorgt, benötigen die Pflanzen keine weitere Düngung. Wer im Sommer die Blühfreudigkeit unterstützen will, kann dem Gießwasser etwas handelsüblichen Dünger für Blühpflanzen wie den COMPO Blumendünger mit Guano zugeben.

Hornveilchen schneiden

Schnittmaßnahmen sind nicht zwingend notwendig. Wer die Blütezeit verlängern und einen buschigen Wuchs der Pflanzen fördern möchte, sollte zur Schere greifen. Hornveilchen werden nach der Welke der ersten Blüte geschnitten. Der Rückschnitt erfolgt etwa eine Handbreit über dem Boden.

Tipp: Eine erneute Blüte lässt sich auch anregen, wenn verwelkte Blüten und Blätter regelmäßig entfernt werden.

Hornveilchen vermehren …

Neben der bereits beschriebenen Aussaat lassen sich Hornveilchen auch durch Stecklinge oder durch Teilung vermehren.

… durch Stecklinge

Die Stecklingsvermehrung bringt kräftige und langlebige Pflanzen hervor. Der richtige Zeitpunkt für diese Methode ist der Herbst.

Vermehrung durch Stecklinge – Schritt für Schritt

1. kräftige Pflanze auswählen
2. Kopfsteckling schneiden
3. Steckling in den Boden bringen
4. Substrat anfeuchten
5. Bewurzelung abwarten

Von der Mutterpflanze wird ein etwa fünf Zentimeter langer Kopfsteckling geschnitten. Es wird ein kühler und schattiger Standort ausgewählt. Dort kann der Steckling in die Erde gebracht werden. Die Erde ist feucht, aber nicht zu nass zu halten. Nach etwa zwei Wochen bildet der Steckling Wurzeln aus. Dies zeigt sich durch den Austrieb neuer Blattpaare.

… durch Teilung

Hornveilchen vermehren
Kräftige Pflanzen lassen sich wunderbar vermehren – © Natalia Greeske / stock.adobe.com

Die Teilung kann nicht automatisch an jeder Pflanze vollzogen werden. Nur etwa alle drei Jahre ist diese Form der Vermehrung ratsam. Die Teilung dient dann zugleich als Verjüngungsmaßnahme für die Mutterpflanze. Hornveilchen können im Frühling oder im Herbst geteilt werden.

Vermehrung durch Teilung – Schritt für Schritt

1. Pflanze komplett ausgraben
2. Erde von den Wurzeln entfernen
3. Wurzelstock mittig zerteilen
4. Teilstücke neu einpflanzen
5. Abstand beachten
6. Erde auffüllen
7. Pflanzen angießen
8. Pflanzen wie gewohnt kultivieren

Um die Pflanze teilen zu können, muss das Hornveilchen zunächst ausgegraben werden. Wird die Erde von den Wurzeln entfernt, bekommt der Hobbygärtner Gelegenheit, die Beschaffenheit der Wurzeln zu kontrollieren und alte und vertrocknete Wurzelabschnitte zu entfernen. Anschließend wird der Wurzelballen mittig mit einem scharfen Spaten zerteilt. Sie erhalten zwei gleichwertige Pflanzen, die umgehend wieder in den Boden gebracht und wie gewohnt weiter kultiviert werden.

Krankheiten am Hornveilchen erkennen

Hornveilchen sind robust und kaum von Krankheiten oder Schädlingen betroffen. In warmen und feuchten Sommern, kann der Mehltau den Pflanzen zu schaffen machen. Ein Befall ist durch einen weißlichen und an Mehl erinnernden Belag auf Blättern und Blüten zu erkennen. Kranke Pflanzen sollten umgehend entfernt werden.

Der Entstehung von Mehltau lässt sich vorbeugen, wenn die Pflanzen nicht auf den Blättern bewässert, sondern lediglich im Wurzelbereich gegossen werden. Damit die Hornveilchen ausreichend atmen können und die Flüssigkeit verdunstet, ist ein Pflanzabstand von mindestens zehn Zentimetern einzuhalten. Damit es nicht zu Staunässe kommt, wird besser weniger und dafür häufiger gegossen.

Hornveilchen überwintern

Die mehrjährigen Pflanzen sind gut an unser Klima angepasst und kommen in der Regel problemlos über den Winter. Temperaturen bis -15 Grad werden vertragen. Bei besonders starken Frösten kann eine Auflage von Reisig oder Laub Schutz bieten.

Sollen die Pflanzen im Topf im Freien überwintern, sollten Sie sie auf einer Unterlage aus Holz oder Styropor platzieren. Zudem ist es sinnvoll, sie mit einem Wintervlies zu umhüllen.

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Tipp: Hornveilchen dürfen auch im Winter nicht austrocknen.

Sind Hornveilchen giftig?

Hornveilchen können ohne Bedenken angepflanzt werden. Die Pflanzen sind sogar essbar, werten oft bunte Salate auf und sorgen in den Restaurants für eine farbenfrohe Tellersprache. Auch für Katzen, Hunde, Nagetiere oder Vögel geht von Hornveilchen keinerlei Gefahr aus.

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