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Wer oder was sind die Eisheiligen?

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Letzte Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr
Letzte Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr

Es heißt laut Bauernregel, dass man Pflanzen erst nach den Eisheiligen in den Garten stellen soll. Warum ist das so oder ist das am Ende nur ein Mythos?

Die letzte Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr
Die Eisheiligen sind auch als strenge Männer oder Eismänner bekannt. Die Eisheiligen sind vom 11. bis zum 15. Mai und heißen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Dabei handelt es sich um Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert. In Norddeutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger. In Süddeutschland ist es Pankratius. Gemeint ist mit den Eisheiligen die letzte Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr.

Behauptungen konnten nicht nachgewiesen werden
Die Regel stammt noch aus Zeiten der Wetteraufzeichnungen, die von Bauern über viele Jahrhunderte gemacht wurden. Allerdings konnten diese Behauptungen nicht nachgewiesen werden. Auch darf man nicht vergessen, dass sich das Klima in den letzten Jahrzehnten immer weiter verändert hat. Außerdem ist wetterstatistisch gesehen eher der Zeitraum vom 21. Mai bis zum 23 Mai anfälliger für Frost.

Bauernregeln kann man nicht verallgemeinern
Und auch verallgemeinern kann man Bauernregeln nicht, denn das Klima an der Nordsee ist ein anderes als im Voralpenraum. Es kann zwar durchaus sein, dass es Mitte Mai noch Frostnächte gibt, die lassen sich aber nicht am Datum festmachen. Somit ist die Regel, dass man Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freie bringen darf, ein Mythos.


Foto1: © wojdol71 - Fotolia.com

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