Mit Radicchio holen Sie sich einen gesunden Salat in den Garten. Was Sie zu Anbau und Pflege wissen müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

Radicchio im Gartenbeet.
Gesundes Gemüse aus eigenem Garten: Radicchio. © Daniel Vincek / stock.adobe.com

Radicchio, im Lateinischen als „Chichorium intybus var. foliosum“ bezeichnet, gehört trotz seines leicht bitteren Geschmacks zu einer der beliebtesten Salatsorten auf dem Teller. Außerdem ist er ein fester Bestandteil der italienischen Küche. Daher wird er auch in immer mehr heimischen Gärten angepflanzt.

Bezüglich seiner Familie gehört er zu den Korbblütlern und ist eng verwandt mit Chicorée. Früher wurde er vorzugsweise im Mittelmeerraum angebaut, doch durch seine Sortenvielfalt ist er inzwischen auch auf anderen Teilen des Erdballs zu finden. Je nach Sorte lässt er sich zu unterschiedlichen Zeiten ernten. Generell gehört er jedoch zu den Gemüsearten, die sich im Garten gut heranziehen lassen.

Hierzulande wird er meist einjährig kultiviert. Mit seinen rot-weiß gefärbten Blättern ist er auffällig in jedem Salat. Er gehört zu den Schwachzehrern und macht sich im Gemüsebeet vor allem gut mit Fenchel, Tomaten und Bohnen, sowie verschiedenen Arten von Kohlgemüse.

Kurzer Steckbrief zu Radicchio

Radicchio (Chichorium intybus var. foliosum)
andere Namen: Zichorie, Roter Chicoree, Kugelförmiger Radiccio)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: Juni bis Oktober
Erntezeit: Düngung
Überwinterung: je nach Sorte winterhart

Die unterschiedlichen Sorten des Radicchio

Die Sorten unterscheiden sich vor allem im Erntezeitpunkt. So ist abseits des Standards auch eine Ernte im Frühjahr oder Sommer möglich. Bekannt sind vor allem die Sorten:

  • Medusa
  • Burgundy
  • Palla Rossa
  • Roter Balon
  • Verona
  • Grumolo verde
  • Indigo

Standort und Boden

Am besten gedeiht der Radicchio innerhalb eines Bodens, der zahlreiche Nährstoffe bietet. Dazu sollte er möglichst locker und reich an Humus sein.

Der Salat liebt die Sonne und sollte daher an einem Standort ausgesät werden, wo er diese bekommt. Sind lediglich Plätze im Halbschatten frei, nimmt er mit diesen ebenfalls vorlieb, wächst aber ein klein wenig langsamer heran.

Wichtiger jedoch ist, in welcher Nachbarschaft er groß wird. Neben den oben genannten Gemüsesorten sollte man darauf achten, dass er auf keinen Fall in der Nähe von Petersilie angepflanzt wird. Mit Sellerie und Radieschen hat er ebenfalls Probleme.

Der ideale Zeitpunkt zur Aussaat ergibt sich im Mai. Er muss hierfür nicht einmal vorgezogen werden, sondern kann umgehend ins Freiland gesät werden.

Gießverhalten und Düngung

Für den Wuchs des Radicchio ist es wichtig, dass er genügend Wasser bekommt. Besonders an heißen Tagen kann er etwas mehr brauchen. Gleichzeitig sollte es jedoch nicht zur Staunässe kommen. Diese verträgt er nämlich nicht.

Was das Düngen angeht, ist dieses nicht notwendig.

Grüne Radicchiosorte.
Grüne Radicchiosorte. © valya82 / stock.adobe.com

Pflegemaßnahmen

Hin und wieder sollte der umliegende Boden gehackt werden, damit die Erde locker bleibt und überschüssiges Gießwasser gut abfließen kann.

Geerntet wird der Radicchio zwischen den Monaten Juni bis Oktober. Bis ein vollständiger Salatkopf heranwächst, vergehen etwa vier Monate.

Um die Pflanze für den Winter fit zu machen, werden die Blätter im September bis auf den Strunk etwa entfernt, dieser selbst sollte noch etwa drei Zentimeter lang bleiben. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann problemlos wieder aus. Zusätzlichen Schutz erzielt man mit einer Schicht Reisig, die während des Winters auf das Gewächs gelegt wird. Alternativ übersteht Radicchio den Winter jedoch ebenfalls gut unter einer schützenden Folie.

Ist Radicchio anfällig gegenüber Schädlingen oder Krankheiten?

Das Gemüse ist nur wenig krankheits- und schädlingsanfällig und doch sollte man während des Wuchses immer wieder kontrollieren, ob es problemlos heranwächst. So sollte man auf die folgenden Hinweise achten:

  • Färben sich die Ränder der Blätter bräunlich, dann liegt meist ein Kalziummangel vor. In manchen Fällen bekommt die Pflanze auch zu viel Wasser. Mit der Zeit verfaulen die Blätter mehr und mehr.
  • Wirken die Wurzeln angenagt, haben sich höchstwahrscheinlich Erdraupen in den Salat gesetzt. Ein Pflanzenschutz ist in diesem Fall nicht zwingend notwendig, da die Schädlinge die Ernte nur geringfügig schädigen.

Gartentipp des Tages!

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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