Mit Radicchio holen Sie sich einen gesunden Salat in den Garten. Wie Sie Radicchio pflanzen, pflegen und ernten, lesen Sie in diesem Artikel.

Radicchio (Chichorium intybus var. foliosum) gehört trotz seines leicht bitteren Geschmacks zu einer der beliebtesten Salatsorten auf dem Teller. Außerdem ist er ein fester Bestandteil der italienischen Küche. Daher wird er auch in immer mehr heimischen Gärten angepflanzt.

Steckbrief zu Radicchio

Radicchio(Cichorium intybus var. foliosum)
Andere NamenZichorie, roter Chicorée, kugelförmiger Radicchio
FamilieKorbblütler (Asteraceae)
StandortSonne bis Halbschatten
Bodenlockeren, humus- und nährstoffreichen Boden
ErntezeitSeptember bis November (frühe Sorten), Frühjahr (späte Sorten)
ÜberwinterungIn sehr kalten Regionen oder bei strengem Frost ist die Freilandüberwinterung schwierig, weshalb die Lagerung im Keller für Radicchio sicherer ist.

Pflanzenfamilie, Herkunft und Mischkultur

Radicchio im Gartenbeet.
Gesundes Gemüse aus eigenem Garten: Radicchio. © Daniel Vincek / stock.adobe.com

Radicchio gehört zur Familie der Korbblütler und ist eng verwandt mit Chicorée. Früher wurde er vorzugsweise im Mittelmeerraum angebaut, doch durch seine Sortenvielfalt ist er inzwischen auch auf anderen Teilen des Erdballs zu finden. Je nach Sorte lässt er sich zu unterschiedlichen Zeiten ernten. Generell gehört er jedoch zu den Gemüsearten, die sich im Garten gut heranziehen lassen.

Radicchio pflanzen

Hierzulande wird Radicchio meist einjährig kultiviert. Mit seinen rot-weiß gefärbten Blättern ist er auffällig in jedem Salat. Er gehört zu den Schwachzehrern und macht sich im Gemüsebeet vor allem gut mit Fenchel, Tomaten und Bohnen, sowie verschiedenen Arten von Kohlgemüse.

Tipp:
Radicchio wächst schlecht neben Petersilie, Sellerie und Radieschen. Die Pflanzen konkurrieren um ähnliche Nährstoffe oder beeinflussen sich über ihre Wurzeln negativ.

Standort & Boden

Am besten gedeiht der Radicchio innerhalb eines Bodens, der zahlreiche Nährstoffe bietet. Dazu sollte er möglichst locker und reich an Humus sein.

Der Salat liebt die Sonne und sollte daher an einem Standort ausgesät werden, wo er diese bekommt. Sind lediglich Plätze im Halbschatten frei, nimmt er mit diesen ebenfalls vorlieb, wächst aber ein klein wenig langsamer heran.

Aussaat

Der ideale Zeitpunkt zur Aussaat ergibt sich im Mai. Er muss hierfür nicht einmal vorgezogen werden, sondern kann umgehend ins Freiland gesät werden.

Radicchio pflegen

Grüne Radicchiosorte.
Grüne Radicchiosorte. © valya82 / stock.adobe.com

Gießen

Für den Wuchs des Radicchio ist es wichtig, dass er genügend Wasser bekommt. Besonders an heißen Tagen kann er etwas mehr brauchen. Gleichzeitig sollte es jedoch nicht zur Staunässe kommen. Diese verträgt er nämlich nicht.

Düngen

Was das Düngen angeht, ist dieses nicht notwendig.

Bodenpflege

Gelegentlich sollte der umliegende Boden gehackt werden, damit die Erde locker bleibt und überschüssiges Gießwasser gut abfließen kann.

Radicchio ernten

Geerntet wird der Radicchio zwischen den Monaten Juni und Oktober. Bis ein vollständiger Salatkopf heranwächst, vergehen etwa vier Monate.

Radicchio überwintern

Um Radicchio für den Winter fit zu machen, werden die Blätter im September bis auf den Strunk etwa entfernt, dieser selbst sollte noch etwa drei Zentimeter lang bleiben. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann problemlos wieder aus.

Tipp:
Zusätzlichen Schutz erzielt man mit einer Schicht Reisig, die während des Winters auf das Gewächs gelegt wird. Alternativ übersteht Radicchio den Winter jedoch ebenfalls gut unter einer schützenden Folie.

Radicchio: Krankheiten & Schädlinge

Radicchio ist nur gering krankheits- und schädlingsanfällig. Trotzdem kann eine regelmäßige Kontrolle helfen, Probleme rechtzeitig zu entdecken.

  • Färben sich die Ränder der Blätter vom Radicchio bräunlich, dann liegt meist ein Kalziummangel vor. In manchen Fällen bekommt die Pflanze auch zu viel Wasser. Mit der Zeit verfaulen die Blätter mehr und mehr.
  • Wirken die Wurzeln angenagt, haben sich höchstwahrscheinlich Erdraupen in den Salat gesetzt. Ein Pflanzenschutz ist in diesem Fall nicht zwingend notwendig, da die Schädlinge die Ernte nur geringfügig schädigen.

Radicchio: Sorten

Radicchio bringt nicht nur Farbe ins Beet, sondern auch Abwechslung auf den Teller. Hinter dem Begriff steckt nämlich eine ganze Gruppe von Zichoriensalaten, die sich in Form, Geschmack und Anbauzeit unterscheiden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Radicchio-Sorten.

Frühe Sorten wie „Indigo“ oder „Burgundy“ werden bereits ab März, eher April vorgezogen oder ab April/Mai ins Beet gesät. Sie wachsen zügig und sind oft schon ab Juni bis Juli erntereif. Diese Sorten eignen sich gut für eine erste Ernte im Sommer, reagieren aber empfindlich auf starke Hitze.

Sorten wie „Palla Rossa“ werden meist zwischen Mai und Juli ausgesät. Sie bilden über den Sommer hinweg feste Köpfe und können ab August bis in den Oktober hinein geerntet werden. Im Garten zählen sie zu den zuverlässigsten Sorten.

Späte Radicchio-Sorten wie „Roter Veroneser“ werden ebenfalls im Sommer gesät, überwiegend im Juli. Sie entwickeln sich langsamer und sind ab Oktober erntereif. Viele dieser Sorten können im Beet bleiben und vertragen leichte Fröste, wodurch sich die Ernte bis in den Winter hinein verlängert.

Eine Besonderheit sind rosettenbildende Sorten wie „Grumolo verde“. Die Aussaat erfolgt im Juli oder August. Die Pflanzen überwintern im Beet und liefern im zeitigen Frühjahr, etwa ab März, frische Blätter.

Batlle Gemüsesamen – Chicoree Radicchio Rossa di…
  • Lang, gezackte Blätter, rot mit weißen Nerven
  • Anzuchtform: direkt an den endgültigen Ort säen und umpflanzen, wenn die Pflanzen ca. 15 cm lang sind
  • Aussaat: Juni – Juli
  • Ernte: ab 150 Tagen

Anja von Gartentipps.com

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

Antwort hinterlassen