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Federnelken vermehren – 3 einfache Möglichkeiten vorgestellt

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Federnelken sind überaus anspruchslose Pflanzen. Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass auch das Vermehren ein Kinderspiel ist. Diese drei Möglichkeiten, zeigen wie es geht.

Federnelken durch Aussaat vermehren
Samen sammeln zur einfachen Vermehrung
Federnelken sind wunderbare Gartenpflanzen. Ihr dichtes Laub überrascht sogar im Winter und die Blütenpracht während des Frühjahrs und Sommers belebt den gesamten Garten. Die Pflanze gilt als anspruchslos und pflegeleicht. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Hobbygärtner die Pflanze in den Garten holen.

Wer noch ein paar kahle Stellen im Garten hat und die mit Federnelken verschwinden lassen will, der kann aus seinen vorhandenen Pflanzen ganz einfach selbst kleine Zöglinge ziehen. Dazu gibt es drei Möglichkeiten, die wir Ihnen hier einmal genau vorstellen.

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11 Vermehrung durch Aussaat

Stehen bereits blühende Federnelken in Ihrem Garten und Sie verzichten auf den Rückschnitt, erfolgt die Aussaat quasi auf dem natürlichen Wege. Aus den verblühten Blüten fallen Samenkörner auf die Erde und treiben dort eigenständig aus. Die Folge ist ein dichter Teppich aus kleinen Stauden, die dem Garten jedes Jahr ein noch prächtigeres und größeres Blütenmeer garantieren.

Im Handel erhalten Sie verschiedene Saatmischungen für Federnelken (Hier bei Amazon erhältlich). Mischen Sie die Saaten ruhig untereinander oder fangen Sie Samen aus bestehenden Pflanzen auf. Durch das Vermischen verschiedenfarbiger Federnelken bringen Sie mehr Abwechslung in Ihren Garten.

So funktioniert die Aussaat

Damit Sie sich schon im Frühjahr an den ersten Blüten erfreuen können, sollten Sie Federnelken vorab vorziehen. Ein guter Zeitpunkt für die erste Aussaat ist der Februar.

❶ Bedecken Sie kleinere Schalen und Töpfe mit ein wenig Erde und geben Sie die Samen hinzu. Die Körner brauchen nur mit einer dünnen Erdschicht bedeckt und angefeuchtet werden.

❷ Schützen Sie die Schale mit einer lichtdurchlässigen Folie, damit sich eine höhere Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Schale entwickeln kann.

❸ Nach ungefähr drei Wochen werden die Samen keimen. Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie das kleine Gewächshaus zwischendurch lüften und die Abdeckung täglich für einige Zeit entfernen.

❹ Sobald sich mehrere Keimlinge gebildet haben und diese kräftig erscheinen, müssen Sie die Aussaat trennen und einzeln weiterziehen. Pflanzen Sie sie einzeln in kleinere Blumentöpfe. Der letzte Umzug in den Garten, den Blumenkasten oder in einen Blumenkübel erfolgt, sobald kein Nachtfrost mehr zu befürchten ist.

Zusammengefasst säen Sie Federnelken folgendermaßen aus:

  • Kleinen Blumentopf oder Schale mit Erde füllen
  • Samen hinzugeben
  • Samen mit einer dünnen Erdschicht bedecken
  • Erde anfeuchten und Schale abdecken
  • Ab Keimung: Schale täglich belüften
  • Umtopfen größerer Keimlinge
  • Umsiedlung nach draußen nach dem letzten Nachtfrost

» Tipp: Sammeln Sie aus Ihren bereits bestehenden Federnelken Samenkörner, können Sie diese bis zu drei Jahre lang aufbewahren. Wichtig ist nur, dass die Saat getrocknet wird und dauerhaft trocken und dunkel gelagert wird.

1. Vermehrung durch Aussaat
Bei Stecklingen verzichten Sie auf die Aussaat

22 Vermehrung durch Stecklinge

Möchten Sie auf die Aussaat verzichten und lieber Ihre bestehenden Pflanzen weiterentwickeln? Dann sind Stecklinge für Sie geeignet.

Im Herbst schneiden Sie Triebe aus den größeren Stauden. Wählen Sie möglichst Triebe von einer Länge mit bis zu 10 Zentimetern und achten Sie darauf, dass der Trieb mindestens drei Blattknoten, also Blattanlagen besitzt. Unterhalb eines Knotens trennen Sie den Trieb von der Pflanze und entfernen im unteren Bereich überschüssige Blätter.

Das Ziehen der Stecklinge erfolgt direkt in Anzuchterde. Wichtig ist nur, dass Sie die Erde dauerhaft feucht halten, da die Triebe nur so neue Wurzeln entwickeln können. Ob sich Wurzeln bilden, erkennen Sie am Steckling selbst. Treibt er weiter aus, wurden Wurzeln entwickelt. Bis zu diesem Zeitpunkt vergehen ungefähr drei Wochen.

Damit die Jungpflanze kräftig werden kann, sollte sie zuerst in einen größeren Topf gesetzt und erst später in den Garten oder auf den Balkon gebracht werden. Die Jungpflanzen vertragen noch keinen Nachtfrost, weshalb wir Ihnen die Zeit nach den Eisheiligen zum Auswildern empfehlen.

2. Vermehrung durch Stecklinge
Aus eins mach zwei – Federnelken können ganz leicht voneinander getrennt werden

33 Vermehrung durch Teilung

Als letzte Möglichkeit bietet sich Ihnen die Teilung.

Hierbei kann aus einer Pflanze auch zwei einzelne Pflanzen gemacht werden. Sind die letzten Blüten verblüht, entnehmen Sie eine Federnelke der Erde und teilen Sie mit einem Messer in zwei oder mehr Einzelpflanzen auf. Achten Sie darauf, dass die Teilstücke eigene Wurzeln haben, damit sie allein weiterwachsen können.

Die geteilten Federnelken brauchen Sie nun nur noch neu einpflanzen und gießen.

» Tipp: Wenn Sie im kommenden Jahr ein prächtiges Blütenmeer wünschen, kürzen Sie die geteilten Pflanzen um ein gutes Stück. Bis zu einem Drittel der Pflanzhöhe ist möglich.

3. Vermehrung durch Teilung
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Foto1: © Pixelmixel - Fotolia.com, Foto2: © M. Schuppich - Fotolia.com, Foto3: © Pixelmixel - Fotolia.com

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