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Falsche Alraunwurzel – pflegeleichte Wildstaude mit glockenförmigen Blüten

Falsche Alraunwurzel ist eine pflegeleichte Wildstaude, die einen schattigen oder halbschattigen Standort bevorzugt.

Falsche Alraunwurzel
Robuste Wildstaude, die auch als Bodendecker verwendet werden kann | © skymoon13 / stocka.dobe.com
Die Falsche Alraunwurzel (Tellima grandiflora) ist eine anspruchslose Wildstaude, die im heimischen Garten durchaus ihre Reize ausspielen kann. Da es sich um eine Schattenpflanze handelt, bekommt der Hobbygärtner Gelegenheit, Lücken im Beet zu füllen. Der Bodendecker ist eher unscheinbar und wird zu Unrecht gemeinhin weniger beachtet. Für die Begrünung von Gehölzrändern ist die Wildstaude sehr gut geeignet. Von den zunächst wenig auffälligen grünen Blüten sollte man sich nicht täuschen lassen. Diese werden schon bald in einem hübschen Rotton erstrahlen.
Der Ursprung der Falschen Alraunwurzel liegt im Westen Nordamerikas. Dort sind Alraune in feuchten Nadelwäldern und waldreichen Schluchten anzutreffen. Auch in Deutschland konnte sich das Steinbrechgewächs bereits in einigen Bundesländern als Wildpflanze durchsetzen. Die Falsche Alraunwurzel stellt die einzige Art der Gattung Tellima und ist auch unter dem Namen Großblütiger Fransenbrecher bekannt.

Falsche Alraunwurzel (Tellima grandiflora)
Wuchs: aufrechte Stängel, horstbildend
Wuchshöhe: 10 – 70 cm
Wuchsbreite: 20 – 30 cm
Besonderheiten: robuste Wildstaude mit filigranen Blütenrispen
Standort: Schatten bis Halbschatten
Boden: humos, sandig, humus- und nährstoffreich
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Den passenden Standort finden

Der ideale Standort für die Falsche Alraunwurzel liegt im Schatten bis Halbschatten. Unter Gehölzen kommt es zur raschen Ausbreitung der Pflanze. Die wintergrünen Bodendecker können eine Bereicherung schattiger Gartenplätze darstellen.

Die Pflanzen sind nicht duftintensiv und dezent in der Farbgestaltung. Dieser Umstand macht die Falsche Alraunwurzel für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten wenig attraktiv. Daher können die Pflanzen auch zur Ausgestaltung von Terrassen und anderen Sitzmöglichkeiten empfohlen werden.

Wer die Falsche Alraunwurzel als Schnittblume nutzen möchte, wird dagegen wenig Glück haben, denn die Pflanzen halten nur wenige Stunden in der Vase und verblühen schnell.

Das ideale Substrat auswählen

Der Boden sollte gut durchlässig sein und genügend Nährstoffe enthalten. Dies sollte schon bei der Vorbereitung der Pflanzung bedacht werden. Das Substrat kann dann mit Kompost, Hornmehl oder Depotdünger aufbereitet werden. Weiterhin ist darauf zu achten, dass es sich möglichst um einen humosen und eher kalkarmen Boden handelt.
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Falsche Alraunwurzel pflanzen

Falsche Alraunwurzel pflanzen
Falsche Alraunwurzel blüht von Mai bis Juni | © MassimilianoF / stock.adobe.com
Die Wildstaude kann zwischen Frühling und Herbst gepflanzt werden.

Dabei ist wie folgt vorzugehen:

  1. Standort wählen
  2. Boden von Unkraut, Wurzeln und Gestein befreien
  3. Pflanzlöcher ausheben
  4. Substrat aufwerten
  5. Pflanzabstand beachten (30 cm)
  1. Pflanzen einsetzen
  2. Substrat einfüllen
  3. Boden gut andrücken
  4. Pflanzen angießen
Für die Nutzung als Bodendecker können auf einen Quadratmeter zehn bis elf Pflanzen gesetzt werden. Bei der Gruppenpflanzung ist von drei bis fünf Alraunwurzeln auf gleicher Fläche auszugehen. Ein Pflanzabstand von 30 Zentimetern ist einzuhalten.

Falsche Alraunwurzel vermehren

Die Vermehrung übernehmen die Pflanzen in der Regel selbst. Werden die Samen nicht entfernt, sät sich die Falsche Alraunwurzel fleißig selbst aus.

Die Vermehrung ist auch durch Teilung der Horste möglich:

  • bester Zeitpunkt Frühling oder Herbst
  • Pflanze ausgraben
  • Wurzeln kontrollieren
  • altes und abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernen
  • Wurzelballen teilen
  • geteilte Pflanzen separat kultivieren

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Die robusten Pflanzen sind kaum von Krankheiten betroffen. Schaden nehmen kann die Pflanze durch Pflegefehler, wie einem falschen Standort oder fehlenden Nährstoffen.

Falsche Alraunwurzel überwintern

Die Pflanzen sind winterhart und benötigen keinen Schutz. Die rotbraune Färbung der Blätter ist ein attraktiver Blickfang im tristen winterlichen Garten. Da die Pflanze nicht abgedeckt werden muss, kann der Anblick während der kalten Jahreszeit uneingeschränkt erfreuen. Nehmen Sie im Herbst daher keinen Rückschnitt vor.

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