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Ananas & Kiwi – Exoten für den eigenen Garten

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Ananas & Kiwi - Exoten im Garten
Auch Kiwis lassen sich in Deutschland züchten

Freuen sich schon jetzt auf den ersten eigenen Salat und die frischen Gurken und Tomaten aus eigenem Anbau? Auch Obst und Beerenfrüchte werden schon jetzt kultiviert, damit man im Herbst Vitamine vom eigenen Grün genießen kann. Doch warum probiert man nicht mal was Exotisches? Kaum einer weiß, dass viele exotische Früchte winterhart sind, so dass man auch an diesen Pflanzen lange seine Freude und mehrere Ernten haben kann.

Kälter als man denkt
Viele Pflanzen, die äußerst schmackhafte Früchte tragen, kommen aus Regionen, die nur auf den ersten Blick Assoziationen mit dem Süden und dem ewigen Sommer wecken. Auf lubera.com findet man in großer Auswahl Auskünfte zur Herkunft solcher Früchte. Gerade die fruchttragenden Pflanzen vom südamerikanischen Kontinent sind häufig auch in ihrer Heimat Minusgraden ausgesetzt und stecken das gut weg. In Chile oder Argentinien wird es im Hochland sogar oft kälter als es in Deutschland überhaupt werden kann. So kann man auch Bananen und Papaya, sowie viele peruanische Tomatensorten ohne Probleme mit der Kälte in deutschen Gärten ausbringen. Auch viele Feigensorten aus dem Norden des afrikanischen Kontinents, sowie Ananas und Kiwi aus Gefilden jenseits des Äquators, lassen sich in Deutschland ziehen.

Licht ist bei Exoten besonders wichtig
Bei sensiblen Sorten ist ein bedingter Winterschutz notwendig, jedoch findet nach einigen Reifezyklen eine allmähliche Anpassung der Pflanze statt. Wichtiger als Wärme ist häufig das Licht, so dass man auf sonnige Standorte achten oder eine künstliche Beleuchtung aufstellen sollte. Kriegen die Exoten zu wenig Licht, wird die Ernte der reifen Früchte wohl eher mager ausfallen. Doch das kennt man ja von den weit verbreiteten Tomaten, die in Deutschland seit langem gedeihen, in ihrem Ursprung aber auch in Südamerika anzusiedeln sind.

Am besten informiert man sich über die Herkunftsländer der Früchte. Ein Blick auf ein Klimadiagramm der Herkunftsregion verrät schnell, wie überraschend kalt es auch im vermeintlich immer warmen Süden werden kann.

Die Blumen und die Bienen
Ein wesentlich größeres Problem bildet die Vermehrung der Pflanzen außerhalb ihrer Heimat. Ein Vorkommen ist trotz ambitionierter Hobbygärtner doch eher selten und manchmal wissen die heimischen Insekten auch schlicht nicht „wie’s mit den Exoten geht“. Beim Kauf der Setzlinge sollte man also darauf achten, immer ein Paar zu erstehen, also eine Pflanze mit männlichen und eine mit rein weiblichen Blüten. Manchmal ist das noch nicht genug und der Gärtner muss ein bisschen nachhelfen. Mit einem Wattestäbchen kann auch er die Biene sein und den Pollen von einer zur anderen Pflanze übertragen. Wenn die Biene fleißig ist, kann auch Ihr Garten im Spätsommer schon in diesem Jahr voller exotischer Früchte sein.


Foto1: © Rafael Cabral - Fotolia.com

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